Quecksilber(I)-sulfat

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Strukturformel
2.svgHg+.svg Sulfate.svg
Allgemeines
Name Quecksilber(I)-sulfat
Andere Namen

Mercurosulfat (Handelsname) [1]

Summenformel Hg2SO4
CAS-Nummer 7783-36-0
PubChem 16687412
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff, der sich bei Lichteinwirkung grau verfärbt[2]

Eigenschaften
Molare Masse 497,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

7,56 g·cm−3[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[4], ggf. erweitert[2]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+310+330​‐​373​‐​410
P: 260​‐​262​‐​280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​304+340​‐​310 [2]
Toxikologische Daten

205 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Quecksilber(I)-sulfat ist eine chemische Verbindung des Schwermetalls Quecksilber mit der Summenformel Hg2SO4.[5] Es kommt seltener als das Quecksilber(II)-sulfat vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quecksilber(I)-sulfat kann ähnlich der Darstellung von Quecksilber(I)-chlorid durch Reaktion einer Lösung von Quecksilber(I)-nitrat-dihydrat mit Schwefelsäure gewonnen werden.[6]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quecksilber(I)-sulfat liegt in Form von weiß-gelben Kristallen vor, welche gut löslich in Salpetersäure und wenig löslich in Schwefelsäure sind. Es besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14 und den Gitterparametern a = 6,277 Å, b = 4,429 Å, c = 8,360 Å und β = 91,70°.[7] An Licht verfärbt es sich grau.[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwendung fand Quecksilber(I)-sulfat im Bereich von galvanischen Zellen wie dem Clark-Normalelement oder dem Weston-Normalelement.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Sicherheitsdatenblatt (carloerbareagenti) (PDF; 94 kB)
  2. a b c d e f g Eintrag zu Quecksilber(I)-sulfat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. Januar 2017 (JavaScript erforderlich).
  3. David R. Lide: Handbook of Chemistry and Physics. 87. Auflage, CRC Press, 1998, ISBN 0-84930594-2, S. 4 bis 69.
  4. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag inorganic compounds of mercury with the exception of mercuric sulphide and those specified elsewhere in this Annex im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. J. W. Mellor: Intermediate Inorganic Chemistry. Longmans Green and Company, London 1941, S. 388.
  6. Cynthia G. Zoski: Handbook of Electrochemistry. ISBN 978-0-4445-1958-0.
  7. M. Weil: Crystal structure of Hg2SO4– a redetermination. In: Acta Crystallographica, E70, 2014, S. i44, doi:10.1107/S1600536814011155.
  8. Arnold Willmes: Taschenbuch Chemische Substanzen, ISBN 978-3-8171-1787-1.