Quidditch (Sport)

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Typisches Spielszenario: Ein Jäger mit Quaffel (dunkle Kleidung) wird von einem gegnerischen Treiber mit einem Klatscher (blaues Oberteil) bedroht
Verbreitung der Sportart

Quidditch ist eine Vollkontakt-Sportart, die auf der fiktiven Sportart Quidditch aus dem Harry-Potter-Universum basiert. Ziel des Spiels, bei dem zwei Teams mit je sieben Spielern gegeneinander antreten, ist es, am Ende der Partie mehr Punkte als die andere Mannschaft zu haben und somit das Spiel für sich zu entscheiden.

Früher wurde Quidditch noch Muggel-Quidditch genannt, da nichtmagische Menschen in den Harry-Potter-Romanen als Muggel bezeichnet werden und der Begriff sich somit ideal auf das in der Realität gespielte Quidditch übertragen ließ.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Muggel-Quidditch wurde 2005 von zwei Studenten des Middlebury College in Vermont, Xander Manshel und Alex Benepe, entwickelt. Von Anfang an stand hierbei fest, dass es sich um eine gemischtgeschlechtliche Vollkontaktsportart handeln sollte. 2007 kam es schließlich zur ersten Partie gegen die Auswahl eines anderen Colleges. Gleichzeitig wurde die Intercollegial Quidditch Association ins Leben gerufen, die kurz darauf in International Quidditch Association (IQA) umgetauft wurde, als in Kanada die erste Quidditchmannschaft außerhalb der USA gegründet wurde.[1] Von 2008 bis 2014 veranstaltete die IQA jährlich den Quidditch World Cup in den USA, ein Turnier, zu dem Mannschaften aus aller Welt eingeladen waren. Während beim ersten World Cup noch lediglich zwölf Mannschaften antraten (elf aus den USA, eine aus Kanada), spielten 2011 bei dem World Cup IV in New York City bereits 96 Teams aus den USA, Kanada und Finnland vor den Augen von 10.000 Zuschauern.[2][3]

Analog zum Wachstum des Sports über die USA hinaus fanden 2012 die Quidditch Summer Games im englischen Oxford statt, bei denen die Nationalmannschaften aus Australien, Frankreich, Großbritannien, Kanada, und den USA um den Titel des Weltmeisters spielten. Der Austragungsort wurde dabei gezielt in direkter Nachbarschaft zu den Olympischen Spielen in London gewählt.[4] Seitdem findet die Quidditchweltmeisterschaft im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. 2014 traten im kanadischen Burnaby 2014 sieben Nationen gegeneinander an.[5] Die Weltmeisterschaft 2016 fand im Juli 2016 mit insgesamt 21 Teams in Frankfurt am Main und somit in Deutschland statt.[6] Nachdem die USA die ersten beiden Meisterschaften gewinnen konnten, wurde nun Australien Weltmeister.[7]

Um der globalen Verbreitung des Quidditch Rechnung zu tragen und den Sport auf internationalem Level ausreichend zu koordinieren, wurde die bis dato US-zentrierte International Quidditch Association 2014 grundlegend umgestaltet. Die ehemalige IQA wurde in den US-amerikanischen Nationalverband US Quidditch umstrukturiert und eine neue International Quidditch Association ins Leben gerufen. Dieser internationale Dachverband setzt sich aus Vertretern aller anerkannten Nationalverbände zusammen (aktuell 18, viele davon ebenfalls im Rahmen der Umstrukturierung gegründet).[8]

2015 fand im italienischen Sarteano die erste Quidditch-Europameisterschaft statt. Aus den zwölf teilnehmenden Nationen konnte sich im Finale Frankreich gegen Großbritannien durchsetzen.[9]

