Quechua (Volk)

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Sonnenwendfest Inti Raymi in Chibuelo, Ecuador
Wititi-Tänzer in Chivay im Colca-Tal, Peru
Frauen in Tracht in Cotacachi, Ecuador (Otavalos)

Quechua oder Ketschua,[1] in Bolivien Qhichwa, in Peru auch Qichwa, in Ecuador Kichwa, historisch und bisweilen noch heute auch Quechua-Indianer,[2][3] ist eine Sammelbezeichnung für die Angehörigen der Ethnien, deren Muttersprache das Quechua (bzw. eine der Quechua-Sprachen) ist. Die Eigenbezeichnung der Menschen, die Quechua sprechen, lautet Runakuna („Menschen“; in Junín und Teilen von Ancash: Nunakuna; Einzahl: Runa bzw. Nuna).

Ethnonym[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort Quechua bzw. Qhichwa (Südliches Quechua), Qichwa (Chanka-Quechua, Ancash-Quechua), Qiĉwa (Wanka-Quechua, Cajamarca-Quechua, Inkawasi-Kañaris), Kichwa (Quichua, nördliche Quechua) oder Qheswa (Schreibweise der Academia Mayor de la Lengua Quechua) bedeutet in den Quechua-Sprachen „Tal“ oder die Höhenlage „Quechua“, weshalb deren Bewohner traditionell Qhichwa runa bzw. Kichwa runa, „Menschen der Höhenzone Quechua“ (im Gegensatz etwa zu den Menschen der Yunka oder der Puna), genannt werden, woher sich wiederum die Sprachbezeichnung Qhichwa simi bzw. Kichwa shimi, „Sprache der Höhenzone Quechua“, ableitet. In modernen Quechua-Texten steht Qhichwa runa oder einfach Qhichwa (Mehrzahl Qhichwakuna)[4] dagegen für „Sprecher der Quechua-Sprache“ (Qhichwa simi parlaq, Qhichwa simi rimaq).[5][6] Gleiches gilt für den entsprechenden spanischen Ausdruck (los) quechuas.[7]

Historischer und soziopolitischer Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terrassen in den Anden (Region Cusco, Peru)
Sonntagsmarkt in Chinchero, Peru
Cachua-Tanz in Sarhua (Sarwa), Victor Fajardo, Region Ayacucho, Peru

Die Sprecher der Quechua-Sprache, insgesamt ca. 9-14 Millionen in Peru, Bolivien, Ecuador, Kolumbien, Chile und Argentinien, haben bisher keine oder kaum eine gemeinsame Identität entwickelt. Die verschiedenen Quechua-Varianten unterscheiden sich zum Teil so stark, dass keine gegenseitige Verständigung möglich ist. Zu beachten ist, dass Quechua nicht nur von den Inkas gesprochen wurde, sondern z. T. auch von langjährigen Feinden des Inka-Reiches, so z. B. den Huanca (Wanka-Quechua ist eine noch heute im Raum Huancayo gesprochene Quechua-Variante), den Chanka (Chanca - Dialekt von Ayacucho) oder den Kañari (Cañar) in Ecuador. Das Quechua wurde von einigen dieser Völker, so den Wanka, bereits vor den Inkas in Cusco gesprochen, während andere Völker, insbesondere in Bolivien, aber auch in Ecuador, die Quechua-Sprache erst in der Inkazeit oder sogar erst danach übernahmen.

