Hanwha Q-Cells

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Hanwha Q CELLS
Logo Q CELLS PM.jpg
Rechtsform Co. Ltd
Gründung 2015
Sitz Seoul, Thalheim (Bitterfeld-Wolfen)
Leitung Seongwoo Nam (CEO), Jay Seo (CFO), Dong Kwan Kim (COO), Andy Park (VP)
Mitarbeiter 2.379 (2010)[1](Q-Cells SE)

1.350 (2014)[1] (Hanwha Q CELLS GmbH)

9.330 (2015)[2](Hanwha Q CELLS Co. Ltd.)

Branche Photovoltaik
Website www.hanwha-qcells.com
Q CELLS Thalheim (Bitterfeld-Wolfen)

Hanwha Q CELLS ist ein weltweit tätiger Photovoltaik-Anbieter mit Hauptsitz in Südkorea und Deutschland.[3] Das Unternehmen ist an der New Yorker Börse im NASDAQ gelistet (Börsenkürzel: HQCL).[4] Die Hanwha Q CELLS Co. Ltd. entstand im Februar 2015 aus der Fusion von Hanwha Q CELLS mit Hanwha SolarOne.[5] Mit diesem Schritt führte die südkoreanische Hanwha Gruppe ihre beiden Photovoltaikunternehmen zu einem Konzern zusammen. Zuvor war Hanwha Q CELLS im Oktober 2012 vorgestellt worden, nachdem die Hanwha Gruppe weite Teile der ehemaligen Q-Cells SE im Rahmen eines Asset-Deals erworben hatte.[6] Derzeit arbeiten nach Unternehmensangaben ca. 9.330 Mitarbeiter für Hanwha Q CELLS, davon rund 400 in Deutschland. Am Hauptsitz für Technologie & Qualität in Thalheim (Deutschland) verfügt das Unternehmen über eine Aufstellung aus Forschung und Entwicklung, Qualitätsmanagement sowie Marketing und Vertrieb. Zusätzlich ist das Unternehmen von seinem deutschen Standort in Berlin aus im Geschäft mit Solarkraftwerken aktiv. Hanwha Q CELLS plant seine Kapazität an den Fertigungsstätten in Malaysia, China und Südkorea bis zum Ende des Jahres 2015 auf jeweils 4.3 Gigawatt für Solarzellen und für Solarmodule auszubauen.[7] Die ehemalige Massenfertigung in Deutschland war zum März 2015 eingestellt worden.[8] Hanwha Q CELLS unterhält Vertriebsstandorte in mehreren Ländern in Asien, Australien, Europa und Nord- und Südamerika. Seine Photovoltaikprodukte vertreibt Hanwha Q CELLS unter den beiden Produktmarken Q CELLS und Hanwha Solar.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1999 gründeten Anton Milner, der inzwischen verstorbene Reiner Lemoine, Holger Feist sowie Paul Grunow in Berlin die Q-Cells mit dem Ziel, eine Solarzellenproduktion in Deutschland aufzubauen.[9] Lemoine und Grunow waren zuvor schon bei der Gründung der Solon AG, einem Solarmodulhersteller, beteiligt, Feist war dort beschäftigt. Im Juli 2001 nahm die erste Produktionslinie für polykristalline Solarzellen in Thalheim den Betrieb auf. Die erste funktionierende Solarzelle lief am 23. Juli 2001 vom Band.

Im Februar 2008 wurde dem Unternehmen das Siegel „Deutschlands bester Arbeitgeber 2008“ vom Great Place to Work Institute Deutschland in Kooperation mit dem Forschungsinstitut psychonomics AG, der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und dem Wirtschaftsmagazin Capital verliehen. Im April 2009 folgte die Auszeichnung mit dem European Business Award in der Kategorie „Business of the Year“. Mit diesem Preis werden Unternehmen geehrt, die außergewöhnliche Finanzergebnisse, starkes Wachstum und Marktführerschaft in ihrem Bereich mit innovativen Geschäftsstrategien verbinden.

Im Juni 2009 übernahm das Unternehmen die Solibro GmbH, die CIGS-Dünnschichtsolarzellen basierend auf Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid fertigte. Diese Module wurden bis zum Verkauf der Solibro im Jahr 2012 [10] unter der Produktkategorie Q.SMART vermarktet und erreichen mit einem Wirkungsgrad von 13,4 % den weltweit höchsten Wirkungsgrad für Dünnschichtmodule in Serienproduktion.[11]

Im März 2010 wurde Q-Cells für die Kommunikations-Kampagne „Sonne-Sonne-Sonne“ mit dem „Sustainable Energy Europe Award“ ausgezeichnet. Der Preis ging an die Kampagnenpartner Q-Cells, Sharp und MTV für das besondere Engagement im Bereich Energieeffizienz, umweltfreundlicher Transport und Förderung Erneuerbarer Energien.