Bei der Weltmeisterschaft 2016 in Frankfurt am Main gewann erstmals eine andere Nation als die USA die Weltmeisterschaft. Australien gewann im Finale gegen die USA. Dieses Finale war darüber hinaus das erste Finale einer Weltmeisterschaft, welches nicht zu Null gewonnen wurde.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Regelwerk des US-amerikanischen Quidditchverbandes USQ, das zurzeit (Stand Dezember 2016) in der 10. Auflage erhältlich ist,[10] hat sich mittlerweile als internationaler Standard sämtlicher der International Quidditch Association angehörigen Nationalverbände etabliert und formuliert das Regelwerk wie folgt:

Bälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insgesamt befinden sich fünf Bälle im Spiel:[11]

  • Der Schnatz (snitch) ist ein Tennisball, der – in eine Socke gesteckt – im Hosenbund eines neutralen gelb gekleideten Spielers (des snitch runners, auch snitcher genannt) platziert ist. Der Schnatz wird nach 18 Minuten Spielzeit freigegeben. Sobald die Socke aus dem Hosenbund des Snitch Runners gezogen wird, endet das Spiel und die den Schnatz fangende Mannschaft erhält zusätzliche 30 Punkte.
    Bis 2014 war der Schnatz bereits ab der 10. Spielminute freigegeben. Der Snitch Runner hielt sich die ersten etwa zehn Minuten jedoch nicht in Sichtweite des Spielfeldes auf, sodass die Sucher in der ganzen näheren Umgebung nach ihm suchen mussten. Diese Regelung wurde mit der 8. Auflage des US Quidditch Rulebook abgeschafft.
  • Die drei Klatscher (bludger) können dazu genutzt werden, den Spielfluss anderer Spieler zu stören. Sobald ein Spieler von einem Klatscher getroffen wird, gilt dieser als ausgeknockt: Er muss den von ihm festgehaltenen Ball loslassen, zu seinen Torreifen zurücklaufen und einen von diesen berühren, bevor er wieder in das Spiel eingreifen darf.
  • Der Quaffel (quaffle) ist ein Volleyball, mit dem Punkte erzielt werden können, indem er durch einen der je drei unterschiedlich hoch angebrachten Ringe der gegnerischen Mannschaft geworfen wird. Ein solches Tor bringt der angreifenden Mannschaft 10 Punkte ein. Nur Jäger und Hüter dürfen den Quaffel bespielen. Jäger dürfen den Quaffel weiterhin dazu verwenden, Klatscherattacken abzuwehren.

Spielpositionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Teams werden mit verschiedenfarbigen Stirnbändern kenntlich gemacht. Folgende Rollen nehmen die sieben Spieler innerhalb der Mannschaften ein:[12]

  • Drei Jäger (chaser; weiße Stirnbänder) versuchen mit dem Quaffel Punkte zu erzielen, indem sie diesen durch einen der drei unterschiedlich hoch angebrachten Ringe des Gegners werfen.
  • Ein Hüter (keeper; grünes Stirnband) versucht die Ringe seiner Mannschaft vor den Angriffen der gegnerischen Jäger zu verteidigen (vergleichbar z. B. mit dem Torwart im Fußball).
  • Zwei Treiber (beater; schwarze Stirnbänder) versuchen den Spielfluss der gegnerischen Mannschaft zu stören, indem sie mit den Klatschern auf diese werfen und die getroffenen Gegner zum kurzzeitigen Rückzug zwingen.
  • Ein Sucher (seeker; goldenes bzw. gelbes Stirnband) versucht ab der 18. Spielminute den Schnatz zu fangen, um somit Punkte zu erzielen und das Spiel zu beenden. Dies ist der Fall, sobald einer der beiden rivalisierenden Sucher dem Snitch Runner die den Schnatz beinhaltende Socke aus dem Hosenbund ziehen konnte. Nur die beiden Sucher dürfen den Schnatz fangen.
  • Der Snitch Runner (gelbe Kleidung) mit dem Schnatz im Hosenbund kommt erst in der 17. Spielminute auf das Spielfeld. Die beiden Sucher müssen den Schnatz catchen (aus dem Hosenbund ziehen).

