Progressiver Beweis

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Als progressiver Beweis wird in der Logik ein Beweis bezeichnet, in dem aus Gründen auf die Folge geschlossen wird.

Es werden zwei Arten dieses Beweises unterschieden:

  1. Der Prozess der Begründung verläuft von einer allgemeinen These zum zu beweisenden Gedanken als deren Folge. Ein Geologe z. B. beweist die Zugehörigkeit eines bestimmten Gesteins zu einem bestimmten Erdzeitalter aufgrund des Vorhandenseins charakteristischer Merkmale in diesem Gestein, die für dieses Erdzeitalter typisch sind. Diese Form des progressiven Beweises hält Leonid Wassiljewitsch Rutkowski für die üblichste und stärkste. Sie ist deshalb die üblichste Form, weil das Denken gewöhnlich in allgemeinen Überlegungen und Thesen nach Stützen sucht. Sie ist deshalb die stärkste, weil ein Gedanke, der aus einer allgemeinen unbestrittenen These abgeleitet ist, stets gesichert ist, wenn er nicht zu anderen bewiesenen Tatsachen im Widerspruch steht.
  2. Der Prozess der Begründung steigt von der zu beweisenden These zu Fakten als ihren logischen Folgen ab und bestätigt durch die Stichhaltigkeit der Folgen die These. Diese Form des progressiven Beweises verwendet man in den Fällen, in denen sich die Notwendigkeit gewisser Handlungen oder Dinge durch ihren Nutzen beweisen lässt. Ein Ingenieur, der eine von ihm vorgeschlagene Verbesserung in der Produktion durchsetzen will, wird z. B. den Nutzen zu beweisen versuchen, den sie erbringen soll.