Rüdiger Borchardt

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Rüdiger Borchardt (* 8. Dezember 1963 in Wismar) ist ein ehemaliger deutscher Handballspieler.

Der 1,98 Meter große Rückraumspieler zählte zu den besten Spielern der DDR-Oberliga in den 1980er Jahren. Er bestritt für die DDR-Nationalmannschaft 153 Länderspiele[1].

Borchardt spielte für den SC Empor Rostock. Nach 1990 wechselte er zu GWD Minden in die 2. Handball-Bundesliga und in der Saison 1991/1992 VfL Bad Schwartau[2]. Danach wechselte er wieder zu seinem ehemaligen Verein, dem HC Empor Rostock. Ein 1995 bereits als perfekt gemeldeter Wechsel zum TuS Nettelstedt[3] zerschlug sich wieder, da Rostock auf die Einhaltung seines Vertrages bis 1996 pochte und ihm keine Freigabe erteilte.[4] Mit der DDR-Nationalmannschaft spielte er bei der Weltmeisterschaft (WM) 1986 (3. Platz), WM 1990 (8. Platz).[5] Bei den Olympischen Spielen 1988 warf er in sechs Spielen 42 Tore[6] für die DDR. Für die gesamtdeutsche Mannschaft bestritt er 15 Länderspiele. Mit 689 Länderspieltoren (davon 667 für die DDR) gehört er zu den 15 besten deutschen Torwerfern (Stand: 2008).[7]

1984 wurde Borchardt mit anderen Spielern der DDR-Nationalmannschaft mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold ausgezeichnet.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Der verhinderte Spanier bleibt in Rostock“, Berliner Zeitung, 12. Oktober 1996
  2. www.vflbadschwartau.de
  3. Knicker, Jürgen: Rüdiger Borchardt nach Nettelstedt. In: Mindener Tageblatt, Nr. 91, 19. April 1995, S. 19.
  4. o.V.: Keine Freigabe für Borchardt. In: Mindener Tageblatt, Nr. 98, 27. April 1995, S. 28.
  5. dhb.de WM Männer
  6. Olympia-Statistik für Rüdiger Borchardt bei www.sports-reference.com
  7. www.dhb.de Deutschland-Island (PDF; 2,5 MB) (Memento vom 3. Dezember 2008 im Internet Archive)
  8. Neues Deutschland, 1./2. September 1984, S. 4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]