quer (BR)

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Fernsehsendung
Originaltitel quer … durch die Woche mit Christoph Süß
Quer logo.png
Produktionsland Deutschland
Länge 45 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
wöchentlich (jeden Donnerstag 20:15 Uhr)
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Premiere 26. Feb. 1998 auf Bayerisches Fernsehen
Moderation Christoph Süß

quer (Untertitel: Durch die Woche mit Christoph Süß) ist ein wöchentliches Magazin, das seit 1998 donnerstags um 20:15 Uhr im BR Fernsehen zu sehen ist und vom Kabarettisten Christoph Süß moderiert wird. Es ersetzte die Jugendsendung Live aus dem Schlachthof.[1]

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

quer berichtet in seinen Beiträgen (gesprochen meist von Peter Weiß) über Themen aus Politik, Zeitgeist, Gesellschaft, Szene und Kultur. Kennzeichnend für die Sendung sind kabarettistische Einlagen des Moderators sowie ihre Glossen und Reportagen, zum Beispiel durch den Außenreporter Dominik von Glass, der in bayerischen Städten unterwegs ist und Passanten zu aktuellen Themen befragt. In der Sendung werden die Beiträge oft mit satirischen Elementen aufgelockert, so sind die Bayerische Staatsregierung, die CSU, aber auch die bayerische SPD und Bündnis 90/Die Grünen Ziel von spöttischen Anspielungen.

Der Moderator schlüpft immer wieder in mehrfache Rollen, verkleidet sich dafür auch entsprechend und führt dabei Diskussionen mit sich selbst. Redaktionsintern wird das als quer-Schläger bezeichnet.[2] Technisch wird dies durch ein virtuelles Studio ermöglicht.[3][4] Seit September 2022 wird quer in einem virtuellen Studio der Plazamedia GmbH in Ismaning produziert.[5][6] Zuvor wurde in den Studios von ProSiebenSat.1 in Unterföhring aufgezeichnet.[7][8]

Ministerpräsidenten-Parodie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen festen Sendungsbestandteil bildet ein satirisch gestaltetes Zwiegespräch mit dem jeweiligen bayerischen Ministerpräsidenten, dem sich der Moderator am Ende jeder Sendung stellt. Der ehemalige Ministerpräsident Horst Seehofer wurde – wie zuvor bereits Edmund Stoiber – dargestellt von Wolfgang Krebs, wobei sich „Seehofers“ Kopf immer außerhalb des oberen Bildrands befand, in ironischer Übertreibung von dessen stattlicher Körpergröße. Ergänzt wurde das Gesprächsszenario mit Seehofer mit sprechenden Puppen von Ilse Aigner und Markus Söder. Der derzeitige Ministerpräsident Markus Söder wurde während seines ersten Kabinetts von der nun auf einer griechischen Säule sitzenden Handpuppe dargestellt. Seit der Landtagswahl 2018 parodiert Wolfgang Krebs Söder und Hubert Aiwanger, die an zwei getrennt voneinander platzierten Schreibtischen dem stehenden Moderator gegenübersitzen. Jedes Jahr wird an Silvester eine kurze quer-Schau zum Jahreswechsel mit Christoph Süß und dem „Ministerpräsidenten“ ausgestrahlt.[9]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2013 bietet quer seinen Zuschauern das Teletwittern an. Dabei können die Zuschauer die Sendung über Twitter kommentieren, ein Teil der Tweets wird dann live während der Sendung von 20.15 Uhr bis 21.00 Uhr über die Videotexttafel 888 im Bayerntext eingeblendet.[10]
  • Mit 14,1 % Marktanteil hat die Sendung quer im Jahr 2013 einen neuen Höchstwert erreicht und lag damit deutlich über dem BR-Mittel von 7,3 %.[11] 2017 erreichte sie einen Marktanteil von 15,2 %.[4]
  • Der langjährige Redaktionsleiter von quer, Wolfgang Mezger[12] (1956–2021),[13][14] verantwortete bis 2008 auch das BR-Jugendmagazin on3-südwild.
  • Wiederholungen (und überregionale Ausstrahlungen) der Sendung finden samstags um 13.15 Uhr im deutsch-österreichisch-schweizerischen Gemeinschaftssender 3sat sowie am Sonntag um 18.30 Uhr und Montag um 10.15 Uhr jeweils auf ARD-alpha statt (Stand: März 2016).[15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Happy Birthday „quer“! - Fünf Jahre „quer … durch die Woche mit Christoph Süß“ im Bayerischen Fernsehen. presseportal.de, abgerufen am 10. April 2010.
  2. quer-Blog – Artikel mit Tag quer-Schläger. (Nicht mehr online verfügbar.) blog.br-online.de/quer/, archiviert vom Original am 5. Mai 2010; abgerufen am 10. April 2010.
  3. avirtico – Agentur für virtuelles Studio und Echtzeitgrafik. avirtico.de, abgerufen am 10. April 2010.
  4. a b 20 Jahre "Quer": "Ein Fremdkörper mitten im BR-Programm, Süddeutsche Zeitung, 25. Februar 2018
  5. Plazamedia GmbH: Bayerischer Rundfunk und PLAZAMEDIA starten neue Kooperation: Wochenmagazin „quer“ mit Moderator Christoph Süß wird ab sofort in Ismaning produziert. Abgerufen am 17. Oktober 2022 (deutsch): „Umzug in neues Studio zum Sendungs-Jubiläum im nächsten Jahr Die Sendung „quer“ feiert im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Bestehen …Zum Geburtstag findet das Format in einem neuen virtuellen Studio auf dem Produktionsgelände von PLAZAMEDIA im AGROB Medienpark in Ismaning bei München sein neues Zuhause.“
  6. BR-Magazin »Quer« künftig bei Plazamedia, film-tv-video.de, 15. September 2022: „Das Wochenmagazin »Quer« des BR, moderiert von Christoph Süß, wird ab dem kommenden Jahr in einem neuen Studio in Ismaning produziert.“
  7. Tobias Rüther: Bestes Fernsehen: Es geht um Welt und Würstchen, FAZ.net, 31. Mai 2014: „während in den Studios von Pro Sieben in Unterföhring, eine schnelle Autofahrt entfernt, dann Christoph Süß beginnt, in einem Blue-Box-Studio seine Moderationen einzusprechen.“
  8. Rudolf Ogiermann: Die „quer“-Köpfe, merkur.de, 1. März 2018
  9. Jahreswechsel vom 31.12.2016: Jahreswechsel | BR Mediathek VIDEO. 4. Januar 2017, abgerufen am 21. März 2022.
  10. Videotext trifft auf Social Media: Teletwittern, dirkvongehlen.de, 17. Januar 2013
  11. Bilanz Bayerisches Fernsehen 2013. (Nicht mehr online verfügbar.) br-online.de, 30. Dezember 2013, archiviert vom Original am 13. Februar 2004; abgerufen am 4. Juni 2014.
  12. Rudolf Ogiermann: Die „quer“-Köpfe, merkur.de, 1. März 2018
  13. Diese Woche ist Wolfgang Mezger nach langer schwerer Krankheit verstorben. Er war auf den Tag genau zehn Jahre älter als ich., Wolfgang Krebs, 11. Februar 2021
  14. Wolfgang Mezgers Traueranzeigen, sueddeutsche.de, 20. Februar 2021
  15. Bayerisches Fernsehen, quer-Sendungsinfo Abruf 19. März 1916