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Pułtusk

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Pułtusk
Wappen von Pułtusk
Pułtusk (Polen)
Pułtusk (Polen)
Pułtusk
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Pułtusk
Gmina: Pułtusk
Fläche: 22,83 km²
Geographische Lage: 52° 42′ N, 21° 5′ OKoordinaten: 52° 42′ 0″ N, 21° 5′ 0″ O

Höhe: 80 m n.p.m.
Einwohner: 19.064 (1. Januar 2024)
Postleitzahl: 06-100
Telefonvorwahl: (+48) 23
Kfz-Kennzeichen: WPU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: WarschauBiałystok
Nächster int. Flughafen: Warschau

Pułtusk (deutsch Pultusk, älter auch Poltow[1], 1941–1945 Ostenburg) ist eine Stadt im Powiat Pułtuski der Woiwodschaft Masowien in Polen. Sie hat etwa 19.400 Einwohner und ist Sitz des Powiat sowie der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit 24.130 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024).

Die Stadt liegt 56 km nördlich von Warschau am Zusammenfluss von Narew und Rozoga.

Rathaus mit angrenzendem Museumsturm
Gothischer Rathausturm
Gondelfahrt, Pułtusk wird auch als Venedig Masowiens bezeichnet

Pułtusk war Schauplatz zweier großer Schlachten, während des Großen Nordischen Krieges 1703 (Erste Schlacht bei Pultusk) und während der Napoleonischen Kriege 1806 (Zweite Schlacht bei Pultusk). Bekannt wurde die Stadt auch durch einen großen Meteoritenschauer, der dort am 30. Januar 1868 niederging. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten 6000 Juden in der Stadt, das war ungefähr die Hälfte der Bevölkerung, von denen ein Großteil 1939 in die Sowjetunion floh. Pułtusk wurde von den Deutschen annektiert und dem Regierungsbezirk Zichenau zugeschlagen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt zu 85 Prozent zerstört.

Von 1950 bis 2001 hatte Pułtusk mit der Schmalspurbahn Nasielsk–Pułtusk einen Eisenbahnanschluss.

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Pułtusk gehören die Stadt selbst und 24 Dörfer mit Schulzenämtern.

Wappen der fünf Partnerstädte von Pułtusk im Ratssaal der Stadt, 2018

Ferner ist Pułtusk Gründungsmitglied des Bundes der europäischen Napoleonstädte.

Sehenswürdigkeiten

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  • Marktplatz, mit 600 Metern der längste in ganz Europa
  • Gotische Stiftskirche Mariä Verkündigung aus dem 15. Jahrhundert, im 16. Jahrhundert im Renaissancestil umgebaut
  • Ehemaliges Bischofsschloss (14.–16. Jahrhundert), heute Haus der Polonia
  • St. Maria-Magdalena-Kapelle (16.–18. Jahrhundert)
  • Rathaus mit Turm aus dem 16. Jahrhundert

Persönlichkeiten

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  • Pultusk, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 623
Commons: Pułtusk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Website der Stadt
  • Historische Ansicht von 1729: Situs Oppidi et Arcis Poltowsko In Cuius Vicinia Exercitus Suedicus ductu - - Com. Gustaui Ott. Steenbockij - - flumen Narew traiecit. d. 27. Maij 1657. (Digitalisat)

Einzelnachweise

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  1. https://biblio.unibe.ch/web-apps/maps/zoomify.php?pic=Ryh_6102_1_A.jpg&col=ryh