In Peru wurde Quechua unter der Militärregierung Juan Velasco Alvarados 1969 zur zweiten Amtssprache erklärt. In neuester Zeit gibt es Tendenzen einer Nationenbildung bei den Quechuasprachigen besonders in Ecuador (Kichwa), aber auch in Bolivien, wo die sprachlichen Unterschiede im Vergleich zu Peru nur gering sind. Ausdruck dessen ist z. B. die Dachorganisation der Kichwa-Völker in Ecuador, ECUARUNARI (Ecuador Runakunapak Rikcharimuy).[8] Doch auch einige christliche Organisationen (z. B. das evangelikale Radio HCJB, la „Voz de los Andes“) sprechen von einem „Quichua-Volk“.[9] In Bolivien wiederum taucht der Begriff „Quechua-Nation“ z. B. im Namen des „Bildungsrates der Quechua-Nation“ (Consejo Educativo de la Nación Quechua, CENAQ) auf, der für den Quechua-Unterricht bzw. die interkulturelle zweisprachige Erziehung in den quechuasprachigen Gebieten Boliviens zuständig ist.[10] Im Rahmen der Politik Boliviens als Plurinationaler Staat wird die Identifikation der Schüler als Quechua im quechuasprachigen bzw. bilingualen Unterricht gefördert.[4] In Peru gibt es dagegen keine vergleichbaren nationalen oder überregionalen Quechua-Organisationen, so dass sich dies auch nicht in einer koordinierten Sprachpolitik für das Quechua niederschlägt. Wichtig ist nach wie vor eine lokale oder regionale indigene Identität, so etwa zur Ethnie oder „Nation“ Qanchi in der Provinz Canchis (Region Cusco).[11] In jüngster Zeit spielt aber auch hier die Identifikation indigener Politiker oder anderer öffentlicher Personen als Quechuas eine zunehmende Rolle, so etwa bei der aus Ayacucho stammenden Politikerin Tania Pariona Tarqui, die bei der Mandatsübernahme als Abgeordnete im peruanischen Kongress 2016 ihren Eid auf Chanka-Quechua für das Streben nach dem „Guten Leben(allin kawsayninta maskaspa) der Quechua und der anderen indigenen Völker ablegte,[12] ebenso Oracio Pacori Mamani aus Puno, der „für die Quechuas und Aymaras“ seiner Region schwor.[13] Eine Studie von 2006 über die von Indigenen der Region Cajamarca getragene Regionale Akademie der Quechua-Sprache in Cajamarca (ARIQC) kommt zu dem Ergebnis, dass die Wiederaneignung der diskriminierten und in den Hintergrund gedrängten indigenen Sprache die Zurückweisung einer aufgezwungenen herabwürdigenden Identität bei gleichzeitiger Herausbildung einer neuen, positiven indigenen Quechua-Identität bedeute.[14] In der Stadt Huamanga/Ayacucho wird eine von Frauen in Zeiten des bewaffneten Konflikts gegründete Organisation, Chirapaq („Regenbogen“ oder auch „Regen von Sternschnuppen“), und die mit ihr verbundene Jugendorganisation Ñuqanchik („Wir“) mit der Herausbildung einer positiven Quechua-Identität in Zusammenhang gebracht.[15][16] Diese Organisation (in der auch Tania Pariona aktiv war) startete unter ihrer Vorsitzenden, der Quechua-Aktivistin Tarcila Rivera Zea, im Zusammenhang mit dem Census 2017 eine Kampagne für ein offenes Bekenntnis zu einer indigenen Identität.[17]

Materielle Kultur und Sozialgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauern mit Tritt­grab­scheit (chaki­taklla), Waman Puma de Ayala (1616)
Statue von Juan Velasco Alvarado zum Gedenken an die Landreform ab 1969, davor Quechua-Bauern in Volkstracht, Uyurpampa, Distrikt Inkawasi, 2010

Trotz der ethnischen Vielfalt und sprachlichen bzw. mundartlichen Unterschiede haben die Quechua-Ethnien eine Reihe gemeinsamer kultureller Merkmale, die sie jedoch im Wesentlichen auch mit den Aymara bzw. allen indigenen Völkern der Zentralanden teilen.

Traditionell ist die - lokal ausgerichtete - Quechua-Identität untrennbar mit der altherkömmlichen Wirtschaftsweise verbunden. Deren grundlegende Säule ist in den tiefer gelegenen Regionen die Landwirtschaft, in der hoch gelegenen Region der Puna die Weidewirtschaft. Dabei umfasst die typische Andengemeinde mehrere Höhenstufen und somit auch den Anbau einer Vielfalt von Feldfrüchten und Viehhaltung. Das Land gehört traditionell der Dorfgemeinde (ayllu) und wird gemeinsam bewirtschaftet oder jedes Jahr zur Bewirtschaftung verteilt. Die Äcker wurden vor der Ankunft der Europäer ausschließlich mit menschlicher Muskelkraft mittels eines Trittgrabscheits (chakitaklla) umgegraben. In schwer zugänglichen Gegenden wie beispielsweise Q'ero (Region Cusco, Peru) hat sich diese Technik bis heute gehalten, wenn auch die Bearbeitung mit Pflug und Ochsengespann häufiger anzutreffen ist.

