Puygiron

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Puygiron
Puegiron
Wappen von Puygiron
Puygiron (Frankreich)
Puygiron
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Drôme
Arrondissement Nyons
Kanton Dieulefit
Gemeindeverband Montélimar-Agglomération
Koordinaten 44° 33′ N, 4° 51′ OKoordinaten: 44° 33′ N, 4° 51′ O
Höhe 114–292 m
Fläche 6,68 km2
Einwohner 408 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 61 Einw./km2
Postleitzahl 26160
INSEE-Code

Landschaft bei Puygiron

Puygiron (okzitanisch: Puegiron) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 408 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Drôme in der südfranzösischen Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Puygiron liegt auf einer leichten Anhöhe oberhalb des Flüsschens Jabron im Westen des Départements Drôme, nahe der Grenze zum Département Ardèche in einer Höhe von ca. 170 m; die nächstgrößere Stadt, Montélimar, befindet sich ca. 10 km (Fahrtstrecke) westlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 101 407 323 192 347 410

Der Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückrückzuführen. Der Bevölkerungsanstieg der letzten Jahrzehnte steht dagegen im Zusammenhang mit der Nähe zur Stadt Montélimar und den auf dem Land deutlich niedrigeren Immobilienpreisen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner des Ortes lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Landwirtschaft (Feldbau und Viehzucht). Auch Wein wurde angebaut; der Ort besitzt auch heute noch das Recht zur Vermarktung seiner Weintrauben über die Appellationen Comtés Rhodaniens, Mediterranée und Drôme;[1] es gibt zwar noch Weinfelder in der Umgebung des Ortes, doch ist kein Winzer mehr im Ort ansässig. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Église St-Jean-Baptiste

Im Mittelalter entstand auf der Anhöhe eine Burg (château), um die sich in der Folgezeit der Ort gruppierte, der sich ursprünglich wahrscheinlich in der Nähe der Kapelle St-Bonnet befand.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die von Lavendelfeldern durchsetzte Hügellandschaft lädt zu Spaziergängen und Wanderungen ein.
  • Die beim Friedhof (cimetière) stehende romanische Kapelle St-Bonnet wird noch dem 12. Jahrhundert zugerechnet; spätere Umbauten veränderten ihr Aussehen. Die ornamentierten Giebelsteine des Ursprungsbaus sind noch in Teilen erhalten. Sie wurde im Jahr 1929 als Monument historique anerkannt.[2]
  • Die aus hellem Kalkstein erbaute Kirche St-Jean-Baptiste ist ein imposanter Bau des 19. Jahrhunderts im Stil der Neoromanik mit Querhaus und Vierungsoktogon. Die Fassade wird flankiert von zwei wehrhaft aussehenden Türmchen.
  • Von einer spätmittelalterlichen Burg sind im Wesentlichen nur noch vier Eckrundtürme erhalten. Der Wohntrakt (corps de logis) stammt aus der Spätrenaissance. Der Bau wurde im Jahr 1957 als Monument historique anerkannt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Puygiron – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Puygiron – Weinbau
  2. Chapelle de Saint-Bonnet, Puygiron in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Château, Puygiron in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)