Römermühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Römermühle
Römermühle auf der Tranchotkarte in Herzogenrath

Römermühle auf der Tranchotkarte in Herzogenrath

Lage und Geschichte
Römermühle (Nordrhein-Westfalen)
Römermühle
Koordinaten 50° 51′ 59,4″ N, 6° 7′ 38,7″ OKoordinaten: 50° 51′ 59,4″ N, 6° 7′ 38,7″ O
Standort Deutschland
Nordrhein-Westfalen
Städteregion Aachen
Herzogenrath
Gewässer Broicher Bach
Erbaut 16. Jahrhundert
Stillgelegt 1960
Technik
Nutzung Walk- u. Schleifmühle
Mahlwerk 1 Mahlgang
Antrieb Wassermühle
Wasserrad unterschlächtig

Die Römermühle war eine Wassermühle am Broicher Bach in der Stadt Herzogenrath in der nordrhein-westfälischen Städteregion Aachen im Regierungsbezirk Köln.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römermühle hatte ihren Standort am Broicher Bach, Römergasse, im Stadtteil Noppenberg in der Stadt Herzogenrath in der Städteregion Aachen. Sie lag auf einer Höhe von ca. 121 m über NN. Oberhalb der Römermühle hatte die Alsdorfer Ölmühle ihren Standort, unterhalb war die Berger Mühle zu finden.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Quellen vom Broicher Bach mit einer Höhe von 174 m über NN liegen heute in einem Regenrückhaltebecken zwischen den Straßen In der Dell und Holzweg im Stadtteil Linden-Neusen der Stadt Würselen. Der Bach mit einer Länge von 8,2 km ist ein Nebengewässer der Wurm und fließt nach nördlichem Beginn in westlicher Richtung durch das Gebiet der Stadt Alsdorf und dann zur Stadt Herzogenrath. Im Straßenbereich An der Wurm/Apolloniastraße mündet der Broicher Bach in einer Höhe von 106 m über NN bei km 35,0 in die Wurm. Ein Stausee, etwa 500 Meter oberhalb der Mündung im Naherholungsgebiet Broichbachtal gelegen, reguliert den Wasserfluss vom Broicher Bach in die Wurm. Die Pflege und Unterhaltung des Gewässers obliegt dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römermühle, die auch Walkmühle genannt wurde, stammte aus dem 16. Jh. und gehörte zu Haus Ottenfeld. Ab 1850 war die Mühle eine wasserkraftbetriebene Spinnerei. Im Jahre 1900 richtete die aus dem Siegerland stammende Familie Stommel in der stillgelegten Spinnerei eine Werkzeugschleiferei ein, deren Hauptprodukt Feilen waren. 1947 musste das Wasserrad wegen Bergsenkung stillgelegt werden. 1960 wurde der ganze Betrieb wegen drohender Grubensenkungen geschlossen. Aus dem Mühlenhof wurde nach dem Abbruch der Gebäude eine Wiese, mit einem am Wegesrand stehenden Schleifstein und einer Erinnerungstafel an die die „Schliifmölle“.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Vogt: Niederrheinischer Wassermühlen-Führer 2. Auflage. Verein Niederrhein, Krefeld 1998, ISBN 3-00-002906-0, S.273

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Römermühle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.wver.de/