Qassem Soleimani

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Qassem Soleimani im Frühjahr 2019

Qassem Soleimani (persisch قاسم سلیمانی, DMG Qāsim Sulaimānī; * 11. März 1957 in der Provinz Kerman) ist ein iranischer Generalmajor. Er ist Kommandeur der al-Quds-Einheit, einer Division der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC), die Spezialeinsätze außerhalb des Iran durchführt. Im Sog des Aufstands gegen den Schah trat Soleimani schon als junger Mann den Revolutionsgarden bei. Er selbst beteiligt sich an Missionen, die streng geheim sind und ihn umrankt der Mythos als „Irans gefährlichster General“.[1][2]

Kampf gegen den Terror[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Medienberichten stimmte er nach den Anschlägen des 11. September 2001 „indirekt mit Washington das Vorgehen gegen die Taliban ab, ohne eine schriftliche Spur zu hinterlassen.“ Als der US-Präsident George W. Bush den Iran zur Achse des Bösen rechnete, stellte er die Zusammenarbeit ein.[3]

Rolle im Krieg gegen den IS im Irak[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) im Irak im Sommer 2014 unterstützte Soleimani als Militärberater die irakischen Milizen in Amirli.[4]

In der Großoffensive auf Tikrit im März 2015 übernahm Suleimani das Kommando über die schiitische Badr-Brigade, es war der bis dahin größte Angriff gegen den IS.[5] US-Außenminister John Kerry erkannte öffentlich die Rolle Soleimanis in Tikrit an, die militärische Kooperation galt als weitere Annäherung Washingtons an die Regierung in Teheran.[6]

Rolle im Syrienkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als im Bürgerkrieg in Syrien die Niederlage des mit dem Iran verbündeten Regimes von Baschar al-Assad unabwendbar schien, soll Soleimani einen Plan entwickelt haben, der aufzeigte, wie das Regime Assads militärisch zu stützen wäre und sich der Krieg gewinnen liesse. Im Zuge der Strategie reiste er im Juli 2015 nach Moskau und stellte sein Konzept vor, das letztlich zur russischen Intervention im Herbst 2015 beigetragen haben soll.[7]

Soleimani wird von israelischen Stellen vorgeworfen, in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 2018 einen Raketenangriff auf Israel angeordnet zu haben. Als Reaktion kam es am Morgen des 10. Mai zum bis dahin umfassendsten Luftangriff israelischer Streitkräfte auf Ziele in Syrien.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Posch: Soleimanis Auftrag. In: zenithonline.de. 8. September 2014, abgerufen am 11. November 2016.
  2. Max Fiedler: Irans Mann im Hintergrund: al-Quds-Kommandeur Qassem Suleimani. In: alsharq.de. 4. Oktober 2014, abgerufen am 11. November 2016.
  3. Rainer Hermann: Frontkämpfer, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 9. März 2015, Seite 8.
  4. Raniah Salloum: Kampf gegen IS: Iran schickt seinen gefährlichsten General. In: Spiegel Online. 15. September 2014, abgerufen am 11. November 2016.
  5. Die Schlacht um Tikrit beginnt, 4. März 2015
  6. Samia Nakhoul: HINTERGRUND: Iran weitet seine Macht vor der Atom-Einigung aus, Reuters, 25. März 2015
  7. Laila Bassam, Tom Perry: "How Iranian general plotted out Syrian assault in Moscow" Reuters vom Oktober 2015
  8. Oliver Holms: "Israel retaliates after Iran 'fires 20 rockets' at army in occupied Golan Heights" The Guardian vom 10. Mai 2018