Bis 2016 durften maximal vier der sechs Spieler einer Mannschaft (exklusive der Sucher) einem gemeinsamen Geschlecht angehören, wodurch gemischtgeschlechtliche Mannschaftsgefüge – wie sie auch im fiktiven Quidditch der Harry-Potter-Romane üblich sind – unumgänglich sind.[13] Nach der aktuellen 10. Auflage des U.S. Quidditch Rulebooks[14] wird der Sucher nicht mehr von der sogenannten Gender Maximum-Regel ausgeschlossen. Durch diese Änderung verschob sich das Geschlechterverhältnis innerhalb eines Teams in Richtung 4:3 statt wie bisher 4:2 (vier Männer und zwei Frauen).[15]

Besen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit an das reale Quidditch – und eine Hommage an die literarische Vorlage – ist die Tatsache, dass jeder Spieler eine Stange (den Besen/broom) zwischen die Oberschenkel klemmen muss. Dieser wird in der Regel von einer Hand des Spielers festgehalten, kann aber auch lediglich durch zusammengestellte Beine fixiert werden. Die Stange darf zwischen 81 Zentimetern und 1,06 Meter lang sein. Für die Spieler entsteht durch den Besen die Schwierigkeit, nur eine Hand zum Bespielen der Bälle frei zu haben und/oder beim Laufen eine Einschränkung zu erfahren.

Spielfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spielfeld besteht aus einem Rechteck (22 Meter × 33 Meter) mit an den langen Seiten anschließenden Halbkreisen (Radius: 16,5 Meter), zwischen denen sich ein 5,5 Meter langer Pufferbereich befindet.[16] An den Linien, die das Rechteck mit den Pufferzonen verbinden, beginnen die Hüterzonen. Die Pufferbereiche enden auf der Höhe der drei Torstangen, der Torlinie. Auf halber Höhe zwischen den Torlinie und dem Beginn der Hüterzonen befinden sich die Startlinien, an denen die jeweiligen Mannschaften sich zu Spielbeginn aufhalten.

Torringe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jede Mannschaft verfügt über drei Torringe (Durchmesser: zwischen 81 und 86 Zentimeter), die auf Stangen in der Höhe von je 3 Fuß (0,91 Meter), 4,5 Fuß (1,37 Meter) und 6 Fuß (1,83 Meter) angebracht werden.[17]

Spielverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Anpfiff halten sich die Spieler kniend hinter der Startlinie ihrer jeweiligen Mannschaft auf; die drei Klatscher und der Quaffel liegen auf der Mittellinie des Spielfelds. Die Partie beginnt mit dem Brooms Up! des Schiedsrichters, wonach die Spieler (mit den zwischen die Beine geklemmten Besen) auf die Mittellinie zurennen und als Erster die Bälle erreichen wollen.

Wird ein Foul begangen, kommt es – je nach Schwere des Falls – zu unterschiedlichen Konstellationen:[18]

  • Zurück zu den Reifen: Der bestrafte, ausgeknockte Spieler muss zurück zu den Torringen der eigenen Mannschaft laufen und einen dieser berühren, bevor er wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen darf.
  • Blaue Karte: Der bestrafte Spieler muss eine Minute außerhalb des Spielfeldes verbringen. Wenn das gegnerische Team in diesem Zeitraum ein Tor erzielt, darf die Person auch frühzeitig wieder an der Partie teilnehmen.
  • Gelbe Karte: Das gleiche Strafmaß wie bei der Blauen Karte mit dem Unterschied, dass ein Spieler, der innerhalb einer Partie zwei Gelbe Karten erhält, die Rote Karte gezeigt bekommt.
  • Rote Karte: Der Spieler wird vom Rest der Partie ausgeschlossen. Sein Team muss zwei Minuten mit einem Spieler weniger spielen, bevor ein Ersatzspieler am Spielgeschehen teilnehmen darf.

