Quintanilla de Trigueros

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Gemeinde Quintanilla de Trigueros
Quintanilla de Trigueros – Ermita de la Virgen del Rosario
Quintanilla de Trigueros – Ermita de la Virgen del Rosario
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Quintanilla de Trigueros
Quintanilla de Trigueros (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: KastilienleonKastilien und León Kastilien und León
Provinz: Valladolid
Comarca: Campiña del Pisuerga
Koordinaten 41° 51′ N, 4° 40′ WKoordinaten: 41° 51′ N, 4° 40′ W
Höhe: 790 msnm
Fläche: 32,21 km²
Einwohner: 105 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 3,26 Einw./km²
Postleitzahl: 47283
Gemeindenummer (INE): 47130 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Quintanilla de Trigueros

Quintanilla de Trigueros ist ein nordspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 105 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) in der Provinz Valladolid in der Autonomen Region Kastilien-León; sie gehört zum Weinbaugebiet „Cigales D. O.“.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Quintanilla de Trigueros liegt nahe der Autovía A-62 in einer Höhe von ca. 790 m. Die Entfernung zur südlich gelegenen Provinzhauptstadt Valladolid beträgt knapp 34 km (Fahrtstrecke). Das Klima im Winter ist rau, im Sommer dagegen trocken und warm; der eher spärliche Regen (ca. 435 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.446 495 506 113 101[3]

Wegen der Mechanisierung der Landwirtschaft und der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe wanderten viele Arbeitskräfte und deren Familien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die größeren Städte ab (Landflucht).

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Umland von Quintanilla de Trigueros war und ist in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt, wobei die Viehzucht traditionell eine weniger wichtige Rolle spielte; der Ort bot die notwendigen regionalen Dienstleistungen in den Bereichen Handwerk und Handel. Die Gemeinde ist Teil des kleinen Weinbaugebiets „Cigales“; der Tourismus spielt kaum eine Rolle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 400 v. Chr. war die Gegend von der keltischen Volksgruppe der Vaccäer besiedelt. Im 2. Jahrhundert v. Chr. brachten die Römer weite Teile der Iberischen Halbinsel unter ihre Kontrolle; sie brachten überdies die Kunst des Weinbaus mit. Im 5. Jahrhundert n. Chr. kamen die Vandalen, die jedoch von den Westgoten nach Nordafrika abgedrängt wurden. Im 8. Jahrhundert drangen arabisch-maurische Heere bis weit in den Norden vor, konnten jedoch die Gebiete nördlich des Kantabrischen Gebirges (Baskenland, Kantabrien, Asturien, Galicien) nicht erobern. Bereits im 10. und 11. Jahrhundert wurden sie von christlichen Heeren nach Süden abgedrängt (reconquista), wobei das ca. 35 km südlich von Quintanilla de Trigueros gelegene Tal des Duero lange Zeit die jeweiligen Einflusssphären voneinander abgrenzte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die im 16. Jahrhundert erbaute einschiffige, aber mit zwei Querhauskapellen ausgestattete Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción ist der Himmelfahrt Mariens geweiht. Besonders hervorzuheben ist der mächtige Glockenturm (campanario) mit aufsitzender moderner Laterne. Der reich beschnitzte Altarretabel (retablo) stammt vom Beginn des 16. Jahrhunderts.[4]
  • Unmittelbar daneben steht die kleine Ermita de la Virgen del Rosario mit ihrem kleinen Portalvorbau (portico). Der Glockengiebel (espadana) ist nicht mittig über dem Portal angebracht, sondern seitlich versetzt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Quintanilla de Trigueros – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Quintanilla de Trigueros – Klimatabellen
  3. Quintanilla de Trigueros – Bevölkerungsentwicklung
  4. Quintanilla de Trigueros – Kirche
  5. Quintanilla de Trigueros – Ermita