Psychonautik

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Psychonaut ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für das Computerspiel siehe Psychonauts.

Die Psychonautik ist das Erforschen der eigenen Psyche und des Unbewussten als Hilfswissenschaft der "Nebenseelenkunde", meist mit Hilfe von bewusstseinserweiternden Techniken wie Meditation, Yoga oder psychotropen Substanzen. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus dem griechischen psychḗ und dem Begriff der Seefahrt, nautike, Aeronautik analog zu Astronautik. So wie Astronauten sich im Weltraum bewegen, operieren Psychonauten in der eigenen Psyche oder im neuronal vernetzten Gehirn. Der Begriff Psychonautik scheint in den späten 1970er oder frühen 1980er Jahren von den Medien popularisiert worden zu sein, wurde aber wirklich von Teilen der alternativen und esoterischen Subkultur aufgegriffen, insbesondere in der Chaosmagie oder Psychoarchitektur. Der Begriff geht ursprünglich offenbar auf den Schriftsteller Ernst Jünger („Annäherungen“) zurück. Bekannte Psychonauten sind z. B. John C. Lilly, Albert Hofmann, Andrew Weil und Timothy Leary. Lange vor den Hippies beschäftigte sich in den 1920er Jahren Kurt Beringer mit Drogen und Bewusstseinserweiterung; er wurde von Werner Pieper als ein Pionier der Psychonautik bezeichnet.

Bezüglich eines LSD-Erfahrungsberichtes von Rudolf Gelpke mit dem Titel „Fahrten in den Weltraum der Seele“ merkt Albert Hofmann in seinem Buch „LSD, mein Sorgenkind“ an:

„Der Ausdruck [Anm.: gemeint ist der Titel des Berichts] ist gut gewählt, weil der Innenraum der Seele genauso unendlich und geheimnisvoll ist wie der äußere Weltraum und weil die Kosmonauten des äußeren wie des inneren Weltraums nicht dort verbleiben können, sondern auf die Erde, ins Alltagsbewußtsein zurückkehren müssen. Auch verlangen beide Fahrten eine gute Vorbereitung, damit sie mit einem Mindestmaß an Gefahr durchgeführt werden können und zu wirklich bereichernden Unternehmen werden.“

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]