Róža Domašcyna

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Róža Domašcyna (* 11. August 1951 in Zerna, Landkreis Kamenz) ist eine sorbische Lyrikerin und Übersetzerin. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Sächsischen Akademie der Künste.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie arbeitete von 1968 bis 1972 in der Redaktion der sorbischen Kinder- und Jugendzeitschrift Płomjo und der Tageszeitung Nowa doba. Seit 1970 veröffentlichte sie Gedichte in der sorbischen Presse. Ab 1979 studierte sie Ingenieurökonomie des Bergbaus und war bis 1984 als Schreibkraft und Materialwirtschaftlerin in Knappenrode tätig. Von 1985 bis 1989 studierte sie am Leipziger Literaturinstitut „Johannes R. Becher“. Seit 1990 ist sie freie Schriftstellerin.

Die politische und gesellschaftliche Wende der DDR brachte für Róža Domašcyna gleichsam den literarischen Durchbruch. Sie selbst tritt als Nachdichterin überwiegend aus slawischen Sprachen auf; ihre Gedichte sind in zahlreiche slawische und westeuropäische Sprachen übersetzt worden. In ihren Texten nutzt sie poetische Interferenzen zwischen dem Sorbischen und dem Deutschen; beide Sprachen gehen so eine Verbindung ein, die den von Kito Lorenc vorgeschlagenen Weg der Weiterentwicklung sorbischer Lyrik konsequent beschreitet.

In der musikalisch-phonetischen Komposition „parkfiguren. Lyrisches Moment mit einem deutsch-sorbischen Text von Róža Domašcyna“ setzt der Komponist Harald Muenz die Zweisprachigkeit von Domašcynas Text gezielt als klangliches Vexierspiel für eine Sprech- und eine Singstimme um.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wróćo ja doprědka du (etwa: Vorwärts geh ich und zurück), 1990
  • Zaungucker, 1991
  • Pře wšě płoty (Über alle Zäune), 1994
  • Zwischen gangbein und springbein, 1995
  • Der Hase im Ärmel, Illustration: Angela Hampel, 1997, 2011
  • Selbstredend selbzweit selbdritt, 1998
  • Kunstgriff am netzwerg, 1999
  • Pobate bobate, 1999
  • "sp", 2001
  • MY NA AGRA, 2004
  • stimmfaden, 2006
  • Balonraketa (zwei Texte für das Theater), 2008
  • ort der erdung, 2011
  • Štož ći wětřik z ruki wěje, 2012
  • Feldlinien, 2014
  • Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt, 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]