Prophet-Jona-Moschee

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Außenansicht der Prophet-Jonas-Moschee
Die zerstörte Moschee 2017

Die Moschee des Propheten Jona, kurz Jonamoschee (arabisch جامع النبي يونس, DMG Ǧāmiʿ an-Nabī Yūnus), war eine in eine Moschee umgewidmete antike nestorianische Kirche, die im Jahr 2014 vom Islamischen Staat zerstört wurde. Sie befand sich im Osten der Stadt Mossul.

Gemäß der Überlieferung wurde der biblische Prophet Jona an diesem Ort begraben. Es war das ostsyrische Kloster von Mār Yōnān. Zuvor hatte der assyrische König Esarhaddon an dieser Stelle einen Palast errichtet, wovon die Reliefs und Eingravierungen im Tunnelsystem unterhalb des Baus zeugen. Als der Timuriden-Herrscher Timur Leng die Stätte 1393 besuchte, war das ehemalige Kloster bereits eine Moschee. In der Mitte des Gebäudes befand sich ein Grab, das mit seidenen und silbernen Perserteppichen bedeckt war. Auch ein Walzahn wurde hier als Anspielung auf die koranische Geschichte des Propheten Yunus aufbewahrt.

Unter dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein wurde die Jonasmoschee wiederaufgebaut. Am 24. Juli 2014 wurde die Jonasmoschee von der Terrororganisation Islamischen Staat, die die Stadt Mossul zuvor eingenommen hatte, gesprengt, nachdem sie das Grab von Jonas geplündert hatte.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]