Purder Bach

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Purder Bach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 2736812
Lage Bergische Hochflächen

Deutschland

Flusssystem Rhein
Abfluss über Große Dhünn → Dhünn → Wupper → Rhein → Nordsee
Quelle bei Westhofen
51° 8′ 16″ N, 7° 18′ 19″ O
Quellhöhe 332 m ü. NHN[2]
Mündung bei Niederhagen in die Große DhünnKoordinaten: 51° 5′ 45″ N, 7° 17′ 32″ O
51° 5′ 45″ N, 7° 17′ 32″ O
Mündungshöhe 197 m ü. NHN[2]
Höhenunterschied 135 m
Sohlgefälle 22 ‰
Länge 6,1 km[2]
Einzugsgebiet 9,382 km²[3]
Abfluss[4]
AEo: 9,382 km²
an der Mündung
MNQ
MQ
Mq
17,97 l/s
243,99 l/s
26 l/(s km²)

Der Purder Bach ist ein etwa sechs Kilometer langer, nördlicher und rechter Zufluss der Großen Dhünn, einem Nebenfluss der Wupper, im nordrhein-westfälischen Oberbergischen Kreis und Rheinisch-Bergischen Kreis.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Purder Bach hat seinen Namen von der Ortschaft Purd, an der er vorbeifließt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Purder Bach entspringt auf einer Höhe von 332 m ü. NHN bei Westhofen in der Stadt Hückeswagen.

Er fließt nach Süden durch das Naturschutzgebiet Purder Bachtal und Nebenbäche an den Ortschaften Großkatern und Purd vorbei. Unterhalb von Purd verlässt der Bach Hückeswagener Gebiet und bildet anschließend die Grenze zwischen Wermelskirchener und Wipperfürther Gebiet, ehe er auf einer Höhe von 197 m ü. NHN bei Niederhagen in die Große Dhünn mündet.

Der etwa 6,1 km lange Lauf des Purder Bachs endet ungefähr 135 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von 22 ‰.

Das ganze Tal ist Wasserschutzgebiet.

Einzugsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das etwa 9,38 km² große Einzugsgebiet des Purder Bachs liegt in der Dhünnhochfläche und wird durch ihn über die Große Dhünn, die Dhünn, die Wupper und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt

  • im Nordosten an das des Wupperzuflusses Brunsbach und das des Sohlbachs, der über den Berbecker Bach in die Wupper entwässert,
  • im Osten an das des Berbecker Bachs selbst,
  • im Südosten an das des Harthbachs, der in die Große Dhünn mündet,
  • im Südwesten an das des Haarbachs, ebenfalls ein Zufluss der Großen Dhünn,
  • im Westen an das der Kleinen Dhünn
  • und im Norden an das der Dörpe, die in die Wupper mündet.

Das Einzugsgebiet ist geprägt durch die Naturschutzgebiete. Es besteht überwiegend aus Wiesen- und Waldflächen.

Die höchste Erhebung ist die Westerhofer Höhe mit 357,2 m ü. NHN im Norden des Einzugsgebiets.

Geologisch wird das Einzugsgebiet von Ton-, Schluff- und Sandgesteine des Mitteldevon dominiert.[5]

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuflüsse des Purder Bachs[Z 1][Z 2][Z 3]
Stat.
in km
Name GKZ[Z 4] Lage Länge
in km
EZG
in km²
MQ
in l/s
Mündungs­höhe
in m ü. NHN
Quellhöhe
in m ü. NHN


005,20 Scheideweger Bach 2736812-112 rechts 000,7000   273,400000 303,100000
005,00 Bucher Siefen 2736812-114 rechts 000,2000   267,600000 303,800000
004,90 Herrensiefen 2736812-116 links0 000,3000   266,700000 291,600000
004,60 Bochensiefen 2736812-118 rechts 000,5000   259,000000 305,000000
003,40 Katernbach 2736812-12 rechts 001,0000 0000,6000 0014,7000 232,300000 309,600000
003,00 Mohlsbach 2736812-2 links0 002,6000 0002,8000 0071,5000 226,000000 311,700000
002,70 Oelchesberger Delle 2736812-32 rechts 000,3000   221,400000 260,900000
002,50 Burgerhofer Bach 2736812-34 links0 000,7000   218,800000 290,800000
002,30 Oelchesbergsiefen 2736812-352 rechts 000,1000   216,600000 244,500000
001,70 Purder Siefen 2736812-36 links0 000,5000   208,100000 264,700000
001,20 Wickesberger Bach 2736812-4 rechts 001,7000 0001,9000 0046,9000 202,800000 287,800000
001,10 Kohlensiefen 2736812-912 links0 000,3000   200,700000 251,400000
000,80 Friedenberger Bach 2736812-92 rechts 000,5000   198,400000 245,500000
000,30 Haßsiefen 2736812-94 rechts 000,5000   192,800000 236,100000

Anmerkungen zur Tabelle

  1. Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)
  2. FlussGebietsGeoinformationsSystem des Wupperverbandes
  3. Fachinformationssystem ELWAS, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW (Hinweise)
  4. Gewässerkennzahl, in Deutschland die amtliche Fließgewässerkennziffer mit zur besseren Lesbarkeit eingefügtem Trenner hinter dem Präfix, das einheitlich für den allen gemeinsamen Vorfluter Purder Bach steht.

Flusssystem Purder Bach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mühlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Purder Mühle () wurde zwischen 1836 und 1857 als Frucht- und Knochenmühle gegründet. Insgesamt gab es später eine Roggenmühle, eine Weizenmühle, eine Knochenmühle und eine Klauenmühle. Als letzte davon wurde Anfang der 1960er Jahre die Klauenmühle stillgelegt. Eine Turbine ist noch vorhanden.[6][7]

Etwa einem Kilometer weiter nördlich soll es zwischen 1600 und 1800 eine Walkmühle () am Bachlauf gegeben haben.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, Heinrich Müller-Miny: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 108/109 Düsseldorf/Erkelenz. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 7,1 MB)
  2. a b c FlussGebietsGeoinformationsSystem des Wupperverbandes
  3. Gewässerverzeichnis des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW 2010 (XLS; 4,67 MB)(Hinweise)
  4. Modellierte Abflusswerte nach dem Fachinformationssystem ELWAS, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW (Hinweise)
  5. Geologie im Einzugsgebiet des Purderbachs auf dem Fachinformationssystem ELWAS, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW (Hinweise)
  6. „Purder Mühle“ In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital
  7. „Purder Mühle“ auf der Karte von Preußen (1877)
  8. Walkmühle am Purderbach | Objektansicht. Abgerufen am 9. April 2020.