Râșca (Cluj)

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Râșca
Rissdorf
Roska
Râșca (Cluj) führt kein Wappen
Râșca (Cluj) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 46° 44′ N, 23° 7′ OKoordinaten: 46° 43′ 45″ N, 23° 6′ 34″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 930 m
Fläche: 65,65 km²
Einwohner: 1.446 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407490
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Râșca, Dealu Mare, Lăpuștești, Mărcești
Bürgermeister: Ioan Morar (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 327
loc. Râșca, jud. Cluj, RO–407490
Website:
Sonstiges
Stadtfest: 1. Samstag und Sonntag im Oktober „Festivalul cartofului“ (Das Kartoffelfest)

Râșca oder Rîșca [ˈrɨʃca] (deutsch Rissdorf, ungarisch Roska) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort Rîșca ist auch unter den ungarischen Bezeichnungen Középroska[2] und Roskatelep[3] bekannt.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Râșca im Kreis Cluj

Die Gemeinde Râșca liegt in den Nordostausläufern der Gilăuer Berge (Munții Gilăului), ein Gebirgszug des Apuseni-Gebirges (Munții Apuseni) im Norden des Motzenlandes. Der Ort Râșca befindet sich am gleichnamigen Bach – ein Zufluss des Someșul Cald (Warmer Somesch) – und der Kreisstraße (Drum județean) DJ 103K etwa 25 Kilometer südlich von der Kleinstadt Huedin und etwa 44 Kilometer westlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Râșca wurde erstmals 1786 urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert gehörte Rîșca de Jos zu Mănășturu, Rîșca de Mijloc und Rîșca de Sus zum Ort Mănăstireni. Diese Streusiedlungen wurden 1930 zu einem Dorf.[3]

Im Königreich Ungarn lag die heutige Gemeinde im Stuhlbezirks Bánffyhunyad in der Gespanschaft Klausenburg (ungarisch Kolozs). Anschließend gehörte die Gemeinde dem historischen Kreis Cluj und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Râșca wurden seit 1850 ausschließlich Rumänen registriert. 1850 waren es 155 im heutigen Lăpuștești (ungarisch Felsőszamos) und erst ab 1930 wurden auch die Bewohner des heutigen Gemeindezentrums (1625) registriert. Die Einwohneranzahl stieg stetig, sodass 1977 mit 2664 die höchste Anzahl der Einwohner registriert wurde. Bei fast jeder Volkszählung wurden auch Magyaren registriert, die höchste Anzahl (vier) war 1956.[4]

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind die Landwirtschaft (hauptsächlich Kartoffelanbau) und die Viehzucht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Gemeindezentrum ist Ausgangspunkt zu der Klamm des Someșul Cald und der nah gelegenen Stauseen Tarnița () und Beliș-Fântânele ().[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Râșca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Abgerufen am 5. Dezember 2017 (ungarisch).
  3. a b Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  5. Allgemeine Informationen über die Gemeinde Râșca bei cluj.com; abgerufen am 25. Dezember 2017 (rumänisch)