Qassem Soleimani

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Qassem Soleimani

Qassem Soleimani (persisch قاسم سلیمانی‎, DMG Qāsim Sulaimānī; * 11. März 1957 in der Provinz Kerman) ist ein iranischer Generalmajor. Er ist Kommandeur der al-Quds-Einheit, einer Division der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC), die Spezialeinsätze außerhalb des Iran durchführt. Im Sog des Aufstands gegen den Schah trat Soleimani schon als junger Mann den Revolutionsgarden bei. Er selbst beteiligt sich an Missionen, die streng geheim sind und ihn umrankt der Mythos als „Irans gefährlichster General“.

Rolle im syrischen Bürgerkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bürgerkrieg in Syrien fungierte Soleimani als Militärberater der syrischen Streitkräfte. Unter Soleimanis Anleitung wurde die syrische Armee von klassischer Kriegsführung auf Guerilla umgestellt.

Im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) im Irak im Sommer 2014 unterstützte Soleimani als Militärberater die irakischen Milizen in Amirli.[1]

In der Grossoffensive auf Tikrit im März 2015 übernahm Suleimani das Kommando über die schiitische Badr-Brigade, es war der bis dahin größten Angriff gegen die Jihadistenmiliz IS.[2] US-Außenminister John Kerry anerkannte öffentlich die Rolle Soleimanis in Tikrit, die militärische Kooperation galt als weitere Annäherung Washingtons an die Regierung in Teheran.[3]

Nach Medienberichten stimmte er nach den Anschlägen des 11. September 2001 "indirekt mit Washington das Vorgehen gegen die Taliban ab, ohne eine schriftliche Spur zu hinterlassen." Als der US-Präsident Bush den Iran zur "Achse des Bösen" rechnete, stellte er die Zusammenarbeit ein.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kampf gegen IS: Iran schickt seinen gefährlichsten General, Raniah Salloum in spiegelonline.de, aufgerufen am 15. September 2014
  2. http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Die-Schlacht-um-Tikrit-beginnt-_arid,1070600.html
  3. http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEKBN0ML14720150325?pageNumber=2&virtualBrandChannel=0
  4. siehe Rainer Hermann: Frontkämpfer, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 9. März 2015, Seite 8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]