Wird ein Spieler von einem Klatscher getroffen, gilt dieser als ausgeknockt: Er muss den von ihm festgehaltenen Ball fallen lassen, zurück zu den eigenen Reifen laufen und einen dieser berühren, bevor er wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen darf.

Wird ein Tor erzielt, zeigt der Hauptschiedsrichter dies durch zwei nach oben gestreckte Arme an; die Spielzeit wird nicht gestoppt. Der Ball wird durch den Torhüter in der Hüterzone wieder „lebendig“ gemacht, sobald dieser den Quaffel berührt. Üblicherweise versucht der Hüter den Ball möglichst schnell an die Jäger abzugeben, um ein schnelles Angriffsspiel zu eröffnen, solange die Verteidigung des Gegners noch nicht sortiert ist. Die ein Tor erzielende Mannschaft erhält 10 Punkte.

Nach 17 Minuten Spielzeit wird der Snitch Runner auf das Spielfeld geschickt, der ab Minute 18 von den beiden Suchern gejagt wird. Zieht einer der beiden Sucher dem Snitch Runner die den Schnatz beinhaltende Socke aus dem Hosenbund, beraten sich die Schiedsrichter, ob der Fang rechtmäßig (good) war. War er es nicht, läuft das Spiel weiter. War er es, ist das Spiel beendet und die schnatzfangende Mannschaft erhält 30 Punkte. Die Mannschaft, die bei dem durch das Fangen des Schnatzes herbeigeführten Ende des Spiels die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.

Fouls und Strafen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Quidditch gibt es diverse Möglichkeiten, ein Foul zu begehen bzw. den Schiedsrichter zu einem Eingreifen zu zwingen. Mögliche Schiedsrichter-Reaktionen sind folgende:[19]

  • Warnungen: Bei unsportlichem Verhalten der Spieler (z. B. Spielverzögerung, beleidigendes Verhalten).
  • Forderung von Wiederholungen: Standardsituationen werden bei falscher Ausführung wiederholt.
  • Zurück zu den Reifen: Ein Spieler steigt in einer laufenden Partie vom Besen; unbeabsichtigte regelwidrige Tacklings; absichtliches Verlassen des Spielfelds in einer laufenden Partie (mit oder ohne Ball); Ignorieren der dreisekündigen Immunitätsphase des Snitch Runners.
  • Quaffel muss an Gegner abgegeben werden: Ein ausgeknockter Spieler passt den Quaffel; absichtliches Verlassen des Spielfelds in einer laufenden Partie (mit oder ohne Ball); verbotene Tacklings; ein Spieler beeinflusst die Flugbahn eines Balles, den er zu spielen nicht berechtigt ist.
  • Blaue Karte: Falsches Verhalten zu Spielbeginn (beim Brooms Down! und Brooms Up!); wenn ein Sucher das Spielfeld vor der 18. Spielminute betritt; wiederholtes, unabsichtliches Verschieben oder Umkippen eines Reifens; absichtliches Bespielen eines Balles, für den man nicht spielberechtigt ist; Beeinflussen des Spiels als ausgeknockter Spieler, der zuerst einen der eigenen Reifen berühren müsste; unsportliches Verhalten nach ersten Verwarnungen; verbotene Tacklings.
  • Gelbe Karte: Nichtbeachten der Schiedsrichter-Instruktionen; Verschieben oder Umkippen eines Reifens; Eingriff in das Spiel nach Abstieg vom Besen oder nach dem Knock Out; gesteigert unsportliches Verhalten; Schwalben oder vorgetäuschte Verletzungen; verbotene Tacklings; absichtliches Bespielen eines Balles, den der Spieler nicht bespielen darf.
  • Rote Karte: Spielen mit einem kaputten Besen (dieser muss ausgetauscht werden); schwerwiegend unsportliches Verhalten; schwerwiegende körperliche Attacken, auch durch das unerlaubte Bespielen von Bällen; Eingriff in das Spiel von außen als Ersatzspieler.
  • Weitere Strafen: Weigert sich ein Spieler nach dem Erhalt der Roten Karte das Spielfeld zu verlassen und ist dieser eventuell nach wie vor eine Gefahr für die Anwesenden, kann es auch die eigentliche Partie übersteigende Maßnahmen geben, beispielsweise den dauerhaften Ausschluss von offiziellen Aktivitäten des Teams.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quidditch erfreut sich zunehmender Bekannt- und Beliebtheit, wie bereits von Beginn an insbesondere im universitären Umfeld. Die International Quidditch Association besteht zurzeit aus 18 Nationalverbänden. Auch in zahlreichen anderen Ländern wie beispielsweise Russland, Indien, Neuseeland oder auch Peru und anderen südamerikanischen Ländern wächst die Sportart rasant. Afrika ist der einzige Kontinent, in dem Quidditch bislang noch kaum gespielt wird: Nur in Uganda und Südafrika gibt es nennenswerte Aktivitäten. Laut der IQA existieren zurzeit (Stand November 2015) über 300 Teams in mehr als 20 Ländern.[20]

