Psychoterror

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für das Album der Wiener Punkrockband Drahdiwaberl siehe Psychoterror (Album).
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Unter Psychoterror (Kunstwort, abgeleitet von griechisch ψυχη (psyche) - „Seele“ und lateinisch terrere - „in Schrecken versetzen“) versteht man andauernde und sich wiederholende zielgerichtete Angriffe, Provokationen, Belästigungen und Nötigungen zum Zweck der Verunsicherung oder Schädigung der seelischen beziehungsweise geistigen Gesundheit des Opfers. Dabei umfasst Psychoterror ein weites Spektrum von Handlungen angefangen von subtilen Bemerkungen, belästigenden Scherzen über Beschimpfungen, Erniedrigungen, Verleumdungen, Diffamierungen oder Diskriminierungen, Verfolgungen, Nötigungen, Erpressungen bis zu Gewalt- und Todesandrohungen.

Gesellschaftliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Psychoterror ist besonders stark verbreitet in streng hierarchischen Gesellschaften, kommt aber auch in fast allen Gesellschaften vor: in sozialen Gruppen als so genanntes Mobbing am Arbeitsplatz und in der Schule, als so genanntes Stalking in Familien und im Freundes- oder Bekanntenkreis sowie als Diskriminierung oder so genanntes Dissen zwischen sozialen, kulturellen oder politischen Gruppen ohne eine direkte persönliche Bindung zwischen Opfer und Täter.

Der Täter ist eine Machtperson, die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen möchte und durch das verbale Attackieren des Opfers ein Macht- bzw. Überlegenheitsgefühl verspürt. Nicht selten kommt es vor, dass er andere Menschen dazu anstachelt, bei diesen von Intrigen und Schikanen gefärbten "Spielen" mitzumachen. Darüber hinaus kann er bei entsprechender Kenntnis mögliche vorhandene Schwachstellen des Opfers ausnutzen. Oft steht dabei mindestens eine psychische Störung des Täters hinter seiner Handlung und er kann häufig nicht nachempfinden, was das Opfer dabei fühlt (Mangel an Empathie).

Je nach Art und Weise des Psychoterrors, der zum Teil indirekt und hinterhältig ist, braucht das Opfer eine gewisse Zeit, um zu begreifen, in was für eine Situation es geraten ist. Wenn das Opfer die Situation als solche erkennt, reagiert es oft unangemessen, zum Beispiel aggressiv oder ängstlich, wodurch die Konfliktsituation verstärkt beziehungsweise begünstigt wird und sich eine entsprechende Rangfolge über die psychologische Dominanz beziehungsweise Unterwürfigkeit verfestigt.

Psychologische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der Tatsache, dass Psychoterror auf eine Schädigung der seelischen und geistigen Gesundheit des Opfers abzielt, entwickelt sich bei den Betroffenen oft eine Neurose oder Psychose.

Psychoterror führt entsprechend bei dem Opfer regelmäßig zu einem Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit sowie zu psychischer Belastung, welche entsprechend Ängste (überwiegend soziale Phobien), Depressionen, soziale Isolation und Verfolgungswahn auslöst, die in der weiteren Entwicklung oft zu langanhaltenden oder bleibenden Persönlichkeitsstörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen führen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Psychoterror – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!