Quecksilber(II)-cyanid

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Strukturformel
Struktur von Quecksilber(II)-cyanid
Allgemeines
Name Quecksilber(II)-cyanid
Andere Namen

Quecksilbercyanid

Summenformel Hg(CN)2
CAS-Nummer 592-04-1
PubChem 11591
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 252,62 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,0 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

320 °C (Zersetzung in Quecksilber, Blausäure und Dicyan) [1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[2], ggf. erweitert[1]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+310+330​‐​373​‐​410
EUH: 032
P: 260​‐​280​‐​301+310+330​‐​302+352​‐​310​‐​304+340+310​‐​403+233 [1]
MAK

0,1 mg·m−3 [1]

Toxikologische Daten

26 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Quecksilber(II)-cyanid ist eine chemische Verbindung mit der Summenformel Hg(CN)2.

Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quecksilber(II)-cyanid entsteht beim Lösen von Quecksilber(II)-oxid in Cyanwasserstoffsäure, beim Kochen von Quecksilberoxid mit Berliner Blau oder von schwefelsaurem Quecksilberoxid mit gelbem Blutlaugensalz.

Klassifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quecksilber(II)-cyanid bildet farb- und geruchlose Kristalle, die sich in Wasser und einigen polaren organischen Lösungsmitteln lösen. Interessant ist die äußerst geringe Dissoziation in Quecksilber(II)- und Cyanid-Ionen in wässriger Lösung. Die Verbindung ist sehr giftig.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quecksilbercyanid ist hochgiftig. Die Verbindung ist im Hinblick auf die Hg2+ Ionen viel gefährlicher als andere Cyanide. Es belastet den Organismus gleichzeitig mit Quecksilberionen und Cyanidionen. Es muss fern von jeglichen Säuren in dicht schließenden Gefäßen aufbewahrt werden, da sonst der hochgiftige Cyanwasserstoff entsteht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu Quecksilbercyanid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter die Gruppeneinträge zu organic compounds of mercury with the exception of those specified elsewhere in this Annex und salts of hydrogen cyanide with the exception of complex cyanides such as ferrocyanides, ferricyanides and mercuric oxycyanide and those specified elsewhere in this Annex im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 18. März 2017. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. Eintrag zu Quecksilber(II)-cyanid in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)