Queyssac

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Queyssac
Queyssac (Frankreich)
Queyssac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Bergerac
Kanton Bergerac-2
Gemeindeverband Bergeracoise
Koordinaten 44° 54′ N, 0° 33′ OKoordinaten: 44° 54′ N, 0° 33′ O
Höhe 50–173 m
Fläche 12,35 km2
Einwohner 470 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 38 Einw./km2
Postleitzahl 24140
INSEE-Code

Die Seyze im Nordosten der Gemeinde

Queyssac (okzitanisch: Caissac)[1] ist eine Gemeinde mit 470 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Dordogne im Südwesten Frankreichs in der Region Nouvelle-Aquitaine (bis 2015 Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Agglomération Bergeracoise. Die Einwohner nennen sich Queyssacois.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Queyssac liegt am Südrand des Périgord Blanc an der Seyze, einem Nebenfluss der Caudeau, etwa zehn Kilometer nordöstlich von Bergerac und etwa 100 Kilometer östlich von Bordeaux. Im sehr waldreichen Gemeindeareal verteilen sich mehrere Weiler auf Rodungsinseln, so unter anderem Le Mortier, Floyrac, Les Archets, Le Reclaussou, Parouty, Le Grand Bos, La Mouthe und Pinceguerre (teilweise). Nahe Pinceguerre liegt mit 173 m über dem Meer der höchste Punkt im Gemeindegebiet. Umgeben wird Queyssac von den Nachbargemeinden Saint-Julien-de-Crempse im Norden, Campsegret im Nordosten, Lamonzie-Montastruc im Osten, Lembras im Süden sowie Maurens im Westen.

Im Südosten der Gemeinde wird Queyssac von der Route nationale 21 tangiert, die von Bergerac nach Périgueux führt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine frühe Besiedlung des heutigen Gemeindegebietes kann durch prähistorische Funde aus der Altsteinzeit und der Jungsteinzeit belegt werden. Der Ursprung des Ortsnamens Queyssac leitet sich von einer Domäne eines gallo-römischen Besitzers namens Cassius[2] oder Cursus[3] ab. Aus dem Mittelalter sind mehrere Höhlenwohnungen (cluzeaux) überliefert. Die Kirche Saint-Pierre-ès-Liens wurde im 11. und 12. Jahrhundert errichtet, die ersten Hinweise auf den Ort erscheinen aber erst im 13. Jahrhundert als Corssac und dann am Ende des 14. Jahrhunderts als Quayssacum. Auf der Carte de Cassini, die zwischen 1756 und 1789 entstand, wurde das Dorf Queyssec genannt.[4]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015
276 256 289 363 439 462 467 464
Quelle: Cassini und INSEE

Im Jahr 1793 wurden in Queyssac 603 Bewohner gezählt.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Pierre-ès-Liens[6]
  • ehemaliger Taubenturm aus dem 16. Jahrhundert, heute Getreidesilo
  • Kriegerdenkmal
  • mehrere Flurkreuze und Brunnen

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Okzitanische Ortsnamen im Périgord (französisch)
  2. Jean-Marie Cassagne und Mariola Korsak: Origine des noms de villes et villages de Dordogne, éditions Bordessoules, 2009
  3. Chantal Tanet und Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord, éditions Fanlac, 2000, (ISBN 2-86577-215-2), S. 279
  4. Queyssac auf der Cassini-Karte
  5. Queyssac auf cassini.ehess.fr
  6. Beschreibung der Kirche auf queyssac.com (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Queyssac – Sammlung von Bildern