In der Kolonialzeit wurden das Encomienda-System eingeführt, in dessen Rahmen die spanische Krone Adligen Ländereien zur Nutzung - nicht jedoch als Eigentum - überließ, wobei die dort lebenden Indigenen zu Arbeitsleistungen für die Encomenderos verpflichtet waren. Wiederholt führten die harten Ausbeutungsbedingungen zu Aufständen der indigenen Bauern, die jedoch gewaltsam niedergeschlagen wurden. Der größte dieser Aufstände ereignete sich 1780–1781 unter Führung von José Gabriel Kunturkanki.

Die Gründung der unabhängigen Republiken in Südamerika durch die Criollos Anfang des 19. Jahrhunderts begünstigte die Aneignung vormals indigener Ländereien durch Großgrundbesitzer, weil entsprechende Gesetze aus der Kolonialzeit, die dies zum Ärger der Criollos unterbunden hatten, beseitigt wurden. Simón Bolívar verfügte 1825 für Peru und Bolivien, dass die kommunalen Ländereien unter den Indios aufzuteilen seien und verbot - befristet bis 1850 - deren Weiterverkauf. Bereits 1847 erklärte jedoch Präsident José Ballivián diese Ländereien zu Staatsbesitz, der rasch in die Hände privater Interessenten überging. Waren bei der Unabhängigkeit Boliviens noch drei Viertel des Ackerlandes in indigener Hand, so war dies 1847 nur noch die Hälfte, wobei 3.100 Comunidades 5.100 Haciendas gegenüberstanden.[18] Die Großgrundbesitzer eigneten sich so das Land der Indigenen bzw. einen Großteil desselben an und drängten die Ureinwohner in die Schuldknechtschaft (in Ecuador als Huasipungo bezeichnet, von Kichwa wasipunku, „Haustür“).

Landbesetzungen und Vertreibungen der Hacendados durch indigene Bauern, die in Peru in der Confederación Campesina del Perú organisiert waren, begleiteten die Regierungsübernahme reformfreudiger Juntas Mitte des 20. Jahrhunderts, so 1952 in Bolivien (Víctor Paz Estenssoro) und 1968 in Peru (Juan Velasco Alvarado). Mit den von diesen eingeleiteten Landreformen kam es zu einer Enteignung der Großgrundbesitzer und, besonders in Bolivien, zu einer Verteilung des Landes an die indianischen Bauern als individuelles Eigentum. Dies bedeutete einen Bruch mit der überkommenen Quechua- und Aymara-Kultur. Andererseits haben sich Ayllus in entlegenen Gebieten bis heute gehalten (vgl. beispielhaft die peruanische Quechua-Gemeinde Q'ero).

Luis Macas, ecuadorianischer Politiker und Kichwa-Aktivist, in Quito 2004

Der Kampf um Landrechte bildet weithin bis in die Gegenwart einen Brennpunkt des politischen Alltags der Quechua. In jüngerer Zeit konnten die im Verband ECUARUNARI organisierten Kichwa-Ethnien Ecuadors - auch durch militante Aktionen - kommunale Landtitel bzw. die Rückgabe von Ländereien erstreiten. Unter den Kichwa des Tieflands wurde insbesondere der Fall der Gemeinde Sarayaku bekannt, die sich in jahrelangen Auseinandersetzungen erfolgreich gegen die Enteignung und Ausbeutung des Regenwaldes für die Erdölgewinnung wehrt.

Zwei Haupttypen der gemeinsamen Arbeit werden unterschieden: Bei der Minka handelt es sich um gemeinsame Arbeit für Projekte im Gemeinschaftinteresse (z. B. Bau kommunaler Objekte). Ayni ist dagegen die Arbeit in gegenseitiger Hilfe, wobei Mitglieder des Ayllu einer Familie bei größeren eigenen Projekten (z. B. Hausbau) helfen und jeder einerseits in den Genuss dieser Hilfe kommen kann, andererseits auch irgendwann anderen hilft.

