Produktionselastizität
In der Volkswirtschaftslehre und dort insbesondere in der Mikroökonomik ist die (partielle) Produktionselastizität eine Elastizität, die näherungsweise anzeigt, um wie viel Prozent sich der Output (die Produktion) eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft verändert, wenn der Einsatz eines Produktionsfaktors um ein Prozent erhöht wird. Genauer: Sie gibt die relative Änderung der Produktion bei einer relativen Änderung des Faktoreinsatzes an, wobi der Faktoreinsatz nur marginalen geändert wird. Bei homogenen Funktionen ergibt die Summe der Produktionselastizitäten die Skalenelastizität.[1]
Definition
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für eine Produktionsfunktion ist die partielle Produktionselastizität des -ten Produktionsfaktors definiert als[2]
- .
Dabei bezeichnet die Grenzproduktivität des Produktionsfaktors .
Beispiel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für eine Cobb-Douglas-Produktionsfunktion ist
- .
Einsetzen in die Definition für und elementare algebraische Vereinfachungen liefert
- .
Auf analoge Weise erhält man . Die Exponenten der Cobb-Douglas-Funktion können also als deren Produktionselastizitäten interpretiert werden.[3]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Susanne Wied-Nebbeling, Hartmut Schott: Grundlagen der Mikroökonomie. 3. Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg 2005, ISBN 3-540-22683-4.