Quintus Caecilius Metellus Nepos (Konsul 98 v. Chr.)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Quintus Caecilius Metellus Nepos (* um 135 v. Chr.; † 55 v. Chr.), ein Sohn des Caecilius Metellus Balearicus, war ein römischer Politiker. Im Jahr 98 v. Chr. bekleidete er das Konsulat.

Einer der wenigen aus seinem Leben bekannten Aspekte dreht sich um seine Heirat mit Licinia Crassa, der Mutter seiner Söhne. Licinia war bereits mit Quintus Mucius Scaevola verheiratet, als Nepos ein Verhältnis mit ihr begann. Als sie entdeckt wurden, wurde Licinia ausgestoßen und als Ehebrecherin verketzert. Aber Nepos, anstatt sie gehen zu lassen, ließ sich von seiner Frau scheiden und heiratete Licinia weniger als eine Woche später. Der Vorgang wirkte derart skandalös, dass diese Hochzeit mehrere Erwähnungen in den antiken Quellen erfuhr.

Als Konsul erließ er im Jahr 98 v. Chr. zusammen mit seinem Amtskollegen Titus Didius ein Gesetz über die Veröffentlichungsfrist von Gesetzentwürfen[1] sowie das Verbot, mehrere Verordnungen in einem einzigen Gesetz zu beantragen.[2] Seine Söhne waren Quintus Caecilius Metellus Celer, Konsul im Jahr 60 v. Chr., und Quintus Caecilius Metellus Nepos, Konsul im Jahr 57 v. Chr.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cicero, De domo sua ad pontifices 41 (lateinisch); Philippische Reden 5,8 (lateinisch); Pro P. Sestio 135 (lateinisch) und Scholia Bobiensia 140 (Stangl) zur Stelle (lateinisch).
  2. Cicero, De domo sua ad pontifices 53 (lateinisch); Ernest George Hardy: Three Questions as to Livius Drusus. In: Classical Review. Band 27, 1913, S. 261–263, hier: S. 262; Rudi Thomsen: Das Jahr 91 v. Chr. und seine Voraussetzungen. In: Classica et Mediaevalia. Band 5, 1942/43, S. 30 f.