Seit Juli 2011 war das Unternehmen Werbepartner von Borussia Dortmund. Die Partnerschaft war auf fünf Jahre angelegt und umfasste auch die Realisierung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Signal Iduna Parks. Zum Einsatz kamen die Q.SMART genannten Dünnschichtmodule von Q-Cells.[12]

Ebenfalls im Juli 2011 nahm das Unternehmen eine Fertigungslinie für kristalline Solarmodule am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen in Betrieb. Damit erweiterte Q-Cells den Standort zehn Jahre nach dem Start der Zellproduktion um eine Modulfertigung. Die Produktionskapazität wird mit 130 MWp angegeben und soll vor allem für die Produktlinie Q.PEAK zur Verfügung stehen.[13]

Kennzahlen[Bearbeiten]

Q-Cells SE schrieb im Geschäftsjahr 2011 erhebliche Verluste. Mehr als die Hälfte des Grundkapitals war aufgezehrt. Auch im Geschäftsjahr 2012 erwartete das Unternehmen rote Zahlen. Mit einem Zahlungsaufschub von 500 Millionen € unterstützten die Gläubiger eine Restrukturierung.[14] Da der Sanierungsplan voraussichtlich nicht zum Erfolg führen würde, stellte das Unternehmen am 3. April 2012 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.[15] Nach Unternehmensangaben sollte im Geschäftsjahr 2013 wieder ein positives EBITDA erwirtschaftet werden.[16]

Geschäftsjahr Umsatz
(in Mio. )
EBIT
(in Mio. )
Mitarbeiter Produktionsleistung
(in MWp)
2002 17,3 0,9 82 9,3
2003 48,8 5,3 207 27,7
2004 128,7 19,6 484 75,9
2005 299,4 63,2 767 165,7
2006 539,5 129,4 964 253,1
2007 858,9 197,0 1.707 389,2
2008 1.251,3 205,1 2.568 574,2
2009 790,4 −362,5 2.780 551
2010[1] 1.354,2 82,3 2.379 1.014
2011[16] 1.023 −720 > 2.000 783

Aktie[Bearbeiten]

Mit Wirkung zum 5. Oktober 2005 wurde die deutsche Aktiengesellschaft Q-Cells AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Am 19. Dezember 2005 rückte Q-Cells zusammen mit ErSol Solar Energy AG in den TecDAX der Deutschen Börse auf.[17] Von seiner Einführung am 4. Juni 2007 bis zum 15. Juni 2012 war die Aktie auch im ÖkoDAX gelistet, wurde aber am 24. September 2012 wieder aufgenommen, nachdem der Anlagenbauer Centrotherm photovoltaics ausgeschieden war.

Der Kurswert stieg von 20 Euro bis auf rund 80 Euro zum Jahresende 2007, fiel dann aber – vor allem bedingt durch die Konkurrenz in Asien – bis auf 0,50 Euro. Im Juni 2011 gab es rund 27 Millionen Aktien, auf die für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 eine Dividende von jeweils 0,03 Euro ausgeschüttet wurde.

Im Herbst 2011 wurde die Aktie zunehmend Ziel von Spekulanten.[18] So boten die Banken BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank und die DZ Bank sogenannte Call- und Put-Optionen als Derivate an, mit denen auf steigende oder fallende Kurse gewettet werden kann. Diese Derivate wurden teilweise in Millionen Stückzahlen gehandelt und übertrafen in der Summe die Zahl der tatsächlich vorhandenen Aktien. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg unterlagen 45 Prozent der Q-Cells-Aktien auf diese Weise der Spekulation. Am 9. November 2011 wurden rund 30 Millionen Aktien an der Börse gehandelt.