Wichtige Elemente der materiellen Kultur bei fast allen Quechua-Ethnien sind zudem etliche traditionelle Handwerke:

Hierzu gehört die aus der Inkazeit bzw. davor tradierte Weberei mit Baumwolle, Wolle (von Lamas, Alpakas, Guanakos, Vikunjas) und einer Vielfalt natürlicher Farbstoffe, bei der zahlreiche Webmuster (pallay) zur Anwendung kommen.

Der Hausbau findet meist mit an der warmen Luft getrockneten Lehmziegeln (tika bzw. spanisch adobe) oder mit Zweigen und Lehmmörtel statt, während die Dächer aus Stroh, Schilf bzw. Punagras (ichu) gedeckt werden.

Die Auflösung der traditionellen Wirtschaftsweisen, regional z. B. durch Bergbau und darauf folgende Proletarisierung, hat in der Regel zu einem Verlust der ethnischen Identität wie auch der Quechua-Sprache geführt. Dies gilt ebenso bei der dauerhaften Abwanderung in die Großstädte (insbesondere Lima), die eine Akkulturation an die dortige hispanische Gesellschaft zur Folge hat.

Beispiele für Verfolgung von Quechua in jüngster Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die peruanische Politikerin und Quechua-Aktivistin Hilaria Supa Huamán im peruanischen Parlament, in Tracht der Provinz Anta (Region Cusco)
María Sumire (Mitte) mit anderen indigenen Aktivistinnen bei einem Protestmarsch in Lima
Der „Schlächter“ (pishtaku), Schnitzerei aus Ayacucho, Peru

Bis in die Gegenwart wurden Quechua Opfer politischer Konflikte und ethnischer Verfolgung. Im Bürgerkrieg in Peru in den 1980er Jahren zwischen Staatsmacht und Sendero Luminoso waren etwa drei Viertel der rund 70.000 Todesopfer Quechua-Indianer, während die Verantwortlichen in den Kriegsparteien ausnahmslos Weiße und Mestizen waren.[19] Die Auseinandersetzung mit diesen traumatischen Erlebnissen führte zu einem eigenen Stil des Quechua-Liedes, des „Erinnerungsliedes“, als dessen Vorbild das unter anderen auch von Manuelcha Prado interpretierte Ofrenda (1981) von Carlos Falconí Aramburú (* 1937) gilt.[20] Mit seinem 2016 herausgekommenen Quechua-Roman Aqupampa setzt sich auch Pablo Landeo Muñoz mit den Folgen des Krieges auseinander, indem er die Lebenssituation der quechuasprachigen Landbevölkerung beschreibt, die wegen des Krieges in die Stadt gezogen ist.

Von der Politik der Zwangssterilisationen unter Alberto Fujimori waren fast ausschließlich Quechua- und Aymara-Frauen betroffen, insgesamt über 200.000.[21] Der bolivianische Filmregisseur Jorge Sanjines behandelt die Problematik der Zwangssterilisierung bereits in seinem quechuasprachigen Spielfilm Yawar Mallku aus dem Jahre 1969.

Ethnische Diskriminierung spielt auch auf parlamentarischer Ebene noch heute eine Rolle: Als am 25. Juli 2006 die neu gewählten peruanischen Abgeordneten Hilaria Supa Huamán und María Sumire ihren Eid auf Quechua ablegten - erstmals in der Geschichte Perus in einer indigenen Sprache -, weigerten sich die peruanische Parlamentspräsidentin Martha Hildebrandt und das Präsidiumsmitglied Carlos Torres Caro hartnäckig, dies zu akzeptieren.[22][23]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Praktisch alle Quechua der Anden waren seit der Kolonialzeit nominell Katholiken; seit dem 20. Jahrhundert breiteten sich jedoch protestantische Kirchen aus. In vielen Gegenden leben Formen der traditionellen Religion weiter, vermischt mit christlichen Elementen (Synkretismus). Die Quechua-Ethnien teilen auch die traditionelle Religion mit den anderen andinen Völkern. Weithin im Andenraum überlebt insbesondere der Glaube an Mutter Erde (Pachamama), die Fruchtbarkeit schenkt und der deshalb regelmäßig Rauch- oder Trinkopfer dargebracht werden. Wichtig sind zudem die Berggeister (apu) sowie kleinere Lokalgottheiten (wak'a), welche besonders in Südperu noch verehrt werden.

