Röhrenglocken

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Röhrenglocken, wie sie in Orchestern verwendet werden

Röhrenglocken sind längliche, hohle Metallstäbe. Diese Idiophone werden als Musikinstrument eingesetzt. In Orchestern werden sie häufig in pompösen Werken, aber auch in Kirchenliedern (meist zur Imitation von Kirchenglocken) verwendet. Gespielt werden sie dabei vom Percussionisten.

Bei der Orchestervariante der Röhrenglocken sind die einzelnen Glocken auf einem Ständer angebracht, auf dem die chromatische Folge der Röhrenglocken analog zu einer Klaviertastatur angeordnet ist. Auf einem solchen Ständer sind in der Regel 1½ bis 2 Oktaven angebracht. Die Länge der einzelnen Röhren variiert je nach Tonhöhe von ca. 75 cm (f’’ – kürzeste Röhre) bis ca. 155 cm (c’ – längste Röhre). Die Röhren bestehen aus verchromtem Messing oder Stahl und haben in der Regel einen Durchmesser von 3 bis 4 cm bei einer Wanddicke von wenigen Millimetern (ca. 2 mm).

Gespielt werden Röhrenglocken mit einem speziellen Hammer aus Hartplastik oder besonders festem Gummi. Angeschlagen werden sie in der Regel am oberen Rand, der mit einer Metallverstärkung versehen ist.

In einigen englischen Kirchen wurden im 20. Jahrhundert die „normalen“ Glocken durch Röhrenglocken ersetzt. Im englischen Sprachraum sind die Röhrenglocken als tubular bells bekannt. Nach ihnen benannte der britische Musiker Mike Oldfield sein Debüt-Album Tubular Bells (1973).

Im Kreis angeordnete (und gewöhnlich deutlich kleinere) Röhrenglocken ergeben ein Windspiel.

Tonbeispiel Röhrenglocken (Windspiel)?/i

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