In der Folgezeit stieg der Anteil der Aktien in Streubesitz von 80 (November 2011) auf fast 97 Prozent (September 2012), da einige Anleger sich aus der Beteiligung zurückzogen. Nachdem die Notierung im Prime Standard zum 23. Oktober 2012 gekündigt wurde, schied die Aktie aus dem ÖkoDAX wieder aus.[19]

Umstrukturierung[Bearbeiten]

Im Juni 2012 wurde eine Vereinbarung über den Verkauf der Tochtergesellschaft Solibro an das chinesische Unternehmen Hanergy Holdings Group bekannt gegeben.[20] Das Insolvenzverfahren über Q-Cells wurde am 1. Juli 2012 eröffnet, vorerst sollte es aber keine Entlassungen von Mitarbeitern geben.[21]

Im August 2012 gab das südkoreanische Unternehmen Hanwha ein Angebot zur Übernahme von Q-Cells ab.[22] Ebenfalls Interesse hatte das spanische Unternehmen Isofotón bekundet.[23] Am 29. August 2012 stimmte die Gläubigerversammlung der Veräußerung von Q-Cells an Hanwha zu, nachdem bereits am 26. August das südkoreanische Unternehmen und der Insolvenzverwalter einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet hatten. Hanwha werde betriebsbezogene Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 220 Mio. Euro und einen Kaufpreis von 40 Mio. Euro in bar akzeptieren. Beabsichtigt war, den Großteil der Q-Cells-Gruppe weiterzuführen, inklusive des Standortes Bitterfeld und des Werks in Malaysia, sowie drei Viertel der 1550 Arbeitsplätze zu erhalten.[24] Dem Kaufvertrag musste noch das Bundeskartellamt zustimmen.[25] Nach dem Vollzug erfolgte eine Umbenennung der insolventen Q-Cells SE in Global PVQ SE, die von Hanwha übernommenen Unternehmensteile firmieren nunmehr als Hanwha Q-Cells.

Die Hanwha Gruppe stellte das Unternehmen Hanwha Q-Cells am 24. Oktober 2012 vor.[26] Sechs Monate nach dem Start von Hanwha Q-Cells teilte das Unternehmen im März 2013 mit, dass seine Auftragslage solide und seine Produktionsstätten gut ausgelastet seien.[27] Im Mai 2013 stellte Hanwha Q-Cells eine neue Produktgeneration vor.[28] Im Oktober 2013 gab das Unternehmen bekannt, dass es im ersten Geschäftsjahr die Kapazität in seiner Fabrik in Malaysia von 800 auf über 900 Megawatt erhöht habe, was zu einer Gesamtkapazität von 1,1 Gigawatt führe. Zudem habe es die Effizienz seiner Produktionsanlagen gesteigert und dadurch die Produktionskosten deutlich gesenkt.[29] Im Dezember 2013 teilte das Photovoltaik-Unternehmen eine Erhöhung seines Eigenkapitals um rund 138,5 Millionen Euro mit und kündigte einen weiteren Ausbau seiner Produktionskapazität für das Jahr 2014 an.[30] Letzteres konkretisierte das Photovoltaikunternehmen im August 2014: Es werde bis Ende des Jahres seine gesamte Produktionskapazität auf 1,5 Gigawatt ausweiten.[31]

Am 8. Dezember 2014 gab die Hanwha Gruppe bekannt, dass sie ihre beiden Solartöchter, Hanwha SolarOne und Hanwha Q CELLS zu einem Solarkonzern fusioniert [32]. Der Zusammenschluss wurde im Februar 2015 rechtlich abgeschlossen. Das neue Unternehmen firmiert als Hanwha Q CELLS Co. Ltd. und ist an der New Yorker Börse im NASDAQ gelistet (Börsenkürzel: HQCL). Seine beiden Hauptquartiere unterhält es in Seoul, Südkorea (Global Executive) und Thalheim, Deutschland (Technology & Innovation). Am 20. April 2015 gab Hanwha Q CELLS bekannt, einen Liefervertrag über 1,5 GW an Solarmodulen mit dem US-Amerikanischen Unternehmen NextEra Energy Resources unterzeichnet zu haben.[33] Die Produktionskapazität von Hanwha Q CELLS umfasste im Mai 2015 3,5 GW für Solarzellen und 2,8 GW für Solarmodule.

Produkte[Bearbeiten]

Hanwha Q-Cells ist Bestandteil des südkoreanischen Unternehmens Hanwha Group[34] und vertreibt seine Produkte unter den zwei Produktmarken Q CELLS[35] und Hanwha Solar.[36]

Q CELLS[Bearbeiten]

Unter der Marke Q CELLS vertreibt das Unternehmen Photovoltaikprodukte, die auf hohe Leistung und Qualität ausgelegt sind.