Die immer wiederkehrende historische Erfahrung des Völkermords wurde von den Quechua in Form verschiedener Mythen verarbeitet. Hierzu gehört z. B. die Figur des Nak'aq oder Pishtaku („Schlächter“), des weißen Mörders, der den ermordeten Indigenen das Fett aussaugt,[24] oder das Lied vom blutigen Fluss.[25] Von einem Sieg der Apus über die Spanier erzählen die Q'ero-Indianer im Mythos von Wiraquchapampa.[26] Unter den bis heute lebendigen Mythen ist der in Südperu verbreitete Inkarrí-Mythos besonders interessant, der ein verbindendes kulturelles Element der Quechua-Indianer in den Regionen von Ayacucho bis Cusco bildet.[26][27][28]

Wahrscheinlich europäischen Ursprungs ist der Mythos von Juan Oso, dem Sohn eines Bären und einer von ihm entführten Frau, wie auch der in den Anden verbreitete Tanz der Bären (Bär und auch Bärentänzer: ukumari, in Cusco ukuku).[29] In der Region Cusco wird der Bärenmythos mit der im Andenraum weit verbreiteten, auf katholischen Einfluss zurückzuführenden Legende vom Condenado (Verdammten) verbunden, einer wegen schwerer Sünden verdammten Seele, welche die Menschen terrorisiert und Erlösung nur finden kann, wenn jemand die Schuld begleicht und so den Verdammten endgültig tötet. Durch seinen Sieg über den Condenado findet der Bärensohn Anerkennung und kann sich integrieren, wobei auch der Condenado durch seinen endgültigen Tod erlöst wird.[30]

Auf einen vorkolonialen Kern wird der insbesondere in Zentralperu (Ancash, Huánuco) verbreitete Mythos von der kinderfressenden Hexe Achikay zurückgeführt, der mit der Herzlosigkeit der Menschen in Zeiten der Hungersnot in Zusammenhang gebracht wird.[31]

Weiterführende Artikel zu quechuasprachigen Ethnien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den hier aufgelisteten Quechua-Ethnien handelt es sich nur um eine Auswahl. Auch die Abgrenzung ist unterschiedlich. Zum Teil sind hier Dorfgemeinschaften mit einigen Hundert Menschen angegeben, zum Teil auch Ethnien mit mehr als einer Million Menschen.

Ecuador[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peru[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tiefland

