Providence Park

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Providence Park
The House of Pane
Blick von der Südtribüne während der Halbzeitpause eines Spiels der Portland Timbers im Mai 2011
Blick von der Südtribüne während der Halbzeitpause eines Spiels der Portland Timbers im Mai 2011
Frühere Namen

Multnomah Field (1893–1926)
Multnomah Stadium (1926–1965)
Civic Stadium (1966–2000)
PGE Park (2001–2010)
Jeld-Wen Field (2011–2014)

Daten
Ort 1844 SW Morrison Street
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Portland, Oregon 97205
Koordinaten 45° 31′ 17″ N, 122° 41′ 30″ WKoordinaten: 45° 31′ 17″ N, 122° 41′ 30″ W
Eigentümer Stadt Portland
Betreiber Peregrine Sports, LLC
Baubeginn 1925
Eröffnung 1926
Renovierungen 1956, 1982, 2001, 2011
Oberfläche Kunstrasen (Blue Sky Grass)
Kosten 502.000 US-Dollar (1926)
38,5 Mio. US-Dollar (2001)
31 Mio. US-Dollar (2010–2011)
Architekt A. E. Doyle
Morris H. Whitehouse
Architekturbüro Ellerbe Becket (2011)[1]
Kapazität 21.144 Plätze
Spielfläche 101 × 64 m
Verein(e)
Veranstaltungen

Der Providence Park ist ein Mehrzweckstadion in der US-amerikanischen Stadt Portland im Bundesstaat Oregon. Es wurde 1926 unter dem Namen Multnomah Stadium eröffnet und 1956, 1982, 2001 renoviert. Von 2010 bis 2011 wurde das Stadion von einem Baseballfeld in ein Fußball- und American-Football-Stadion umgebaut. So werden auch weiterhin die Spiele der Portland State Vikings dort stattfinden. Das Stadion bietet zurzeit 21.144 Sitzplätze für die Zuschauer.[2] Das gegenwärtige Namensrecht sicherte sich 2014 das Unternehmen Providence Health & Services, eine katholische Non-Profit-Missionsgesellschaft, die unter anderem mehrere Krankenhäuser unterhält.[3]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion liegt zwischen der Southwest Morrison Street, der Southwest 18th Avenue, dem Athletic Club Gebäude und der Southwest Salmon Street und Southwest 20th Avenue.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Interstate 405 verläuft in der Nähe des Stadions und wird deswegen vor Ort auch Stadium Freeway genannt. Gegenüber von dem Providence Park befindet sich eine sogenannte MAX Light Rail Station, welches eine Station für Straßenbahnen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion wurde 1925/1926 im Auftrag des renommierten Multnomah Athletic Clubs errichtet. Bereits seit 1893 gab es auf diesem Grundstück diverse Sportplätze.[4] Bekannt wurde es damals vor allem für die dort veranstaltenden Windhundrennen während der Great Depression (Große Depression). In den 1950er Jahren zogen die Portland Beavers in das Stadion ein. Vorher spielte die Baseball-Mannschaft im Vaughn Street Park, dieser wurde aber geschlossen.

In den 1960er Jahren nutzen auch die College-Mannschaften der University of Oregon und der Oregon State University das Stadion als Wettkampfstätte. Die Mannschaften trugen dort die Spiele aus, die aufgrund des Zuschauerandrangs nicht auf deren Universitätsgeländen stattfinden konnten. Zu dieser Zeit lag das Fassungsvermögen des Multnomah Stadium bei 35.000 Zuschauern, das zu dieser Zeit größte Football-Stadion in Oregon.

Am 2. September 1957 gab Elvis Presley im Multnomah Stadium eines seiner ersten Open-Air-Konzerte. Über 14.000 Zuschauer verfolgten das von Massenhysterie begleitete Konzert.[5][6]

Von 1973 bis 1977 spielte die Baseball-Mannschaft Portland Mavericks in dem Stadion und von 1995 bis 2000 die Portland Rockies. 1972 bis 1982 trugen die Portland Timbers ihre North American Soccer League-Spiele in dem Stadion aus. Auch American Football wurde hier gespielt. Das Stadion war Spielstätte der Portland Breakers aus der USFL und von Portland Storm, welche von 1973 bis 1975 in der World Football League spielten.