Im Jahr 2014 enthielt die Modulserie „Q.PRO BLK-G3“ schwarze Module in Leistungsklassen von 265 bis 285 Wp für das Privatkundengeschäft in Europa. Die “Q.PRO-G3 Module” verwenden außerdem die sogenannte “Q.ANTUM” Zelltechnologie des Unternehmens. Ihr Einsatzbereich reicht von Solaranlagen für Privatkunden über kleinere Solaranlagen von Gewerbeunternehmen bis hin zu Großkraftwerken. Die Modulserie „Q.PEAK-G3“ für das Privatkundensegment beinhaltete Hochleistungssolarmodule und lief 2015 aus. Im Jahr 2015 brachte Q CELLS die neue Produktgeneration Q.PLUS auf den Markt, deren Module ausschließlich die „Q.ANTUM“ Technologie einsetzen. Alle diese Produkte bieten den Q-Cells „Hot-Spot Protect“, die „Anti-PID-Technologie“ und „Traceable Quality“ sowie ein Schwachlichtverhalten von 98 % relativer Effizienz bei 200 W/m² und einem Temperaturkoeffizienten von -0,42 %/K.[34] „Differenzen bei den Zellen können bei diffuser Sonneneinstrahlung und niedrigem Stand der Sonne wichtig sein“, so ein Artikel über das Schwachlichtverhalten von PV-Modulen.[37] Darüber hinaus bietet das Unternehmen individuelle Dachlösungen für den solaren Eigenverbrauch von Industrie- und Gewerbeunternehmen an.[38]

Bei größeren Solarkraftwerken ist das Unternehmen sowohl in der Projektentwicklung als auch im so genannten EPC-Bereich (Planung, Einkauf, Konstruktion) aktiv.

Hanwha Solar[Bearbeiten]

Unter der Marke Hanwha Solar vertreibt das Unternehmen die Modulserien HSL 60 S und HSL 72 S. Die Module sind auf ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis ausgelegt.

Märkte[Bearbeiten]

Die zwei wichtigsten Märkte sind Europa und Japan.[39] Der Anbieter von Photovoltaik-Lösungen hat in seinen europäischen Heimatmärkten und in seinem größten Einzelmarkt Japan seine Marktanteile ausgebaut.[40] Nach der Fusion im Jahr 2015 und einem Liefervertrag über 1,5 GW an NextEra Energy Resources gewann der US-amerikanische Solarmarkt an Bedeutung für das Unternehmen.[33] Hanwha Q-Cells weitet sein Geschäft mit Kraftwerkslösungen aus. Auf Basis der Vertriebsbilanz des Unternehmens von rund 700 MW an installierter Leistung in Großkraftwerken hat Hanwha Q-Cells weitere Solarparks in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien fertiggestellt.[40]

Forschung und Entwicklung[Bearbeiten]

Die Produkte von Hanwha Q CELLS werden an seinem Hauptsitz in Deutschland entwickelt und in den Fertigungsstätten des Unternehmens in Malaysia, Korea und China hergestellt. Im Juli 2011 verkündete Q-Cells einen Forschungserfolg in der kristallinen Photovoltaik. So wurde ein multikristallines Modul mit einem Wirkungsgrad von 18,1 Prozent bezogen auf die Aperturfläche vorgestellt. Das Modul basiert auf einer neuen Zellgeneration, die Q-Cells Q.ANTUM nennt. Bisher lag der Rekord bei 17,8 Prozent.[41]

Hanwha Q-Cells hat das sogenannte Zellenkonzept „Q.ANTUM“ für jede Siliziumbasis in die Massenproduktion überführt. Diese Technologie verwendet eine dielektrische Rückseite, um Lichtstrahlen zurück in die Zelle zu reflektieren, die sonst ungenutzt durch die Zelle gegangen wären, wo sie in Strom umgewandelt werden. Solarzellen, die diese Technologie anwenden, erreichen so Effizienzen von bis zu 19,5 %. Dies wurde vom unabhängigen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE bestätigt.[34]

Das Unternehmen unterhält außerdem Austauschprogramme mit Universitäten und Forschungsinstitutionen. 2009 wurde das Rainer-Lemoine-Forschungszentrum am Hauptsitz des Unternehmens eröffnet. Zu den Kooperationspartnern des PV-Unternehmens gehören deutsche und internationale Forschungszentren, wie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg, das Institut für Solarforschung Hameln (ISFH), das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) in Halle, das Energy Research Centre of the Netherlands (ECN), das Helmholtz-Zentrum Berlin und die Universität Konstanz.[42]

