Provinz Azuay

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Provinz Azuay
Provincia del Azuay
Flagge
Bandera Provincia Azuay.svg
Lage in Ecuador
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Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt Cuenca
Bevölkerung 712.127 (2010 [1])
- Anteil an Ecuador 5,0 %
- Rang in Ecuador 5 von 22
- Dichte 86 Einwohner je km²
Fläche 8.309,58 km²
- Anteil an Ecuador 3,0 %
- Rang in Ecuador 13 von 22
Kfz-Kennzeichen A
Eingerichtet 1824
Präfekt Paúl Carrasco (Participa, Democracia Radical)
Gouverneur Xavier Maurico Enderica
Sitze im
Nationalkongress
5 von 100
Gliederung 15 Kantone
ISO 3166-2 EC-A
www.azuay.gov.ec (Memento vom 5. Juli 2008 im Internet Archive)

Azuay (span. Provincia del Azuay) ist eine Provinz in Ecuador. Sie liegt im südlichen Andenhochland (Sierra) des Landes, ist 8.310 km² groß und hat etwa 712.000 Einwohner. In der Provinz Azuay liegen Berge von bis zu 4.500 Metern Höhe. Die Hauptstadt ist Cuenca.

Lage und Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergsee im Cajas-Nationalpark

Azuay liegt im südlichen Teil der ecuadorianischen Andenregion, die Sierra genannt wird. Es grenzt im Norden an die Provinz Cañar, im Osten an die Provinz Morona Santiago, im Süden an die Provinzen Zamora Chinchipe und Loja und im Westen an El Oro und Guayas. In Nord-Süd-Richtung verläuft die Panamericana durch die Provinz. Wichtige Flüsse sind der Tomebamba, der Tarqui und der Paute. An letzterem befindet sich das größte Wasserkraftwerk des Landes, die Amaluza-Talsperre (auch "Talsperre Daniel Palacios" genannt).

Der Nationalpark Cajas mit Bergen von bis zu 4.500 m Höhe liegt in der Provinz Azuay.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präfekt der Provinz ist seit 2005 Paúl Carrasco, der zunächst der sozialdemokratischen Partei Izquierda Democrática angehörte und 2007 seine eigene Bürgerbewegung Movimiento Encuentro Democrático gründete, die 2012 in Participa, Democracia Radical umbenannt wurde. Diese Bewegung stellt seit den Regionalwahlen auch allein oder in Wahlbündnissen die Bürgermeister von fünf der 15 Kantonshauptstädte der Provinz, darunter die Hauptstadt Cuenca. Die ecuadorianische Regierungspartei Alianza PAÍS stellt weitere fünf Bürgermeister.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gesetz über die territoriale Aufteilung (span. Ley de División Territorial) Großkolumbiens vom 25. Juni 1824 entstand auf älteren Grundlagen das Departamento del Azuay mit Hauptstadt in Cuenca, das drei Provinzen umfasste: Azuay mit Hauptstadt Cuenca, Loja mit Hauptstadt Loja und Jaén de Bracamoros und Mainas (Amazonasprovinzen) mit Hauptstadt Jaén. Dies entspricht in etwa dem Gebiet der heutigen Provinzen Cañar, Loja, El Oro, Morona Santiago und Zamora Chinchipe sowie dem Großteil des 1904 und nach dem Peruanisch-Ecuadorianischen Krieg im Protokoll von Río de Janeiro 1942 an Peru verlorenen östlichen Staatsgebiets.

Aus der Provinz Cuenca selbst wurde 1880 die Provinz Cañar ausgegliedert.

Der Name Azuay stammt aus der Sprache der Cañari, deren Siedlungsschwerpunkt die Region um Cuenca bildete.

Kantone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz ist derzeit in 15 Kantone unterteilt. Diese sind (in der Reihenfolge ihrer Einrichtung):

  1. Cuenca (eingerichtet 1824, Hauptstadt: Cuenca)
  2. Gualaceo (eingerichtet 1824; Hauptstadt: Gualaceo)
  3. Paute (eingerichtet 1860, Hauptstadt: Paute)
  4. Sígsig (eingerichtet 1864, Hauptstadt: Sígsig)
  5. Girón (eingerichtet 1884, Hauptstadt Girón; der Kanton Girón wurde bereits 1824 erstmals und Anfang der 1850er Jahre wieder eingerichtet, 1854 jedoch wieder aufgelöst)
  6. Santa Isabel (eingerichtet 1945, Hauptstadt: Santa Isabel)
  7. San Fernando (eingerichtet 1986, Hauptstadt: San Fernando)
  8. Nabón (eingerichtet 1987, Hauptstadt: Nabón)
  9. Pucará (eingerichtet 1988, Hauptstadt: Pucará)
  10. Oña (eingerichtet 1991, Hauptstadt: Oña)
  11. Chordeleg (eingerichtet 1992, Hauptstadt: Chordeleg)
  12. El Pan (eingerichtet 1992, Hauptstadt: El Pan)
  13. Sevilla de Oro (eingerichtet 1992, Hauptstadt: Sevilla de Oro; wahrscheinlich benannt nach der 1599 zerstörten spanischen Siedlung Sevilla de Oro)
  14. Guachapala (eingerichtet 1996, Hauptstadt: Guachapala)
  15. Ponce Enríquez (eingerichtet: 2002, Hauptstadt: Ponce Enríquez; Camilo Ponce Enríquez (1912–1976) war von 1956 bis 1960 Staatspräsident Ecuadors)

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. INEC, Población total y tasa brutas de natalidad, mortalidad general, mortalidad infantil y materna según regiones y provincias de residencia habitual, año 2010 (Memento vom 8. Juni 2006 im Internet Archive), abgerufen am 13. Oktober 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 3° S, 79° W