Profiterole

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Profiteroles

Profiteroles (frz.: „kleiner Gewinn, kleines Geschenk“) sind kleine Windbeutel aus zuckerloser Brandmasse. In Österreich heißen sie Brandteigkrapfen.[1]

Als klassisches Dessert der deutschen, italienischen und französischen Küche werden sie meistens – wie Eclairs – mit Schlagsahne, Vanille- oder Mokkacreme gefüllt und mit dicker, dunkler Schokoladensauce überzogen serviert.

Mit einer Füllung aus Käsecreme oder würzigem Püree (z. B. aus Wild) dienen sie aber zuweilen auch als Einlage für klare Suppen oder als Snack. Ähnlich sind die Gougères, eine Spezialität aus dem Burgund, für die der Brandteig mit geriebenem Käse angereichert wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kochbuch „Ain künstlichs und nutzlichs Kochbuch“ des Balthasar Staindl beschreibt im Jahr 1547, wie aus Brandteig „klaine schwebischen Küchlen“ hergestellt werden.[2] Ab dem 18. Jahrhundert waren die deutschen Begriffe Brandkrapfen[3] und Brandteigkrapfen geläufig[4]; mit Creme oder Marmelade gefüllte „Brandteig-Küchlein“ waren aus der schwäbischen Küche bekannt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Profiterole – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GuteKueche Medien GmbH: Brandteigkrapfen - Rezept. In: www.gutekueche.at. (gutekueche.at [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  2. Balthasar Staindl: Ain künstlichs und nutzlichs Kochbuch. Otmar, 1547 (google.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  3. Die Nürnbergische wohl unterwiesene Koechin welche so wohl an Fleisch- als Fast-Tägen, zu geschickter Bereitung wohlschmeckender Speisen deutliche Anweisung giebt: Oder der geschickte und wohlerfahrne Pasteten- Torten - und Zucker-Becker oder Conditor. Zweyter Theil. bey Joh. Adam Stein und Gabr. Nic. Raspe, 1753 (google.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  4. Johann Rottenhöfer: Neue vollständige theoretisch-praktische Anweisung in der feinern Kochkunst mit besonderer Berücksichtigung der herrschaftlichen und bürgerlichen Küche. Braun und Schneider, 1867 (google.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).
  5. J. G. Sartory: Die Schwäbisch-Bayerische Küche oder Neuestes Augsburger Kochbuch: enthaltend über 900 Speisezubereitungen, als: Fleisch- u. Fasten-Speisen, d. feinen Kunstbäckereien u. Mehlspeisen, d. Gelees, Crêmes, Sulzen, Compoten, eingesottenen Früchte, Säfte u. Marmeladen, mit kalten u. warmen Getränken u. Gefrorenes, nebst Vorkehrungsgerichten, Speisezetteln u. Erklärungen der in d. Küche am häufigsten vorkommenden Kunstausdrücke. Rieger, 1851, S. 369 (google.de [abgerufen am 10. Dezember 2017]).