Quora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Quora
Logo von Quora
www.quora.com
Beschreibung Wissensorganisation
Registrierung wahlweise
Sprachen Englisch, Spanisch[1]
Eigentümer Quora, Inc.
Urheber Adam D’Angelo
Charlie Cheever
Erschienen Juni 2009

Quora (ein Kunstwort, verwandt mit Quorum) ist ein 2009 gegründetes Online-Portal mit der Zielsetzung, Antworten auf konkrete Fragen zu geben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quora wurde im Juni 2009 als digitaler Auskunftsdienst von Adam D'Angelo (ehemaliger CTO von Facebook), Charlie Cheever und anderen gegründet. Die Beta-Version ging im Dezember 2009 ans Netz, seit dem 21. Juni 2010 ist der Dienst öffentlich und kostenlos zugänglich.[2] Um Quora nutzen zu können, ist eine Anmeldung per E-Mail, Google-Konto oder Facebook-Account erforderlich.

Im März 2010 erhielt Quora eine Finanzierung von Benchmark Capital. Gerüchten zufolge wird das Startup im Jahr 2010 mit 86 Mio. US$ bewertet.[3] Im Jahr 2017 konnte Quora bei einer Finanzierungsrunde D weitere 85 Mio. US$ von Investoren erhalten.[4]

Zu den Beratern der Firma gehört der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales.[5]

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründer versuchten von Anfang an, einen elitären Nutzerkreis aufzubauen, indem sie bekannte Größen der Technikwelt als Experten zum Beantworten von Fragen gewannen. So erklärte AOL-Gründer Steve Case in acht Schritten, wie die Dotcom-Blase platzte.[6] Der Google-Produktmanager Nate Smith gab Antwort auf die Frage, wie in der Google-Bildersuche Bilder mit bestimmten Farben gesucht werden. Der Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz erklärte die Hintergründe zum Facebook-Film The Social Network.[7]

Ziel von Quora ist es, den Nutzern Antworten auf jedmögliche Fragestellung zu geben. Dabei will Quora eine Wissensdatenbank aufbauen, die eine Suche bei Wikipedia oder Google überflüssig machen soll. Ähnlich wie bei den bekannten Netzwerken Twitter und Wikipedia ist es bei Quora möglich, sich über Verknüpfungen von Frage zu Frage zu bewegen und so seinen Interessen zu folgen.[8] Zudem gibt es Funktionen ähnlich denen von Microblogging-Diensten und anderen sozialen Netzwerken; so können die Nutzer anderen folgen oder Themen abonnieren.[9]

Die Artikel haben bei Quora meist die Form eines Listicle, d. h., sie lesen sich wie Aufzählungen. Beispiel: Ein Besucher der Seite fragt, warum Menschen vorgeben, jemand anderes zu sein.[10] Die Antworten eines Drehbuchautors beginnen mit:

  • wenn du im Filmgeschäft bist, machst du es, weil du Schauspieler bist.
  • wenn du im Verbrechergeschäft bist, machst du es, um nicht erwischt zu werden.
  • wenn du in der Politik bist, machst du es, um der Welt ein gutes Gesicht zu zeigen...

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Expanding Quora Beyond English Into Spanish. In: The Quora Blog. 2. August 2016.
  2. Quora hochgelobte Sammlung von Fragen und Antworten startete am 21. Juni 2010 für die Öffentlichkeit.
  3. Benchmark Capital investierte in das Startup bei einem geschätzten Wert von 86 Millionen Dollar am Bewertungstag.. techcrunch.com. Abgerufen am 29. März 2010.
  4. Josh Constine: Q&A app Quora valued around $1.8 billion in $85 million fundraise. In: TechCrunch. 21. April 2017.
  5. Wales' Profilseite auf quora.com
  6. Steve Case: What factors led to the bursting of the Internet bubble of the late 90's?, Quora. 14. Januar 2011. Abgerufen am 4. März 2011. 
  7. Nicole Franziska Kögler: Die Zukunft der Wissenssammlung, Zeit Online. 12. Januar 2011. Abgerufen am 4. März 2011. 
  8. Jenna Wortham: Facebook Helps Social Start-Ups Gain Users, New York Times. 12. März 2010. Abgerufen am 29. Mai 2010. 
  9. Tom Simonite: Fragen für Quora, Technology Review. 21. Januar 2011. Abgerufen am 4. März 2011. 
  10. aus dem Englischen übersetzt