Römisches Mauerwerk

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Opus reticulatum

In der römischen Antike wurden viele Techniken zum Bau von Mauern, Fußböden und Decken angewandt. Ein Großteil dieser Techniken wurde sogar neu entwickelt. Im Laufe der Zeit entstanden Mauerwerke wie:

  • Opus albarium ist ursprünglich Stuck, der als Unterlage für Temperamalerei diente, später generell eine Weißstuckarbeit.
  • Opus caementitium ist eine betonähnliche Substanz, mit der Guss- bzw. Schalenmauerwerke konstruiert werden konnten.
  • Opus incertum (auch opus antiquum) ist ein Mauerwerk aus Bruchsteinen.
  • Opus implectum ist ein zweischaliges Mauerwerk mit einer äußeren und inneren, sauber aus Quadern gemauerten Schale und dazwischen liegenden Gussmauerwerk. Gilt als das eigentliche römische Mauerwerk.
  • Opus listatum ist ein Kombinationsmauerwerk. Hierbei wechseln sich Schichten aus Ziegeln und schmalen Steinblöcken ab. Einzelne Ziegellagen im Mauerwerk werden als Ziegeldurchschuss bezeichnet.
  • Opus latericium (auch opus testaceum) ist ein einfaches Ziegelmauerwerk.
  • Opus mixtum ist ein Mauerwerk unter Verwendung verschiedener Ziegelmauerwerke
  • Opus quadratum ist ein Mauerwerk aus regelmäßigen, quaderförmigen Steinblöcken.
  • Opus reticulatum ist ein seit dem 1. Jahrhundert verwendetes, netzförmiges Mauerwerk.
  • Opus signinum bezeichnet einen wasserdichten Estrich und die einfachste und ursprünglichste Form von römischen Bodenmosaiken.
  • Opus spicatum ist ein Mauerwerk, das in Form von Ähren oder Fischgräten gesetzt wird.
  • Opus vittatum (vgl. Opus listatum) ist ein Kombinationsmauerwerk aus Ziegelmauerwerk und kleinteiligem Tuffquadermauerwerk[1].

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Römisches Mauerwerk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. opus vittatum (PDF; 1,3 MB)