Réchicourt-le-Château

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Réchicourt-le-Château
Wappen von Réchicourt-le-Château
Réchicourt-le-Château (Frankreich)
Réchicourt-le-Château
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Sarrebourg
Gemeindeverband Communauté de communes du Pays des Étangs
Koordinaten 48° 40′ N, 6° 50′ OKoordinaten: 48° 40′ N, 6° 50′ O
Höhe 242–333 m
Fläche 24,14 km²
Einwohner 571 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km²
Postleitzahl 57810
INSEE-Code

Schloss Réchicourt

Réchicourt-le-Château (deutsch Rixingen) ist eine französische Gemeinde mit 571 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins. Die Gemeinde liegt im Regionalen Naturpark Lothringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Réchicourt-le-Château liegt im südöstlichen Winkel des Départements Moselle. Nordwestlich liegt der Étang de Réchicourt (Rixinger Weiher). Der Niveauunterschied von 16 Meter zwischen diesem und dem höherliegenden Étang de Gondrexange wird durch eine einzige Schleuse überwunden. Nordöstlich an der Grenze zur Nachbargemeinde Gondrexange liegt der Col des Français (Franzosenpass).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 770 als Richisi curtis erwähnt, dann Ruchesingen im jahr 1179. Das Dorf war bis 1661 deutsch, kam dann zu Frankreich, wurde 1871 wieder deutsch und 1919 wieder französisch. In der Zeit von 1939 bis 1945 unterstand es erneut der deutschen Verwaltung und danach wieder der französischen. Es ist von ausgedehnten Waldgebieten umgeben.

Zum Ort gehört das Schloss Réchicourt, ein Bau aus dem 15. Jahrhundert, der im 16. Jahrhundert sein heutiges Aussehen im Stil der Renaissance erhielt und ein Sitz der Grafen von Leiningen war.[1] Graf Ludwig Eberhard von Leiningen-Westerburg-Rixingen verkaufte es 1669 an Graf Friedrich von Ahlefeldt. Die Herrschaft wurde 1703 von seinem jüngeren Sohn und Nachfolger in Rixingen und Mörsberg, Carl von Ahlefeldt, an Reichsgraf Friedrich Ludwig von Nassau zu Ottweiler verkauft. Von 1751 bis 1789 gehörte es den Herzögen von Fronsac-Richelieu. Heute ist es halbwegs zur Ruine verfallen.

Réchicourt-le-Château war bis 2015 namensgebender Hauptort des in diesem Jahr aufgelösten Kantons Réchicourt-le-Château.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 935 982 924 931 825 726 561

Schleuse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zwischen 1960 und 1965 gebaute Schleuse Écluse de Réchicourt-le-Château im Verlauf des Canal de la Marne au Rhin ersetzt eine Schleusentreppe mit sechs Schleusen.[2] Ihre Fallhöhe beträgt, je nach dem Wasserstand des Kanals, 15,45 bis 16,10 Meter. Damit ist sie die höchste französische Schleuse in einem Freycinet-Kanal.

Das Volumen der Schleusenkammer beträgt 3768 m³. Sie ist 40 Meter lang und 6 Meter breit, die minimale Wassertiefe beträgt 2,6 Meter. Das Obertor ist zweiflügelig, kanalabwärts wurde ein Hubtor installiert, das zum Öffnen hochgezogen wird. Die Passage eines Schiffs dauert, im Gegensatz zu sechs Stunden durch die Schleusentreppe, nur noch rund 30 Minuten.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Réchicourt-le-Château – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bebilderte Webseite zu Schloss Rixingen (französisch)
  2. Ecluse de Réchicourt-le-Château bei structurae, abgerufen am 29. Mai 2016
  3. Infotafel an der Schleuse