Gruppe[Bearbeiten]

Die 1952 gegründete Hanwha Gruppe ist einer der zehn größten Konzerne in Südkorea und ist als „FORTUNE Global 500“ Unternehmen gelistet. Zu der Gruppe gehören 52 südkoreanische und 134 internationale Tochtergesellschaften aus den drei Hauptgeschäftsfeldern Produktion & Bauwesen, Finanzen sowie Dienstleistungen & Freizeit. Die Produktions- und Bausparte von Hanwha blickt auf über 60 Jahre Erfahrung als führender Industriekonzern zurück und enthält ein breites Tätigkeitsfeld, wie chemische Grundstoffe und Hochleistungsmaterialien bis hin zu Projektentwicklung und Gesamtlösungen in der Solarenergie. Die Finanzsparte umfasst Leistungen wie Banking, Versicherungen und Vermögensverwaltung und ist darin die zweitgrößte Gruppe außerhalb des Banken- und Finanzsektors in Südkorea. Der Bereich Dienstleistungen und Freizeit bietet erstklassige Lifestyle-Services einschließlich Einzelhandel und Erholungsangeboten.[43]

Unternehmensführung[Bearbeiten]

Nedim Cen war Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Q-Cells SE seit März 2010 (im Vorstand seit Juni 2009, Finanzvorstand seit November 2011). Im Vorstand war zudem Andreas von Zitzewitz seit August 2011 für Produktion und Technologie sowie Marketing und Vertrieb zuständig, er wurde als einziger in die neue Geschäftsführung von Hanwha Q-Cells übernommen.

Seit Juni 2010 war Karlheinz Hornung Vorsitzender des Aufsichtsrats. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war Christian Reitberger. Der Aufsichtsrat bestand aus insgesamt neun Personen.

Durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens lag die Entscheidung in der Unternehmensführung nicht mehr beim Vorstand. Aufgrund von Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter, dem Betriebsrat und dem neuen Eigentümer Hanwha werden voraussichtlich 1300 Mitarbeiter übernommen.[44]

Das Unternehmen Hanwha Q CELLS wurde seit Oktober 2012 durch folgende Geschäftsführung geleitet: Ihr gehören CEO Hee Cheul Kim, CFO Kye Chun Son, COO Andreas v. Zitzewitz sowie CCO Koo Yung Lee an. Die im Februar 2015 entstandene Hanwha Q CELLS Co. Ltd. wird geleitet von Seongwoo Nam (CEO), Dong Kwan Kim (CCO), Andy Park (VP) und Jay Seo (CFO).

Literatur[Bearbeiten]