2014 wurde mit Mudbloods (Deutsch für Schlammblüter) ein Dokumentarfilm veröffentlicht, der die Quidditch-Mannschaft der UCLA auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft in New York 2011 begleitet.[21][22] Der Film wurde auf diversen Filmfestivals gezeigt[23] und erhielt international mediale Aufmerksamkeit.[24][25]

Während Quidditch in den USA und Kanada schon seit längerer Zeit zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, wird auch im deutschsprachigen Raum mittlerweile immer öfter über lokale,[26][27] aber auch verstärkt über internationale Aktivitäten berichtet.[28]

IQA World Cup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der IQA World Cup (früher: IQA Global Games) ist die seit 2012 von der International Quidditch Association im Zwei-Jahres-Rhythmus veranstaltete offizielle Quidditch-Weltmeisterschaft. Titelträger und mit drei Siegen Rekordweltmeister sind die Vereinigten Staaten.

European Games[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Europameisterschaften (European Games) werden vom IQA European Standing Committee organisiert. Ebenso der Europa Cup der Vereinsmannschaften.[29]

Nationalverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Nationalverbände werden von der International Quidditch Association anerkannt:[30]

  • Asociación Argentina de Quidditch (Argentinien)
  • Australian Quidditch Association (Australien)
  • Quidditch Austria (Österreich)
  • Belgium Muggle Quidditch (Belgien)
  • Associação Brasileira de Quadribol (Brasilien)
  • Quidditch Canada (Kanada)
  • Associació de Quidditch de Catalunya (Katalonien)
  • Fédération du Quidditch Français (Frankreich)
  • Deutscher Quidditchbund (Deutschland)
  • Associazione Italiana Quidditch (Italien)
  • Asociación Mexicana de Quidditch (Mexiko)
  • Muggle Quidditch Nederland (Niederlande)
  • Norges Rumpeldunkforbund (Norwegen)
  • Polska Liga Quidditcha (Polen)
  • Asociación Quidditch España (Spanien)
  • Quidditch Derneði (Türkei)
  • QuidditchUK (Vereinigtes Königreich)
  • US Quidditch (Vereinigte Staaten)

Quidditch in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2016 fand die erste Deutsche Quidditchmeisterschaft in Darmstadt statt. Die Rheinos Bonn konnten sich gegen fünf andere Teams durchsetzen.[31]

