Róża Etkin

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Róża Etkin (1927)

Róża Etkin, Ehename Róża Etkin-Moszkowska (* 1908 in Warschau; † 16. Januar 1945 ebenda) war eine polnische Pianistin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Róża Etkin wurde in eine jüdische Familie geboren und beschäftigte sich von Kindheit an mit Musik. Als Zehnjährige wurde sie in das Warschauer Konservatorium aufgenommen und studierte Klavier bei A. Michałowski und Z. Drzewiecki. 1920 trat sie in einem Konzert der Studenten des Konservatoriums zum ersten Mal öffentlich auf.

1924 debütierte Etkin als Solistin mit dem 3. Klavierkonzert von Sergei Rachmaninow zusammen mit dem Warschauer Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Grzegorz Fitelberg. 1927 war sie im ersten Internationalen Chopin-Wettbewerb die jüngste Teilnehmerin und wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Anschließend reiste sie nach Berlin, um sich im Klindworth-Scharwenka-Konservatorium bei Moritz Mayer-Mahr zu perfektionieren. Sie entwickelte ein reiches Repertoire mit insbesondere den späten Beethoven-Sonaten, den S. Rachmaninow-Konzerten, den Goldberg-Variationen, Werken von Prokofjew und Szymanowski sowie mit Leopold Godowskys Bearbeitungen der Chopin-Walzer. Ihre ersten Konzertauftritte in Berlin fanden ein positives Echo bei dem Kritiker Hugo Leichtentritt. Sie machte auch Schallplattenaufnahmen mit der Berliner Tri-Ergon und anderen.[1] In Berlin heiratete sie Mayer-Mahrs Neffen Ryszard Moszkowski. Nach ihrer Rückkehr nach Polen setzte sie ihre erfolgreiche Karriere fort.

Nach der deutschen Besetzung Polens versteckte sich Róża Etkin mit ihrem Mann in Warschau-Żoliborz. Am Tag vor der Befreiung Warschaus am 17. Januar 1945 wurden sie zusammen mit anderen in ihrem Versteck von deutschen Soldaten entdeckt und mit einer Handgranate getötet.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b James Methuen-Campbell: Chopin Playing from the Composer to the Present Day. Victor Gollancz Ltd., London 1981, S. 117.