Hochland

Bolivien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jesús Lara: Volksdichtung der Ketschua. In den Tälern von Cochabamba gesammelt. Ketschua und Deutsch. Deutsch von Ludwig Flachskampf und Hermann Trimborn. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1959.
  2. Klaus John: Die Situation der Quechua-Indianer im peruanischen Hochland. Website Diospi Suyana. Auf dieser Website wird der Ausdruck häufig verwendet, beispielsweise auch Klaus John: Die Quechua-Indianer warteten schon, als das Team eintrifft, 3. Februar 2014.
  3. Jürgen H. Schmidt: Begegnungen in Peru: Urwaldindianer auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Books on Demand, 2015, S. 54. Bei den Quechua am Pastaza-Fluss. „Die Volksgruppe der Quechua-Indianer ...“
  4. a b Libro de Ciencias Sociales y Naturales. Material de apoyo para la educación del Pueblo Quechua. Nivel de educación: Primaria comunitaria vocacional. Campo: Comunidad y Sociedad. Vida, tierra y territorio. 2° año de escolaridad. Qhichwakuna kanchik. Somos Quechuas. S. 12.
  5. Qhichwa simip nanchariynin. Ministerio de Educación, Chuqi Yapu (La Paz) 2011.
  6. Quechua. Serie Introducción histórica y relatos de los pueblos originarios de Chile. Fucoa, Santiago de Chile 2014. S. 108: Chiqa pachap kasqan.
  7. Nonato Rufino Chuquimamani Valer, Carmen Gladis Alosilla Morales: Reflexionando sobre nuestra lengua – Ayakuchu Chanka Qichwa simi. Ministerio de Educación, Lima 2005.
  8. ECUARUNARI - Confederación Kichwa del Ecuador, Confederación de los Pueblos de la Nacionalidad Kichwa.
  9. CUNAN CRISTO JESUS BENDICIAN HCJB: "El Pueblo Quichua" (Memento vom 18. Juli 2009 im Internet Archive) (frühere quichuasprachige Seite von Radio HCJB).
  10. Consejo Educativo de la Nación Quechua: Quienes somos, Consejo Educativo de la Nación Quechua / Qhichwa Suyu Yachachiymanta Umalliq: Currículo Regionalizado de la Nación Quechua. Sucre 2012.
  11. Melquíades Quintasi Mamani: Más allin mejor kanankuta munanku. Visión educativa de la "Nación" Qanchi. Plural, PINSEIB, PROEIB Andes, La Paz 2006. 248 Seiten. Zusammenfassung (spanisch)
  12. Congresista Tania Pariona juramentó en quechua y por los pueblos indígenas. Diario Correo, 22. Juli 2016.
  13. Congreso: cinco parlamentarios juraron en lenguas originarias. El Comercio, 22. Juli 2016.
  14. Yina Miliza Rivera Brios: Quechua language education in Cajamarca (Peru): History, strategies and identity. University of Toronto, 2006. ISBN 0494163968, 9780494163962
  15. Tapio Keihäs: ¿Ser y hablar quechua? La realidad sociolingüística de Ayacucho desde la visión subjetiva de los jóvenes indígenas. Ideologías e identidades en el discurso metalingüístico. Masterarbeit, Universität Helsinki 2014.
  16. Jóvenes predicen un futuro incierto para las lenguas indígenas. Chirapaq Ayacucho, abgerufen am 20. März 2017.
  17. Censo 2017: Tarcila Rivera disertará sobre identidad indígena. Chirapaq Ayacucho, abgerufen am 20. März 2017.
  18. Inge Sichra. La vitalidad del quechua, Kap. 2.3: Bolivia independiente - conservación del feudalismo agrario y consolidación de estructuras, S. 86–89. Cochabamba 2003.
  19. Orin Starn: Villagers at Arms: War and Counterrevolution in the Central-South Andes. In Steve Stern (Hrsg.): Shining and Other Paths: War and Society in Peru, 1980–1995. Duke University Press, Durham und London, 1998, ISBN 0-8223-2217-X.
  20. Jonathan Ritter: Complementary Discourses of Truth and Memory. The Peruvian Truth Commission and the Canción Social Ayacuchana. Part III (Musical Memoralizations of Violent Pasts), 8 in: Susan Fast, Kip Pegley: Music, Politics, and Violence. Wesleyan University Press, Middletown (Connecticut) 2012.
  21. Mass sterilisation scandal shocks Peru, 24. Juli 2002, BBC News, http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/2148793.stm
  22. Perú: Congresista quechua Maria Sumire sufrió presiones para juramentar en español. http://www.servindi.org/archivo/2006/927
  23. Congresistas indígenas sesionarán en quechua. Diario Hispano Peruano, 10. August 2006. http://www.ociocritico.com/peru/noticias/060810quechua.php
  24. Beispiele (Ancash-Quechua mit spanischer Übersetzung) auf S. Hernán AGUILAR: Kichwa kwintukuna patsaatsinan (Memento vom 20. Juli 2011 im Internet Archive). AMERINDIA n°25, 2000. Pishtaku 1, Pishtaku 2 (auf Ankash-Quechua, mit spanischer Übersetzung) sowie auf http://www.runasimi.de/nakaq.htm (nur Chanka-Quechua)