Vollmitglieder in Deutschland Stadt
Augsburg Owls Augsburg
Kelpies Bamberg Bamberg
Berlin Bluecaps Berlin
Berlin Bludgers Berlin
Bielefelder Basilisken Bielefeld
Binger Beasts Bingen
Ruhr Phoenix Bochum
Rheinos Bonn Bonn
Braunschweiger Broomicorns Braunschweig
Portkeys Bremen Bremen
Darmstadt Athenas Darmstadt
Deluminators Dresden Dresden
Düsseldorf Dementors Düsseldorf
Broom Breakers Feuerbach
Black Forest Bowtruckles Freiburg
Frankfurt Mainticores Frankfurt a. M.
Horkruxe Halle Halle
Hamburg Werewolves Hamburg
Hannover Niffler Hannover[32]
Heidelberger HellHounds Heidelberg
Jena Jobberknolls Jena
Flying Foxes Karlsruhe Karlsruhe
Kiel Kelpies Kiel
Looping Lux Leipzig Leipzig
Mannheimer Greife Mannheim
Münchener Wolpertinger München
Münster Marauders Münster
Dobbys Klatscher Oldenburg
Three River Dragons Passau[33]
Thunderbirds Trier Trier
Tübinger Thestrale Tübingen
Entwicklungsmitglieder in Deutschland Stadt
SkyHogs Berlin Berlin
Bielefelder Bludgers Bielefeld
Cologne Cannons Köln
Ottos Occamys Magdeburg
QC Neckarsulm Neckarsulm
Raging Broomsticks Paderborn
Biting Crups Zossen
Mannschaften im Aufbau in Deutschland Stadt
Aquila Berlin Berlin
Quidditch Eichstätt Eichstätt
Gießen Griffins Gießen
Quidditch Göttingen Göttingen
Flying Raccoons Kassel Kassel
SanssouSea Serpents Potsdam Potsdam
Quidditch Wiesbaden Wiesbaden

Am Wochenende 23./24. Juli 2016 fand in Frankfurt am Main die Quidditch-Weltmeisterschaft der IQA statt, bei der die Mannschaft von Deutschland nur im Vorrundenspiel gegen Südkorea und in der Runde um Platz 9-16 das Spiel gegen Slowenien sowie das Spiel um Platz 11 gegen Katalonien gewann.[34] Die Weltmeisterschaft wurde von der IQA und dem Sportamt der Stadt Frankfurt organisiert. Auf nationaler Ebene organisiert den Sport der Deutsche Quidditchbund (DQB). Dieser besteht aus den Vollmitgliedern, die an allen offiziellen Veranstaltungen teilnehmen und Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung haben, und den Entwicklungsmitgliedern, die in Zukunft die Vollmitgliedschaft anstreben.[35]

Die zweite Deutsche Quidditchmeisterschaft fand am 3. und 4. Juni 2017 in Jena statt. Es traten 21 Mannschaften an. Die Three River Dragons Passau sicherten sich den Titel des Deutschen Meisters vor den Rheinos Bonn und den Darmstadt Athenas.[36]

Am 28. und 29. April 2018 wird der European Quidditch Cup (EQC) 2018 in Pfaffenhofen an der Ilm ausgetragen.[37]

Quidditch in der Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schweizerische Quidditchverband veranstaltet jährlich die Schweizer Meisterschaften. Erster Sieger wurden 2017 die Turicum Thunderbirds aus Zürich.

Mannschaften in der Schweiz Stadt
Basel Basilisks Basel
Berner Boggarts Bern
Hippogreife Hägendorf Hägendorf
Pilatus Patronus Luzern
Turicum Thunderbirds Zürich

Quidditch in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quidditch Austria veranstaltet jährlich im Oktober das internationale Freundschaftsturnier Danube Cup.

Mannschaften in Österreich Stadt
Vienna Vanguards Wien
Danube Direwolves Wien
Graz Grimms Graz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Quidditch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Website der International Quidditch Association
  • Website von US Quidditch
  • Website des Deutschen Quidditchbundes
  • Website von Quidditch Austria

