QGIS

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QGIS
Logo
Screenshot
In QGIS 2.2 wurden die Menüs überarbeitet.
Basisdaten
Entwickler QGIS Development Team
Aktuelle Version 2.14 [1]
29. Februar 2016

2.8.8 (LTR) [2]
25. März 2016

Aktuelle Vorabversion 2.8.2 (Android)
11. Mai 2015[3][4]
Betriebssystem Windows, OS X, Linux, Unixoide Systeme, Android
Kategorie Geoinformationssystem
Lizenz GPL (Freie Software)
Deutschsprachig ja
qgis.org

QGIS (ehemals Quantum-GIS) ist ein freies Geoinformationssystem zum Betrachten, Bearbeiten und Erfassen von räumlichen Daten.[5]

Applikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

QGIS ist ein Geoinformationssystem zum Betrachten, Bearbeiten und Erfassen von räumlichen Daten und ist GNU General Public License lizenziert. Wesentliche Merkmale der Applikation sind die breite Unterstützung gängiger Vektordaten und Rasterdaten wie Shapefile oder GeoTIFF, aber auch räumlicher Datenbanken wie PostGIS und SpatiaLite, ausgereifte Digitalisier-Werkzeuge zum Erfassen von Vektordaten sowie eine Druckzusammenstellung zum einfachen Erstellen von Kartenausdrucken.

Die QGIS-Architektur baut stark auf Erweiterungen auf, nennenswert sind die fTools-Werkzeuge für allgemeine vektorbasierte Aufgaben oder die GRASS-Erweiterung für anspruchsvolle räumliche Analysen. Eine GPS-Erweiterung erlaubt es, GPX-Dateien zu lesen oder direkt auf ein GPS-Gerät zuzugreifen. Andere Erweiterungen erlauben das Einbinden von WMS- und WFS-Diensten.

Wesentliche Teile der grafischen Benutzeroberfläche sind in über 30 verschiedene Sprachen übersetzt.

Programmierschnittstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundlage von QGIS und seinen Erweiterungen bildet die plattformunabhängige Qt-Bibliothek, welche das Entwickeln von Applikationen mit grafischen Benutzeroberflächen im Stil des Wirtsbetriebssystems ermöglicht (QWindowsVistaStyle, QWindowsXPStyle, QMacStyle).

QGIS bietet eine Programmierschnittstelle, welche das Verwenden von vorhandenen QGIS-Funktionalitäten in eigenen Programmen oder das Schreiben von Erweiterungen für QGIS erlaubt. Erweiterungen können sowohl in C++ als auch in Python (PyQt) entwickelt werden. Die Programmierschnittstelle unterteilt sich in vier Module:[6]

  • QGis.Core für grundlegende Funktionalitäten wie Datenzugriff, Geometrien oder Projektionen
  • QGis.Gui für Elemente der Benutzeroberfläche
  • QGis.Analysis mit Klassen zur Analyse von Vektor- und Rasterdaten
  • MapComposer mit Klassen der Druckzusammenstellung

Systemanforderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des relativ geringen Speicherbedarfs und des damit einhergehenden geringen Anspruchs an die Hardware eignet sich QGIS auch für den Einsatz auf älterer Hardware bzw. kann parallel zu anderen Anwendungen laufen.

Betriebssystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

QGIS läuft auf OS X, Linux, Unix und Windows XP oder höher. Es ist ebenfalls als Mobile App in einer Vorabversion für Android[7] verfügbar.