  25. Karneval von Tambobamba. In: José María Arguedas: El sueño del pongo, cuento quechua y Canciones quechuas tradicionales. Editorial Universitaria, Santiago de Chile 1969. Online: http://www.runasimi.de/takikuna.htm#tambubamba (auf Chanka-Quechua). Deutsche Übersetzung in: Juliane Bambula Diaz und Mario Razzeto: Ketschua-Lyrik. Reclam, Leipzig 1976, S. 172.
  26. a b Thomas Müller und Helga Müller-Herbon: Die Kinder der Mitte. Die Q'ero-Indianer. Lamuv Verlag, Göttingen 1993, ISBN 3-88977-049-5.
  27. http://www.runasimi.de/inkarri.htm (auf Quechua)
  28. Juliane Bambula Diaz und Mario Razzeto: Ketschua-Lyrik. Reclam, Leipzig 1976, S. 231 ff.
  29. Gerald Taylor: Juan Puma, el Hijo del Oso. Cuento Quechua de La Jalca, Chachapoyas. En: Bulletin de l'Institut Français d'Études Andines, N°spécial: "Tradición oral y mitología andinas", Lima, 1997, Tomo 26, Nº3.
  30. Robert Randall (1982): Qoyllur Rit'i, an Inca fiesta of the Pleiades: reflections on time & space in the Andean world. Bulletin de l'Institut Français d'Etudes Andines XI, Nº1–2, S. 37–81. Zum Bärensohn und Condenado: 43–44, 55–59.
  31. Francisco Carranza Romero: Achicay: Un relato andino vigente. In: David J. Weber, Elke Meier (Hrsg.): Achkay – Mito vigente en el mundo quechua. Serie Lingüística Peruana 54. Instituto Lingüístico de Verano (SIL International), Lima 2008, S. 13–19.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ann Marie B. Bahr, Martin E. Marty: Indigenous religions. Infobase Publishing, New York 2005. The Quechuas, S. 124–141. ISBN 978-0-7910-8095-5.
  • Marisol de la Cadena: Earth Beings: Ecologies of Practice Across Andean Worlds. Duke University Press, Durham und London 2015, ISBN 978-0-8223-5944-9. (Feldstudie, basierend auf Gesprächen mit Mariano & Nazario Turpo, Quechuas aus der Region Cusco/Peru)
  • Álvaro Ezcurra Rivero: Dioses, bailes y cantos. Indigenismos rituales Andinos en su historia. Narr, Tübingen 2013, ISBN 978-3-8233-6736-9.
  • Utta von Gleich (Hg.): Indigene Völker in Lateinamerika. Konfliktfaktor oder Entwicklungspotential? Vervuert, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-89354-245-0.
  • Eva Gugenberger: Identitäts- und Sprachkonflikt in einer pluriethnischen Gesellschaft. Eine soziolinguistische Studie über Quechua-Sprecher und -Sprecherinnen in Peru. Wiener Universitätsverlag (WUV), Wien 1995, ISBN 3-85114-225-X.
  • Manuel M. Marzal: Die Religion der Quechua im südandinen Peru. In: Thomas Schreijäck (Hg.): Die indianischen Gesichter Gottes. Verlag für Interkulturelle Kommunikation (IKO), Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-88939-051-X, S. 82–144.
  • Thomas Müller, Helga Müller-Herbon: Die Kinder der Mitte. Die Q'ero-Indianer. Lamuv Verlag, Göttingen 1993, ISBN 3-88977-049-5.
  • Roger Neil Rasnake: Domination and Cultural Resistance: Authority and Power among an Andean People. Duke University Press, Durham und London 1988, ISBN 0-8223-0809-6. (Studie über die quechuasprachigen Yura im Departamento Potosí/Bolivien)
  • Matthias Thonhauser: Im Angesicht der Erde. Zur Bedeutung indianischer Religiosität in Befreiungsprozessen am Beispiel einer Gemeinschaft im Surandino Perus. Brandes und Apsel, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-86099-302-X. (Studie insbesondere zur Comunidad Campesina Quico in Paucartambo/Peru)
  • Rocha Torrico, José Antonio: „Mit dem Blick nach vorn und zurück“. Ethnische Ideologie, die Macht und das politische bei den Quechua in den Tälern und Gebirgsregionen Cochabambas. Dissertation, Ulm 1997.
  • Sondra Wentzel: Bolivien – Probleme und Perspektiven der Hoch- und Tieflandindianer. In: Gesellschaft für bedrohte Völker (Hg.): „Unsere Zukunft ist eure Zukunft“. Indianer heute. Eine Bestandsaufnahme der Gesellschaft für Bedrohte Völker. Luchterhand-Literaturverlag, Hamburg und Zürich 1992, ISBN 3-630-71044-1, S. 235–242.
  • Jonas Wolff: Demokratisierung als Risiko der Demokratie? Die Krise der Politik in Bolivien und Ekuador und die Rolle der indigenen Bewegung (= HSFK-Report 6/2004). Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt am Main 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Qhichwa – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien