Qafa e Bordolecit

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Qafa e Bordolecit
Die Passhöhe vor der Asphaltierung der Straße

Die Passhöhe vor der Asphaltierung der Straße

Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 1355 m ü. A.
Gemeinde Malësia e Madhe
Wasserscheide Lim Cem
Talorte Vermosh Tamara
Ausbau Straße (nicht asphaltiert)
Sperre Schnee im Winter
Gebirge Albanische Alpen
Karte
Qafa e Bordolecit (Albanien)
Qafa e Bordolecit
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Koordinaten 42° 31′ 56″ N, 19° 43′ 4″ OKoordinaten: 42° 31′ 56″ N, 19° 43′ 4″ O

Der Qafa e Bordolecit (deutsch: Bordolec-Pass) oder Qafa e Predelecit ist ein Gebirgspass im nordwestlichen Albanien in den Albanischen Alpen. Er liegt auf der Wasserscheide zwischen Donau und Adriatischem Meer. Über ihn führt die erst seit 2016 asphaltierte Straße von Han i Hotit nach Vermosh beziehungsweise ins montenegrinische Plav, die einzige Straßenverbindung in diesem Kelmend genannten, abgelegenen Landesteil. Kelmend ist der Name der ehemaligen Gemeinde und des ansässigen Stamms zu beiden Seiten des Passes.

Der Ort Lepusha liegt südöstlich der Passhöhe. Die Straße ins Dorf zweigt auf der Passhöhe von der nach Nordosten führenden Passstraße ab. Ein weiterer Fahrweg, der auf der Passhöhe nach Norden abgeht, erschließt die Wälder und Almen nordwestlich des Passes.

Der Pass ist seit Alters her ein wichtiger Versammlungsort in Kelmend.[1] Jährlich am zweiten Samstag im August findet auf dem Pass das Volksfest Logu i Bjeshkëve statt, der Wettkampf des Hochlands. Es wird getanzt, gesungen und Musik gespielt. Eine junge Frau in traditioneller Volkstracht wird zur Miss Bjeshkëve gewählt.[2][3] Das Fest fand ursprünglich am 26. Juli statt, dem Tag der Heiligen Prende,[1] eine vorchristliche Göttin der Schönheit, die später mit der Heiligen Anna identifiziert wurde. In Nordalbanien war es üblich, dass die Frauen sich an diesem Tag besonders schön machen und ihre besten Kleider tragen.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lepusha. In: Komuna Kelmend. Abgerufen am 1. September 2012 (englisch).
  2. Day of Logu. In: Komuna Kelmend. Abgerufen am 1. September 2012 (englisch).
  3. Logu i Bjeshkeve. In: Website for the promotion of tourism in the communes of Shkrel and Kelmend. Archiviert vom Original am 9. März 2016, abgerufen am 1. September 201Vorlage:FormatDate/Wartung/0 (italienisch).
  4. Robert Elsie: Christian Saints of Albania. In: American Association for South Slavic Studies (Hrsg.): Balkanistica. Nr. 13, 2000, S. 35–58 (Artikel online [abgerufen am 2. Februar 2016]).