Pumphose

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Anzeige von 1897 mit Radfahrerin in Hosen
Niederländische Männer- und Frauentrachten; Willem Pietersz. Buytewech, 1620

Die Pumphose ist eine weite, bis zum Knie reichende und dort mit Bändern geschlossene, lose herabfallende Hose aus Wollstoff. Sie folgte Anfang des 17. Jahrhunderts den kurzen, ausgestopften Hosen der bis dahin bestimmenden spanischen Mode.

Darüber hinaus werden heute auch ähnlich geschnittene, aber knöchellange Hosen, die auf Knöchelhöhe mit einem Bündchen, Gummizug oder Bändern geschlossen bzw. gebunden werden als Pumphosen bezeichnet. Jogginghosen weisen oft einen Pumphosenschnitt mit mäßiger Weite auf.

Zur spanischen Hoftracht gehörte die Heerpauke, außerhalb des Hofes trug man jedoch ausgestopfte Pumphosen, die allmählich auch in Deutschland die vielgeschmähten Pluderhosen verdrängten und schließlich ihre dicke Polsterung aufgaben. Die zu Pumphosen getragenen Strümpfe wurden unterhalb des Knies durch mit losen Schleifen verzierte Strumpfbänder gehalten.

Pumphosen blieben bis in die heutige Zeit Bestandteil von Volkstrachten und leben auch in der Kleidermode fort. So kamen zum Beispiel Ende des 19. Jahrhunderts weite Hosen mit Kniebund für die radfahrende Damenwelt auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erika Thiel: Geschichte des Kostüms. Henschel-Verlag, Berlin, 8. Auflage 2004, ISBN 3-89487-260-8, S. 212.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Pumphose – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen