Quelle von Kermore

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Die Quelle von Kermore (französisch la fontaine préhistorique de Kermore) befindet sich im Gemeindegebiet von Séglien, zwölf Kilometer westlich von Pontivy im französischen Département Morbihan, in der Bretagne. Von der D782 (Straße) Pontivy - Guémené-sur-Scorff geht (in Seglien) 12 km von Pontivy eine Abzweigung nach Süden ab, die zum Gehöft von Kermore führt.

Die Besonderheit Kermores besteht in der jungsteinzeitlichen Umrandung der Quelle mit Megalithen. Dabei handelt sich um massive Steinblöcke, die mit großer Präzision miteinander verkeilt wurden. Dadurch entstandenen drei Bassins, in denen sich das Quellwasser sammelte. Die Megalithen haben ein Gewicht von bis zu sechs Tonnen und sind so ineinander gefügt, dass die Abstände nur wenige Millimeter betragen. Die flache Graniteinfassung ist etwa 300 Jahre alt, die „Steinpyramide“ darüber wurde erst 1960 gebaut.

Die Steine weisen geglättete Oberflächen auf. Der etwa 4,5 Tonnen wiegende „Deckstein“ liegt auf einer Schicht aus Lehm und Steinen. Seine große Höhlung bildet ein Dach über dem Quelltopf. Den Abschluss der Quelleinfassung bildet eine rechteckige, senkrecht gestellte Steinplatte von etwa 0,8 t Gewicht. Sie befindet sich durch eine präzise Verkeilung mit ihren Basissteinen in der Senkrechten. Im größten Becken der Anlage liegt ein merkwürdig geformter Megalith. Er wurde so behauen, dass er seitlich eine Stufe von etwa 20 cm Höhe aufweist. Vermutlich stand der Stein ehemals aufrecht. Bruchstücke unter dem Megalithen erlauben den Schluss, dass er umgekippt wurde. Neben dem eigenartig geformten Stein befindet sich ein großer Schalenstein (französisch Pierres à écuelles), dessen glatte Oberfläche zwei kleine Schälchen sowie einige „Rinnen“ aufweist.

Der Quelle von Kermore wurde das Wasser „abgegraben“ wodurch sie austrocknete. Etwa sieben Meter vom Monument entfernt befindet sich einige Meter tiefer ein Abfluss der Quelle, der erst in jüngerer Zeit, etwa um 1700, gegraben wurde. Diese Quellabzweigung ist mit Granitsteinen umrahmt und diente zur Wasserversorgung des Gehöfts von Kermore und der Mühle von Kermore. Ein weiterer, erst 1962 gegrabener Abfluss befindet sich oberhalb des Monuments, etwa 25 m entfernt. Sein Wasser wurde zur Tränkung des Viehs auf der nahen Weide verwendet. Die Wassermenge der Quelle reichte aus um zwei "Ableitungen" zu versorgen; der Wasserfluss entspricht dem eines kleinen Baches. Im Jahre 2005 wurde eine Reinigung vom Besitzer des Geländes, Manfred Keppeler, durchgeführt und der Abfluss des Wassers der oberen Quelle so verändert, dass auch die prähistorische Quelle nun wieder Wasser führt. Die Steinzeitquelle von Kermore wurde bisher keiner bekannten Kategorie zugeordnet. Anhand der Bauweise wird ein Alter bis zu 6500 Jahren angenommen. Es ist vorstellbar, dass das Megalithbauwerk der rituellen Verehrung des Wassers diente.

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Koordinaten: 48° 5′ 24″ N, 3° 5′ 21″ W