Prosselsheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Prosselsheim
Prosselsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prosselsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 52′ N, 10° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Estenfeld
Höhe: 269 m ü. NHN
Fläche: 20,04 km2
Einwohner: 1182 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97279
Vorwahl: 09386
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 174
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Amtskellerei 6
97279 Prosselsheim
Webpräsenz: www.prosselsheim.de
Bürgermeister: Birgit Börger (CSU)
Lage der Gemeinde Prosselsheim im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Prosselsheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosselsheim liegt in der Region Würzburg östlich des Mains auf der fruchtbaren Gäuhochfläche des Maindreiecks und rund 16 km nordöstlich von Würzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in vier Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Prosselsheim, Püssensheim und Seligenstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siedlungsspuren gibt es schon von den Linearbandkeramikernn (4500 v. Chr.) aus der Jungsteinzeit. Prosselsheim wurde im Jahr 742 erstmals urkundlich erwähnt. Das ehemalige Oberamt des Hochstiftes Würzburg, zu dem es seit 903 gehörte, war ab 1500 Teil des Fränkischen Reichskreises. Es wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand III. von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosselsheim gehörte zum Landkreis Kitzingen[3]. Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Püssensheim eingegliedert[4]. Im Zuge der Kreisgebietsreform kam die Gemeinde am 1. Juli 1972 zum Landkreis Würzburg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1193 Einwohner
  • 1970: 1130 Einwohner
  • 1987: 0989 Einwohner
  • 1991: 1068 Einwohner
  • 1995: 1122 Einwohner
  • 2000: 1189 Einwohner
  • 2005: 1193 Einwohner
  • 2010: 1188 Einwohner
  • 2015: 1182 Einwohner

Im Jahre 2006 gab es bei 1218 Einwohnern 21 Geburten. Damit war die Geburtenrate mit über 17,2 Geburten pro 1000 Einwohner (nach Lohkirchen) die zweithöchste in Bayern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Birgit Börger (CSU).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 484.000 Euro, davon waren umgerechnet 142.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe zwölf und im Bereich Handel und Verkehr neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 13 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 408. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 37 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2128 Hektar, davon waren 2102 Ackerfläche und 24 Dauergrünfläche. In Seligenstadt existiert das vom Juliusspital Würzburg betriebene größte Gut Bayerns mit ca. 600 Hektar Fläche. Zusätzlich besteht eine Zweigstelle der Raiffeisenbank Volkach-Wiesentheid im Ort.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosselsheim liegt am Schnittpunkt der Staatsstraßen 2260 und 2270. Der Haltepunkt Seligenstadt (bei Würzburg) liegt an der Bahnstrecke Würzburg–Bamberg, der Bahnhof Prosselsheim an einer Nebenbahn, der Mainschleifenbahn.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigster Verein ist der Turn- und Sportverein Prosselsheim e. V mit über 500 Mitgliedern und vielfältigen sportlichen (Fußball, Tischtennis, Gymnastik, Breitensport) und gesellschaftlichen Angeboten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 46 Kindern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prosselsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1811&attr=590&modus=automat&tempus=20111110/201027
  3. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 498