Quercus lanata

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Quercus lanata
Systematik
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Gattung: Eichen (Quercus)
Untergattung: Quercus
Sektion: Quercus
Art: Quercus lanata
Wissenschaftlicher Name
Quercus lanata
Sm.

Quercus lanata ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eichen (Quercus) in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Sie ist im Himalayagebiet sowie dem südlichen und südöstlichen Asien beheimatet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quercus lanata wächst als immergrüner Baum, der Wuchshöhen von bis zu 30 Meter erreichen kann. Die Rinde der jungen Zweige ist anfangs dicht mit gräulich braunen Haaren besetzt, verkahlt aber mit der Zeit.[1]

Die wechselständig und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der anfangs mit zottigen, gräulich braunen Haaren besetzte Blattstiel wird mit der Zeit kahl und weist eine Länge von 0,5 bis 1,5 Zentimeter auf. Die einfache, dünnledrige Blattspreite ist bei einer Länge von 9 bis 20 Zentimeter und einer Breite von 3 bis 8,5 Zentimeter annähernd eiförmig-lanzettlich bis elliptisch geformt, mit breit keilförmiger bis abgerundeter Spreitenbasis und zugespitzter Spreitenspitze. Die Spreitenränder sind scharf gesägt. Die Blattoberseite ist vor allem entlang des Blattmittelnerves dicht behaart, während die Blattunterseite dicht mit gräulichen und sternförmigen Haaren besetzt ist und mit der Zeit verkahlt. Von jeder Seite des Blattmittelnerves zweigen 12 bis 17 Blattadern ab. Die Blattunterseite weist eine auffällige Blattnervatur auf.[1]

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quercus lanata ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die Blütezeit erstreckt sich in China von Juni bis Juli und die Früchte reifen Juni bis Juli des darauffolgenden Jahres. Die weiblichen, 4 bis 14 Zentimeter langen Blütenstände stehen seitenständig am einjährigen Holz. Die gräulich braun behaarten Tragblätter sind bei einer Größe von etwa 0,1 Zentimetern dreieckig geformt.[1]

Als Früchte werden zehn oder mehr Eicheln, eine Nussfrucht, gebildet. Diese sind von einem Viertel bis zur Hälfte von einem bei einer Länge von 0,6 bis 1 Zentimetern sowie einem Durchmesser von 0,8 bis 1,5 Zentimetern becherförmigen Fruchtbecher umgeben. Der Fruchtbecher ist etwa 1 Millimeter dick. Die kahle Eichel ist bei einer Länge von 1,5 bis 2 Zentimetern sowie einem Durchmesser von 1 bis 1,2 Zentimetern bis ei- bis kegelförmig. Der Griffelfuß hat einen Durchmesser von etwa 0,1 Zentimetern.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Quercus lanata umfasst das Himalayagebiet sowie Teile des südlichen und südöstlichen Asiens. Es erstreckt sich dabei vom indischen Bundesstaat Assam, Nepal und dem autonomen Gebiet Tibet über Bhutan, die chinesischen Provinzen Guangxi, Sichuan und Yunnan bis nach Myanmar, Vietnam und das nördliche Thailand. Weiters gibt es Vorkommen auf Sri Lanka.[1][2]

Quercus lanata gedeiht in China in mäßig feuchten Mischwäldern in Höhenlagen von 1900 bis 3000 Metern.[1]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstbeschreibung als Quercus lanata erfolgte 1814[2] durch James Edward Smith in Abraham Rees' The Cyclopaedia; or, Universal Dictionary of Arts, Sciences and Literature. Synonyme für Quercus lanata Sm. sind Quercus leucotrichophora A.Camus ex Bahadur sowie Quercus tungmaiensis Y.T.Chang.[3]

Nach R. Govaerts werden folgende Unterarten unterschieden:[2]

  • Quercus lanata subsp. lanata (Syn.: Quercus banga Buch.-Ham. ex D.Don, Quercus banga Ham. ex Hook. Quercus lanuginosa D.Don, Quercus nepaulensis Desf., Quercus lanuginosa subsp. eulanuginosa A.Camus): Sie auf Sri Lanka sowie im Himalaya und den chinesischen Provinzen Yunnan und Sichuan vor.[2]
  • Quercus lanata subsp. leiocarpa (A.Camus) Menitsky (Syn.: Quercus lanata var. leiocarpa A.Camus): Sie kommt im indischen Bundesstaat Assam sowie in Indochina vor.[2]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chengjiu Huang, Yongtian Zhang & Bruce Bartholomew: Fagaceae. Quercus. In: Wu Zheng-Yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Cycadaceae through Fagaceae. Volume 4. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, Quercus lanata, S. 379 (englisch, „Quercus lanata - Online“ – dieses Werk ist textgleich online). (Abschnitte Beschreibung, Vorkommen und Systematik)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Chengjiu Huang, Yongtian Zhang & Bruce Bartholomew: Fagaceae. Quercus. In: Wu Zheng-Yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Cycadaceae through Fagaceae. Volume 4. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, Quercus lanata, S. 379 (englisch, „Quercus lanata - Online“ – dieses Werk ist textgleich online). (Abschnitte Beschreibung, Vorkommen und Systematik)
  2. a b c d e Rafaël Govaerts (Hrsg.): Quercus. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 2. Dezember 2019.
  3. Quercus lanata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 2. Dezember 2019.