Querlenker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Querlenker werden bei der Einzelradaufhängung an Kraftfahrzeugen quer zur Fahrtrichtung angeordnete Lenker bezeichnet. Sie führen den Radträger annähernd in vertikaler Richtung und übertragen die Querkräfte zwischen Rad und Fahrzeugkörper. Zum Übertragen der Längskräfte sind entweder zusätzliche Bauelemente erforderlich oder die Lenker sind flächig (Dreiecks- oder Trapezlenker) ausgeführt, so dass sie breit am Fahrzeugkörper und bei nicht gelenkten Rädern auch am Radträger gelagert werden.

Zwei Lenker, der Radträger und der Fahrzeugkörper bilden zusammen ein viergliedriges Koppelgetriebe mit vier Drehgelenken (Doppelquerlenker (Radaufhängung), erstes Bild). Wird ein MacPherson-Federbein verwendet (zweites Bild), so ist das Koppelgetriebe ein Getriebe der Schubkurbelkette (genauer: eine Schwingschleife) mit nur einem Querlenker.[1]
Moderne Mehrlenkerradaufhängungen enthalten bis fünf, allerdings nicht alle in Querrichtung angeordnete Lenker.

Ein Querlenker zur Querführung einer Starrachse ist der Panhardstab (viertes Bild). Er ist ebenfalls Teil eines Koppelgetriebes, das über die zusätzlich quer beweglichen Achsfedern geschlossen wird.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Radträger ist in jedem Fall die Koppel, und der Fahrzeugkörper ist das Gestell.