1977 war das mittlerweile in Civic Stadium unbenannte Stadion Schauplatz des Soccer Bowl der NASL Saison 1977. Hier traf New York Cosmos auf die Seattle Sounders. Dieses Spiel war gleichzeitig das letzte Spiel das Pelé für Cosmos absolvierte.

Seit 2011 ist der Providence Park Schauplatz der Heimspiele des Major League Soccer-Franchises der Portland Timbers.

Modernisierung und Umbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Providence Park wurde 2001 renoviert. Der Umbau kostete 38,5 Millionen US-Dollar und beinhaltete neue V.I.P.-Räume und eine modernisierung der Sitzplätze. Auch die Beschallungsanlage wurde auf den neuesten Stand gebracht. Es wurde aus nostalgischen Gründen eine alte Baseball-Anzeigetafel angebracht.

Ab 2011 stellt Portland ein eigenes Major League Soccer Team. Aus diesem Grund genehmigte die Stadt am 31. Juli 2009 weitere 31 Millionen US-Dollar um das Stadion weiter zu modernisieren und die Fassungskapazität zu steigern. Der Providence Park soll ab diesem Zeitpunkt hauptsächlich für Fußball- und American Football-Spiele genutzt werden. Die Bauarbeiten begannen im September 2010 und wurden bis zum Saisonstart 2011 abgeschlossen.[7] Am 14. April 2011 trugen die Timbers ihr erstes Heimspiel dort aus.

Ausbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Portland Timbers planen den Ausbau des Providence Park, aufgrund der großen Nachfrage nach Eintrittskarten. Mehr als 13.000 Interessenten stehen auf der Liste für eine Dauerkarte. Momentan wird die Machbarkeit des Projekts geprüft. Bereits Anfang 2016 plante man eine Erweiterung um 2.000 Plätze, verwarf den Plan aber wieder und konzentrierte sich auf den neuen Plan. Die Spielstätte mit derzeit 21.144 Plätzen soll um 3.500 Sitzplätze erweitert werden, um wenigstens einem Teil der Kartennachfrage nachzukommen. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, denn die Timbers benötigen die Zustimmung der Stadt. Die Bauarbeiten könnten frühestens nach der Saison 2018 beginnen.[8]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Genutzt wird das Stadion zurzeit für Fußball- und American-Football-Partien. Bis 6. September 2010 spielten dort die Portland Beavers (Minor League Baseball). Die Portland Timbers, zuletzt in der USSF Division 2 Professional League spielend, trugen dort ihre Heimspiele aus. Die Footballmannschaften der Portland State University und der Central Catholic High School sind auch im Providence Park beheimatet.

Seit 2011 ist der Providence Park Heimstätte des MLS-Franchises Portland Timbers.

Der Providence Park war auch Austragungsort während der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 1999 und 2003. 2003 fanden dort beide Halbfinalspiele statt.

Am 15. Juli 2009 fand dort auch der Austragungsort des Triple-A All-Star Game, welches alljährlich zwischen den beiden Minor-Baseball Triple A Ligen International League und Pacific Coast League stattfindet. 16.657 Zuschauer sahen das Spiel, welches seit 1991 die höchste Zuschaueranzahl bedeutete.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Providence Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel bei Portland Architecture (englisch)
  2. stadiumguide.com: Daten zum Stadion - Kapazität (englisch)
  3. Portland Timbers to rename their stadium Providence Park. The Oregonian. 10. Februar 2014. Abgerufen am 18. April 2014.
  4. providenceparkpdx.com: Stadiongeschichte (englisch)
  5. elvispresleymusic.com.au: Elvis Presley im Multnomah Stadium (englisch)
  6. scottymoore.net: Geschichte des Multnomah Stadium (englisch)
  7. youtube.com: Zeitraffer-Video über den ersten Monat des Baus (englisch)
  8. oregonlive.com: Portland Timbers examining new stadium expansion plan that could add 3,500 seats Artikel vom 2. August 2016 (englisch)