Ptolemaios V.

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Namen von Ptolemaios V.
Tetradrachm Ptolemy V.jpg
Silbertetradrachmon mit Ptolemaios V. Epiphanes, Britisches Museum
Eigenname
Hiero Ca1.svg
p
t
wA l
M
i i s
Hiero Ca2.svg
Ptolemaios
Ptolmys
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Q3
X1
V4 E23
Aa15
M17 M17 S29 S34 D&t&tA Q3
X1
V28 U6
Hiero Ca2.svg
Ptolemaios anch dschet meri Ptah
Ptolmys ˁnḫ ḏt mrj Ptḥ
Ptolemäus, der ewig lebt, geliebt von Ptah

Ptolemaios V. Epiphanes Eucharistos (altgriechisch Πτολεμαῖος E' ὁ Ἐπιφανής ὁ Eὐχαριστóς‚ „der Gott, der aufgegangen/erschienen ist, dessen Güte schön ist“; * 6. Oktober 210 v. Chr.; † 180 v. Chr.), Sohn Ptolemaios’ IV., war von 205 bis 180 v. Chr. Pharao von Ägypten bzw. Basileus des Ptolemäerreiches. Er war der 5. Herrscher der Dynastie der Ptolemäer, die in der griechisch-römischen Zeit Ägypten beherrschten. Der berühmte dreisprachige Stein von Rosetta, der die Entzifferung der Hieroglyphen ermöglichte, stammt aus seiner Regierungszeit. Unter ihm begann der schleichende Niedergang seiner Dynastie, insbesondere aufgrund innerer Machtkämpfe.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ptolemaios V. war der Sohn des Ptolemaios IV. sowie dessen Schwester und Gemahlin Arsinoë. Nach dem Tod des Vaters im Sommer 205 v. Chr. und der Ermordung der Witwe wurde Ptolemaios V. mit fünf Jahren Pharao.

Nach dem Tod Ptolemaios' IV. stand dessen Reich bis 197 v. Chr. unter mehreren Vormundschaftsregierungen. Zunächst übernahmen die Hofbeamten Agathokles und Sosibios vermutlich mit Hilfe eines gefälschten Testamentes die Vormundschaft über den Minderjährigen. Nach deren Sturz 204 v. Chr. durch eine Revolte machten sich deren Anführer Tlepolemos und der eben gestürzte Sosibios zu Vormündern. Bald schon entledigte sich Tlepolemos des Sosibios', bis er 202 v. Chr. durch Aristomenes entmachtet wurde.

Zu dieser Zeit verlor das Ptolemäerreich die Besitzungen in Syrien an den seleukidischen König Antiochos III. und im Fünften Syrischen Krieg Stützpunkte in Kleinasien an Philipp V. von Makedonien. Nach dem Friedensschluss mit Antiochos III. im Jahr 197 v. Chr. wurde beschlossen, dessen Tochter Kleopatra mit Ptolemaios zu vermählen.

Regentschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst am 17. Tag des zweiten Monats der Jahreszeit Achet (23. November/3. Dezember)[1] im Jahr 197 v. Chr. war Ptolemaios V. offiziell gekrönt worden. Er blieb aber latent unter der Aufsicht des Aristomenes, der 192 von Polykrates entmachtet wurde. Kurze Zeit nach seiner Krönung wurde im Jahr 196 v. Chr. am 18. Tag des zweiten Monats der Jahreszeit Peret (23. März/3. April)[1] das Dekret von Memphis verfasst, das uns auf dem Stein von Rosetta überliefert ist.[2]

Ptolemaios V. wurde 194/193 mit Kleopatra I. vermählt. Unter ihm kehrte 184 v. Chr. (oder 186 v. Chr?) Oberägypten zum Reich zurück. Ptolemaios verwendet zusätzlich den Beinamen „Eucharistos“ (ὁ Eὐχαριστóς = der Dankbare).

Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeblich weil er danach strebte, gegen die Seleukiden einen durch die Oberschicht Ägyptens zu finanzierenden Krieg um Syrien zu führen, soll er auf deren Betreiben von Höflingen vergiftet worden sein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ellen Doetsch-Amberger: Ein Siegel Ptolemaios’ V. In: Göttinger Miszellen. Band 142, 1994, S. 67–68.
  • Marco FrenschkowskiPtolemaios V. Epiphanes. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 7, Bautz, Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4, Sp. 1035–1036.
  • Günther Hölbl: Geschichte des Ptolemäerreiches: Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Stuttgart 1994, ISBN 3-534-17675-8.
  • Eddy Lanciers : Die Ägyptischen Tempelbauten zur Zeit des Ptolemaios V. Epiphanes (204-180 v.Chr.)/1. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. Band 42, 1986, S. 81–98.
  • Eddy Lanciers : Die ägyptischen Tempelbauten zur Zeit des Ptolemaios V. Epiphanes (204-180 v.Chr.)/2. In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo. Band 43, 1987, ISBN 3-8053-0537-0, S. 173–182.
  • Martina Minas: Die hieroglyphischen Ahnenreihen der ptolemäischen Könige. Ein Vergleich mit den Titeln der eponymen Priester in den demotischen und griechischen Papyri (= Aegyptiaca Treverensia. Bd. 9). Philipp von Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2619-X.
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3, S. 214–216.
  • Wilhelm Spiegelberg: Der demotische Text der Priesterdekrete von Kanopus und Memphis (Rosettana) mit den hieroglyphischen und griechischen Fassungen und deutscher Übersetzung nebst demotischem Glossar. Winters, Heidelberg 1922.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ptolemaios V. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aus den Aufzeichnungen geht nicht hervor, ob nach dem Kalender des Ptolemaios III. (gemäß Kanopus-Dekret) oder nach dem alten ägyptischen Kalender datiert wurde. Das erstgenannte Datum repräsentiert den alten Kalender, während mit dem zweitgenannten Datum der Ptolemaios III.-Kalender gemeint ist.
  2. Wilhelm Spiegelberg: Der demotische Text der Priesterdekrete von Kanopus und Memphis (Rosettana) mit den hieroglyphischen und griechischen Fassungen und deutscher Übersetzung nebst demotischem Glossar. Heidelberg 1922.
Vorgänger Amt Nachfolger
Ptolemaios IV. König von Ägypten
205 bis 180 v. Chr.
Ptolemaios VI.