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Version Codename Freigabedatum Anmerkungen und wichtigste Änderungen
0.0.1-alpha Juli 2002 Import und Anzeigen von PostGIS Daten[8]
0.0.3-alpha 10. Aug. 2002 Support für Shapefiles und andere Vektorformate[8]
0.0.4-alpha 15. Aug. 2002 Verbesserungen im Bereich der Layer, Farben, Anzeige der Eigenschaften in eigenem Fenster[8]
0.0.5-alpha 5. Okt. 2002 Fehlerbereinigung, Stabilitätsverbesserungen, Linienstärke nun wählbar, Zoomfunktionen verbessert[8]
0.0.6 24. Nov. 2002 Weitere Verbesserungen bei PostGIS, Layeridentifikation, Anzeigen und Sortieren von Attributtabellen[8]
0.0.7 30. Nov. 2002 [1]
0.0.8 11. Dez. 2002 [2]
0.0.9 25. Jan. 2003 [3]
0.0.10 13. Mai 2003 [4]
0.0.11 10. Juni 2003 [5]
0.0.12 10. Juni 2003 [6]
0.0.13 8. Dez. 2003 [7]
0.1pre1 14. Feb. 2004 Support für Rasterdaten hinzugefügt[9][10]
0.1 „Moroz“ 25. Feb. 2004 [8]
0.2 „Pumpkin“ 26. Apr. 2004 [9][10]
0.3 „Madison“ 28. Mai 2004 [11]
0.4 „Baby“ 4. Juli 2004 [12]
0.5 „Bandit“ 5. Okt. 2004 [13] [14]
0.6 „Simon“ 19. Dez. 2004 [15]
0.7 „Seamus“ [16]
0.7.3 11. Okt. 2005 [17]
0.8 7. Jan. 2007
0.8.1 „Titan“ 15. Juni 2007 benannt nach Titan [18]
0.9 „Ganymed“ 26. Okt. 2007 benannt nach Ganymed [19] [20]
0.9.1 „Ganymed“ 6. Jan. 2008 [21] [22]
0.10 „Io“ 3. Mai 2008 benannt nach Io, Announcing the release (englisch)
0.11 „Metis“ 21. Juli 2008 benannt nach Metis, Announcing the release (englisch)
1.0 „Kore“ 5. Jan. 2009 benannt nach Kore, Announcing the release (englisch)
1.1 „Pan“ 12. Mai 2009 benannt nach Pan
1.2 „Daphnis“ 1. Sep. 2009 benannt nach Daphnis, Announcing the release (englisch)
1.3 „Mimas“ 20. Sep. 2009 benannt nach Mimas, Announcing the release (englisch)
1.4 „Enceladus“ 10. Jan. 2010 benannt nach Enceladus, Announcing the release (englisch)
1.5 „Tethys“ 29. Juli 2010 benannt nach Tethys, Announcing the release (englisch)
1.6 „Copiapó“ 27. Nov. 2010 benannt nach Copiapó, Announcing the release (englisch)
1.7 „Wrocław“ 19. Juni 2011 benannt nach Breslau, Announcing the release (englisch)
1.8 „Lisboa“ 21. Juni 2012 benannt nach Lissabon, Announcing the release (englisch)
2.0 „Dufour“ 8. Sep. 2013 benannt nach Dufourspitze, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.0 (englisch)
2.2 „Valmiera“ 22. Feb. 2014 benannt nach Valmiera, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.2 (englisch)
2.4 „Chugiak“ 27. Juni 2014 benannt nach Chugiak, einer Gemeinde im Verwaltungsbezirk Anchorage. Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.4 (englisch)
2.6 „Brighton“ 1. Nov. 2014 benannt nach Brighton, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.6
2.8 „Wien“ 20. Feb. 2015 benannt nach Wien, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.8
2.10 „Pisa“ 26. Juni 2015 benannt nach Pisa, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.10
2.12 „Lyon“ 23. Okt. 2015 benannt nach Lyon, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.12
2.14 „Essen“ 29. Feb. 2016 benannt nach Essen, Announcing the release (englisch), Changelog for QGIS 2.14

Entwickler- und Benutzertreffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 finden mehrtägige Entwickler-Treffen statt, in den ersten drei Jahren noch unter dem Namen QGIS Hackfest. Diese wurden in Hannover, Wien, Pisa, Breslau, Lissabon, Zürich, Lyon, Essen, Nødebo und Las Palmas de Gran Canaria durchgeführt.[11]

Seit 2010 finden QGIS-Anwendertreffen mit Vorträgen und Workshops statt.[11]

deutschsprachige QGIS-Anwendertreffen
Datum Ort Besucher
21. Apr. 2010 Bern 000000000000080.000000000080
06. Mai  2011 Rapperswil 000000000000080.000000000080
2015 Kassel

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: QGIS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Downloadseite. In: qgis.org, abgerufen am 29. Februar 2016.
  2. Index of /downloads. Downloadseite auch älterer Versionen. In: qgis.org, abgerufen am 27. März 2016.
  3. Downloadseite für Android bei qgis.org, abgerufen am 27. März 2016.
  4. Installationsseite für Android bei play.google.com, abgerufen am 27. März 2016 (teilweise englisch).
  5. Offizielle Seite. qgis.org, abgerufen am 15. Oktober 2013.
  6. Modules. Quantum GIS API Documentation, 22. Dezember 2010, abgerufen am 23. Dezember 2010 (englisch).
  7. QGIS for Android. QGIS, abgerufen am 5. März 2013 (englisch).
  8. a b c d e QGIS Change Log. In: osgeo.org. OSGeo, 9. März 2004, abgerufen am 16. August 2015 (englisch).
  9. README for QGIS version 0.1pre1 'Moroz'. In: osgeo.org. OSGeo, abgerufen am 16. August 2015 (englisch).
  10. (063) - Quantum GIS 0.1pre1 (Development). In: marc.info. Freshmeat News, 14. Februar 2004, abgerufen am 16. August 2015 (englisch).
  11. a b QGIS-Wiki: Meetings (englisch).