Pump (Album)

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Pump
Studioalbum von Aerosmith
Veröffentlichung 12. September 1989
Aufnahme Februar - Juni 1989
Label Geffen Records
Format CD, LP, MC
Genre Hard Rock, Blues Rock
Anzahl der Titel 10
Laufzeit 47:41

Besetzung

Produktion Bruce Fairbairn
Studio Little Mountain Sound Studios, Vancouver (Kanada)
Chronologie
Permanent Vacation
(1987)
Pump Get a Grip
(1993)

Pump (engl. für: „Aufpumpen“) ist das zehnte Studioalbum der US-amerikanischen Hard-Rock-Band Aerosmith. Es erschien im September 1989 bei Geffen Records. 2001 wurde es remastert wiederveröffentlicht. Vier Singles wurden ausgekoppelt, die bekanntesten sind Love in an Elevator und die Powerballade Janie’s Got a Gun, weiterhin erschienen What It Takes und The Other Side.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album war das zweite von drei Aerosmith-Alben, die in den Little-Mountain-Studios in Vancouver mit Bruce Fairbairn aufgenommen wurden. Es wurden bei einigen Songs Keyboards sowie Bläser (etwa bei The Other Side und Love in an Elevator) verwendet. Viele Stücke sind vom Blues beeinflusst, etwa Young Lust und Monkey on My Back.[1] Der Songtitel F.I.N.E. wird in dem Booklet als Fucked up, Insecure, Neurotic and Emotional (engl. für: „Beschissen, unsicher, neurotisch und emotional“) definiert. Diese Abkürzung findet sich auch in einer Strophe des Liedes What It Takes.

Wegen des Albumtitels kam es zu einem Rechtsstreit angestrengt durch eine Band namens Pump, die Klage wurde jedoch abgewiesen.[2] Wegen des Liedes The Other Side drohte das Songwriter-Team Holland–Dozier–Holland die Band zu verklagen, da es deren Song Standing in the Shadows of Love ähnele. In diesem Fall einigte man sich außergerichtlich.

Der Veröffentlichung von Pump folgte ab Oktober 1989 eine einjährige Tournee, die mehr als 150 Auftritte umfasste, von denen die meisten auf amerikanischen Boden stattfanden.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Young Lust (Steven Tyler, Joe Perry, Jim Vallance) – 4:18
  2. F.I.N.E. (Steven Tyler, Joe Perry, Desmond Child) – 4:09
  3. Love in an Elevator (Steven Tyler, Joe Perry) – 5:38
    3.1 Going Down – 0:17
    3.2 Love in an Elevator – 5:21
  4. Monkey on My Back (Steven Tyler, Joe Perry) – 3:57
  5. Janie’s Got a Gun (Steven Tyler, Tom Hamilton) – 5:38
    5.1 Water Song – 0:10
    5.2 Janie’s Got a Gun – 5:28
  6. The Other Side (Steven Tyler, Jim Vallance) – 4:56
    6.1 Dulcimer Stomp – 0:52
    6.2 The Other Side – 4:04
  7. My Girl (Steven Tyler, Joe Perry) – 3:10
  8. Don’t Get Mad, Get Even (Steven Tyler, Joe Perry) – 4:48
  9. Voodoo Medicine Man (Steven Tyler, Brad Whitford) – 4:39
    9.1 Hoodoo – 0:55
    9.2 Voodoo Medicine Man – 3:44
  10. What It Takes (Steven Tyler, Joe Perry, Desmond Child) – 6:28

Bonustrack der japanischen Version[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ain't Enough (Steven Tyler, Joe Perry) – 4:57

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album gehört zu den kommerziell erfolgreichsten Veröffentlichungen Aerosmiths. Es platzierte sich in Deutschland auf Platz 13, in den USA stand es auf Platz 5 und erreichte dort siebenfachen Platinstatus. In Australien platzierte es sich sogar bis heute als einziges Album der Gruppe auf der Spitzenposition. In Kanada kam Pump bis auf Platz 2 und erhielt ebenfalls 7 Mal Platin verliehen. Weltweit verkaufte sich das Album bis heute über 11 Millionen mal und ist damit nach Get a Grip, dem Nachfolger von 1993, das kommerziell erfolgreichste Studioalbum Aerosmiths.

Auch Fans und Kritiker nahmen das Album überwiegend positiv auf. Im Rock Hard etwa kam Thomas Kupfer zu folgendem Fazit: „Pump hält locker den Standard des Megasellers Permanent Vacation und zeigt die Band sogar noch weitaus differenzierter als zu Tagen dieses Comeback-Albums.“ Nicht ein einziges Stück sei als Ausfall zu werten, Love in an Elevator sei eine „potenzielle Hitsingle“.[3] Das Magazin setzte Pump im Jahr 2007 auf den 130. Platz seiner Bestenliste, die 500 Alben umfasste. Wolfgang Schäfer sah den Vorgänger Permanent Vacation „getoppt“. Mit „jede Menge authentischem Seventies-Flair“ seien die Songs in „eine kraftvoll und modern klingende Produktion“ eingebettet worden.[1] Stephen Thomas Erlewine von Allmusic schrieb, sei Permanent Vacation von den Pop-Zugeständnissen etwas übersättigt, schwelge Pump in jenen, ohne den „dreckigen Hard-Rock-Kern“ der Band aus den Augen zu verlieren. Die Platte sei aber kein „Sellout“. So sei etwa Janie’s Got a Gun komplexer als die meisten Songs der Band bisher.[4]

Videoveröffentlichungen zu Pump[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Things That Go Pump in the Night[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hierbei handelt es sich um eine 1990 veröffentlichte VHS, die die Musikvideos zu Love in an Elevator, Janie's Got a Gun und What It Takes sowie ein Video zur Entstehung des letztgenannten Liedes.

The Making of Pump[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1994 erschien dieser etwa 110-minütige Film über die Entstehung des Albums, welcher u. a. aus diversen Interviews, Backstage-Aufnahmen und diversem Videomaterial besteht. Bereits im Jahr 1998 wurde dieser Film erstmals auch als DVD veröffentlicht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock and Metal. Heel, Königswinter 2007, ISBN 3-89880-517-4, S. 169
  2. Richard Stim: Music Law: How to Run Your Band's Business, S. 208
  3. Thomas Kupfer: Rezension Pump auf rockhard.de
  4. Stephen Thomas Erlewine: Rezension Pump auf allmusic.de