  •  Monika Maron: Bitterfelder Bogen. S. Fischer, Frankfurt/Main 2009, ISBN 3-10-048828-8 (Beschreibung der Ursprünge bei Wuseltronik und Gründerjahre bei der Wiedervereinigung).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Q-Cells SE: Geschäftsbericht 2010. Abgerufen am 29. März 2011 (PDF).
  2. Hanwha Q CELLS Webseite
  3. Bloomberg: Hanwha Q-Cells Sees 2014 Panel Shipments of Up to 1.2 Gigawatts. May 14, 2014.
  4. http://www.nasdaq.com/de/symbol/hqcl
  5. Hanwha führt Q-Cells und SolarOne zusammen
  6. Q-Cells Käufer gefunden: Hanwha übernimmt Solarzellenhersteller vom 26. August 2012.
  7. Hanwha Q CELLS planning further capacity expansions on strong demand vom 28. Mai 2015
  8. Hanwha Q-Cells vor dem Neustart nach dem Produktionsende in Deutschland vom 26. Februar 2015
  9. Vorstandsvorsitzender Anton Milner tritt mit sofortiger Wirkung zurück. photovoltaik-guide.de vom 11. März 2010
  10. Hanergy kauft Solibro. handelsblatt.com vom 5. Juni 2012
  11. Q-Cells SE stellt Wirkungsgradrekord für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule auf. Abgerufen am 20. Mai 2011.
  12. Q-Cells und der Deutsche Fußball Meister Borussia Dortmund vereinbaren Partnerschaft. Abgerufen am 17. September 2011.
  13. Q-Cells startet eigene Modulfertigung am deutschen Standort Thalheim. Abgerufen am 17. September 2011.
  14. Zahlungsaufschub: Gläubiger verschaffen Q-Cells Luft. In: manager magazin Online. 28. Februar 2012, archiviert vom Original am 9. März 2012, abgerufen am 9. März 2012.
  15. Q-Cells will Insolvenz – Phoenix Solar unter Druck, stern.de, 3. April 2012.
  16. a b Q-Cells veröffentlicht vorläufige Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2011. Q-Cells SE, 6. März 2012, archiviert vom Original am 10. März 2012, abgerufen am 10. März 2012.
  17. Deutsche Börse AG: Deutsche Börse entscheidet über Zusammensetzung ihrer Indizes. 5. Dezember 2005, abgerufen am 31. März 2010.
  18. Ralf Drescher: Plötzliche Kursverdopplung: Q-Cells versetzt Spekulanten in Panik. In: Handelsblatt.com. 4. November 2011, archiviert vom Original am 9. November 2011, abgerufen am 9. November 2011.
  19. Ausserordentliche Änderung in der Indexzusammensetzung in ÖkoDAX. Deutsche Börse, 18. Oktober 2012, abgerufen am 16. Oktober 2015.
  20. Hanergy kauft Solibro. handelsblatt.com vom 5. Juni 2012
  21. Insolvenzverfahren: Q-Cells verzichtet auf Entlassungen. (Memento vom 4. Juli 2012 im Internet Archive) FTD vom 2. Juli 2012
  22. Q-Cells: Hanwha übernimmt deutsche Solarfirma für 250 Millionen Euro. Spiegel Online vom 27. August 2012
  23. Q-Cells: Spanische Isofoton will insolvente Q-Cells übernehmen (Memento vom 6. Februar 2013 im Webarchiv archive.is) bei ftd.de, 27. August 2012 (abgerufen am 28. August 2012).
  24. Solarkonzern: Q-Cells-Gläubiger billigen Verkauf nach Südkorea (Memento vom 31. August 2012 im Internet Archive) bei ftd.de, 29. August 2012 (abgerufen am 29. August 2012).
  25. Hanwha darf Q-Cells übernehmen bei photovoltaik.eu, 29. August 2012 (abgerufen am 29. August 2012).
  26. PVTECH: Hanwha Group sets up Hanwha Q.Cells, 24. Oktober 2012.
  27. Pressemitteilung „Hanwha Q-Cells festigt Position als verlässlicher Partner in der Solarindustrie“ vom 25. April 2013
  28. Solar Industry: Hanwha Q-Cells Unveils New G3 Solar Modules, 13. Mai 2013
  29. Pressemitteilung „Erfolgreiches erstes Geschäftsjahr für Hanwha Q-Cells“ vom 15. Oktober 2013
  30. Handelsblatt: Hanwha steckt zusätzliches Geld in Q-Cells, 5. Dezember 2013
  31. DIE WELT: Hanwha Q-Cells vergrößert Fertigungskapazität, 7. August 2014
  32. Hanwha führt Q-Cells und SolarOne zusammen vom 8. Dezember 2014
  33. a b Hanwha Q-Cells baut US-Geschäft aus. pv magazine Deutschland, 28. August 2015, abgerufen am 5. Oktober 2015.
  34. a b c Ee News: „Intersolar: Q.ANTUM Technologie von Hanwha Q-Cells“. 6. Juni 2014.
  35. Q CELLS
  36. Hanwha Webseite
  37. P. Grunow, S. Lust, D. Sauter, V. Hoffmann, C.Beneking*, B.Litzenburger**, L. Podlowski: Eine schwache Lichtleistung und Jahreserträge von PV-Modulen und Systemen als Ergebnis des grundlegenden Parametersatzes von Industriesolarzellen. 19th European Photovoltaic Solar Energy Conference, 7–11 June 2004, Paris, France.
  38. PES: Pasta Maker Cuts Energy Bills Through Solar Plant With Q-Cells Modules.
  39. Mitteldeutsche Zeitung 23. April 2014: Solarbranche in Sachsen-Anhalt versucht den Neustart.
  40. a b Solar Novus Today: Hanwha Q Cells erzielt im ersten Quartal positive Ergebnisse. 14. Mai 2014.
  41. Q-Cells SE erzielt vierten Weltrekord im laufenden Geschäftsjahr mit multikristallinem Solarmodul. Abgerufen am 17. September 2011.
  42. Hanwha Q-Cells: Forschung und Entwicklung.
  43. Hanwha
  44. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/insolventer-solarbauer-q-cells-eigner-will-weniger-stellen-streichen/7136612.html