Public Enemy No. 1 – Todestrieb

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Filmdaten
Deutscher TitelPublic Enemy No. 1 – Todestrieb
OriginaltitelL’Ennemi public n° 1
ProduktionslandFrankreich,
Kanada,
Italien
OriginalspracheFranzösisch,
Englisch
Erscheinungsjahr2008
Länge128 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
Stab
RegieJean-François Richet
DrehbuchAbdel Raouf Dafri,
Jean-François Richet
ProduktionThomas Langmann
MusikMarco Beltrami,
Marcus Trumpp
KameraRobert Gantz
SchnittHervé Schneid
Besetzung
Synchronisation

Public Enemy No. 1 – Todestrieb ist ein französischer Film von Regisseur Jean-François Richet aus dem Jahr 2008 mit Vincent Cassel und Mathieu Amalric. Der Film ist die Fortsetzung von Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt und kam am 21. Mai 2009 in die deutschen Kinos.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film setzt an, wo der erste Teil Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt aufgehört hat, und schildert Jacques Mesrines Leben zwischen 1973 und 1979. Zurück in Frankreich überfällt Mesrine Banken. Von Kommissar Broussard festgenommen, gelingt ihm die Flucht aus dem Gerichtssaal. Er genießt nun einen Ruf als Staatsfeind in Kanada und Frankreich. Als die Polizei ihn in einem Apartment aufstöbert, lässt er sich widerstandslos festnehmen. Im Gefängnis fordert er eine Schreibmaschine und verfasst damit seine Biografie, die dann auch veröffentlicht wird. In seinem Zellennachbarn François Besse findet er einen Komplizen für seinen Ausbruch. Nicht nur die Wärter, sondern auch Mesrines Anwältin ist käuflich. Sie schmuggelt zwei Waffen ins Gefängnis, die Mesrine und François zur Freiheit verhelfen. Bargeld besorgen sie sich in einer Bank; Banküberfälle sind Mesrines Metier. François wird während der weiteren Flucht angeschossen. Mit der Verletzung kommt er nur mühsam voran in freiem Gelände. Einen Teil der Beute verliert Mesrine in einem Fluss, den beide überqueren. François ist verärgert über Mesrines leichtfertigen Umgang mit der Situation und dem Geld. Erste Spannungen zwischen François und Mesrine werden spürbar.

Sie lassen sich in einer Kleinstadt nieder, wo Mesrine die Prostituierte Sylvia Jeanjacquot kennenlernt. Eine enge Verbindung entsteht zwischen den beiden. Mesrine gibt einer Journalistin ein Interview, in dem er sich als selbstgerechten Revolutionär inszeniert. François’ Intentionen sind jedoch gänzlich andere. Ihre Wege trennen sich.

Um neues Bargeld heranzuschaffen, entführt Mesrine mithilfe eines neuen Komplizen den millionenschweren Unternehmer Lelièvre. Geisel und Geiselnehmer einigen sich auf 6 Millionen Francs Lösegeld. Lelièvre wird gut behandelt und fühlt sich sichtlich wohl in der Obhut des Entführers.

Mesrine und Sylvia lassen sich danach in Paris nieder. Dort trifft Mesrine seinen früheren Weggefährten Charlie Bauer. In ihm findet er einen Gleichgesinnten; auch er würde am liebsten die Gefangenen aus dem Hochsicherheitsgefängnis befreien. Beide kennen das Leben hinter solchen Mauern.

Als nächstes nimmt Mesrine Rache an dem Journalisten und vermeintlichen Polizeispitzel Jacques Dallier, der Mesrine in seinem „Käseblatt“ als unehrenhaften Gangster betitelt. Diese öffentliche Diffamierung reizt ihn bis aufs Blut. Er schlägt Dallier in einer Felsenhöhle brutal zusammen und verpasst ihm drei finale Kopfschüsse, die Dallier erstaunlicherweise überlebt, wie er und Charlie im Nachhinein erfahren. Nun wenden sich auch Mesrines Sympathisanten von ihm ab. Selbst Charlie übt Kritik. Mesrine hat es auf die Spitze getrieben. Die Polizei hat seinen Aufenthaltsort ausfindig gemacht. Mesrine will sich mit Sylvia gerade auf den Weg machen, um ein neues Leben in einer anderen Stadt zu beginnen, als er im Kugelhagel der Polizei sein Ende findet.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Vincent Cassel brilliert erneut in der Rolle des charismatischen Gangsters, neu hinzu kommen Bond-Bösewicht Mathieu Amalric als Ausbrecherkönig François Besse, die Swimming Pool-Schöne Ludivine Sagnier als Mesrines Geliebte Sylvie und Gérard Lanvin als linksradikaler Politaktivist, der Mesrine Anarcho-Flausen in den Kopf setzt. Public Enemy No. 1: für Fans knochenharter Gangsterfilme ein Muss. Fazit: Elektrisierende Gangstersaga über den berühmtesten Verbrecher Frankreichs, die Biopic-Elemente mit Motiven des Actionkinos mischt. Schnell, brutal und hart.“

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rollenname Schauspieler Deutsche Synchronstimme
Jacques Mesrine Vincent Cassel David Nathan
Sylvia Ludivine Sagnier Anne Helm
Broussard Oliver Gourmet Peter Reinhard
Richter Alain Doutey Klaus Sonnenschein
Ardouin Samuel le Bihan Stephan Hoffmann

Deutsches Dialogbuch und Dialogregie: Stephan Hoffmann

Deutscher Verleih: Senator Entertainment Filmverleih GmbH

Synchronproduktion: Christa Kistner Synchronproduktion GmbH

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Tokyo International Film Festival wurde Vincent Cassel in der Kategorie Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Außerdem erhielt der Film beim César 2009 drei Auszeichnungen in den Kategorien Bester Hauptdarsteller, Bester Ton und Beste Regie. In den Kategorien Beste Filmmusik, Bester Film, Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Kamera, Bestes Szenenbild und Bester Schnitt blieb es bei Nominierungen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Public Enemy No. 1 – Todestrieb. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2009 (PDF; Prüf­nummer: 117 404 V).
  2. Cinema.de: Filmkritik