Puls pro Sekunde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Puls pro Sekunde (PPS, oder 1PPS) (im Englischen auch Pulse per Second) ist ein elektrisches Signal, das weniger als eine Sekunde andauert, eine scharf ansteigende oder abfallende Flanke besitzt, und das sich präzise einmal pro Sekunde wiederholt. PPS-Signale werden von Radio-Baken, Frequenznormalen oder anderen Arten von Präzisionsoszillatoren und einigen GPS-Receivern ausgegeben. Präzisionsuhren werden manchmal so hergestellt, dass diese ein PPS-Signal generieren und an eine Verarbeitungseinheit übergeben, wo das PPS-Signal an die UTC-Sekunde angeglichen wird und zu einem für das Display brauchbaren Format konvertiert wird. Atomuhren haben für gewöhnlich einen externen PPS-Ausgang, obwohl sie intern mit 9.192.631.770 Hz (siehe Definition einer Sekunde) arbeiten könnten.

Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PPS-Signale werden für präzise Zeitmessung angewendet. Eine zunehmend verbreitete Anwendung ist die computergestützte Zeiterfassung, mit Berücksichtigung des Network Time Protocols (NTP). Weil GPS als eine Stratum-0-Quelle angenommen wird, ist eine gewöhnliche Anwendung die Verbindung des PPS-Signals mit dem PC über eine Verbindung mit geringer Latenzzeit und geringem Jitter, die dem Programm ermöglicht, sich darüber zu synchronisieren. Dieses macht aus dem PC eine Stratum-1-Zeitquelle. Vermerkt sei, dass man – weil das PPS-Signal nicht die Zeit definiert, aber dafür den Start der Sekunde – die PPS-Funktion mit einer weiteren Zeitquelle kombinieren muss, die das volle Datum und die Zeit bereitstellt. Auf diesem Wege kann die Zeit sowohl akkurat als auch präzise festgestellt werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]