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. History. US Quidditch, abgerufen am 28. November 2015.
  2. Quidditch World Cup 2011: NYC Tournament Highlights [VIDEO]. International Business Insider, abgerufen am 28. November 2015.
  3. About. International Quidditch Association, abgerufen am 26. November 2015.
  4. Quidditch, Almost At The Olympics. BU Today, abgerufen am 28. November 2015.
  5. Harry Potter sport quidditch gains fans as Australia returns from Global Games with silver medal. ABC, abgerufen am 28. November 2015.
  6. World Cup 2016. International Quidditch Association, abgerufen am 28. November 2015.
  7. Australien ist Weltmeister im Quidditch. faz.net, abgerufen am 25. Juli 2016.
  8. About. International Quidditch Association, abgerufen am 28. November 2015.
  9. France beats Britain to win first European Quidditch Games. The Guardian, abgerufen am 28. November 2015.
  10. US Quidditch Rulebook. Ninth Edition. US Quidditch, abgerufen am 6. November 2015 (PDF).
  11. Rules. International Quidditch Association, abgerufen am 6. November 2015.
  12. Rules. International Quidditch Association, abgerufen am 6. November 2015.
  13. Ein kurzer Überblick über Quidditch. Deutscher Quidditchbund, abgerufen am 6. November 2015.
  14. U.S. Quidditch Rulebook
  15. 10th Edition of Rulebook Released | US Quidditch. In: www.usquidditch.org. Abgerufen am 10. Oktober 2016.
  16. US Quidditch Rulebook. Ninth Edition. US Quidditch, S. 22f., abgerufen am 6. November 2015 (PDF).
  17. US Quidditch Rulebook. Ninth Edition. US Quidditch, S. 31, abgerufen am 6. November 2015 (PDF).
  18. US Quidditch Rulebook. Ninth Edition. US Quidditch, S. 18, abgerufen am 17. November 2015 (PDF).
  19. US Quidditch Rulebook. Ninth Edition. US Quidditch, S. 171f., abgerufen am 6. November 2015 (PDF).
  20. The international governing body for the sport of quidditch. International Quidditch Association, abgerufen am 16. November 2015.
  21. Mudbloods (2014). International Movie Database, abgerufen am 23. November 2015.
  22. About. International Quidditch Association, abgerufen am 23. November 2015.
  23. Mudbloods – A Film About Quidditch. Abgerufen am 23. November 2015.
  24. Quidditch is real, and it wants to go pro. CNN, 21. November 2014, abgerufen am 23. November 2015.
  25. Aufgepasst, ihr Muggel: Quidditch ist ein Sport! Jessica Luther, VICE, 14. April 2015, abgerufen am 23. November 2015.
  26. Quidditch in Passau: Hexenzauber an Inn und Donau. Bayerischer Rundfunk, 31. Oktober 2015, archiviert vom Original am 31. Oktober 2015; abgerufen am 23. November 2015.
  27. Muggel jagen den goldenen Snitch. derStandard.at, 7. Mai 2015, abgerufen am 23. November 2015.
  28. Harry Potters Besen-Rugby im echten Matsch. Zeit Online, 5. Dezember 2012, abgerufen am 23. November 2015.
  29. IQA, europäische Unterorganisation: European Standing Committee, European Games, European Quidditch Cup
  30. Congressional Representatives. International Quidditch Association, abgerufen am 30. November 2015.
  31. Bonn ist Deutscher Meister 2016. Deutscher Quidditchbund, abgerufen am 4. Februar 2016.
  32. Homepage der Hannover Niffler
  33. Homepage der Three River Dragons Passau
  34. Zur Quidditch-WM 2016 in Deutschland: Quidditch-WM in Frankfurt - Auf der Suche nach der Socke aus Frankfurter Rundschau online vom 24. Juli 2016, siehe auch FR-Bilderstrecke
  35. Super User: Mitgliedschaft. Abgerufen am 22. Januar 2018 (deutsch).
  36. Rückblick auf die Deutsche Meisterschaft 2017. Deutscher Quidditchbund, 8. Juni 2017, abgerufen am 20. August 2017.
  37. European Quidditch Cup. Quidditch Europe, abgerufen im 6. Januar 2018 (englisch).