Rüdiger Grube

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Rüdiger Grube 2013 beim Elektromobilitätsgipfel in Berlin
Im März 2010 am Finnetunnel

Rüdiger Grube (* 2. August 1951 in Hamburg-Moorburg)[1] ist ein deutscher Manager. Vom 1. Mai 2009 bis zum 30. Januar 2017 war er Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG.[2][3] Bis August 2016 war er auch Vorstandsvorsitzender der (inzwischen aufgelösten) DB Mobility Logistics AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grubes Eltern waren Obstbauern in Moorburg,[4] sie bewirtschafteten einen Bauernhof.[1] Sie ließen sich scheiden, als Grube fünf Jahre alt war.[5] Nach eigenen Angaben hätten seine Mutter, sein Bruder und er den elterlichen Hof anschließend alleine bewirtschaftet.[6]

Ausbildung, Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Besuch der Hauptschule machte Grube – gegen den Willen seiner Mutter[6] und trotz schlechter Noten[7] – einen Realschulabschluss.[1] Für den Wechsel auf die Realschule wiederholte er die neunte Klasse.[5] Danach machte er 1970 eine gewerblich-technische Ausbildung zum Metallflugzeugbauer[5] bei dem zu Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) gehörenden Hamburger Flugzeugbau (HFB).[1] Er war Jugendsprecher und in der IG Metall[7] aktiv.[8] Durch eine von ihm aufgebaute Lehrlingszeitung wurde die Frau[9] des HFB-Geschäftsführers Werner Blohm nach einem Artikel über Organspende[7] auf Grube aufmerksam. Dieser bot Grube an, sein Studium mit 300 D-Mark pro Monat zu finanzieren.[5] Blohm machte zur Bedingung, dass Grube seine Zeugnisse vorlegen und in den Ferien bei ihm arbeiten müsse.[9]

Grube studierte an der Fachhochschule Hamburg die Fachrichtung Fahrzeugbau und Flugzeugtechnik mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur (FH). 1975 folgte ein Studium in Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Hamburg. Anschließend arbeitete Grube als Berufsschullehrer an einer Gewerbeschule in Hamburg.[1]

Von 1981 bis 1986 war Grube an der Universität Hamburg als Lehrbeauftragter im Fachbereich Fertigungstechnik tätig.

Über fünf Jahre arbeitete er 26 Stunden die Woche, anschließend 13, um neben der Tätigkeit zu promovieren.[5]

Er wurde 1986 an der Universität Kassel mit einer Dissertation zum Thema „Die Auswirkungen neuer Fertigungstechnologien im Flugzeugbau auf die berufliche Erstausbildung im gewerblich-technischen Bereich“ promoviert.

Nach seiner Dissertation machte er sich als Berater für neue Technologien selbständig. Er arbeitete dabei unter anderem für Messerschmitt-Bölkow-Blohm.[5]

Berufstätigkeit bei MBB, DASA, Daimler u. a.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1989 arbeitete Grube als Geschäftsfeldleiter für Diversifikation und Neue Technologien bei MBB.[5]

Am 6. Dezember 1990 (nach anderer Quelle: 6. Dezember 1989[9]) lernte Grube das Vorstandsmitglied Hartmut Mehdorn kennen und arbeitete fortan als Büroleiter für ihn.[5] Mehdorn war damals Leiter der Geschäftsführung der Deutschen Airbus GmbH in Hamburg. Er war auch Grubes Trauzeuge[10]. 1992 wurde Grube verantwortlich für den Standort Ottobrunn der DASA. 1994 wurde er Leiter des Luftfahrt-Stabes und 1995 Direktor für Unternehmensplanung und Technologie bei der DASA.

Jürgen Schrempp ernannte Grube später zum Direktor für Technik und Planung bei DASA. 1996 wurde er Leiter der Konzernstrategie der Daimler-Benz AG bzw. der späteren DaimlerChrysler AG.[5] 1999 verließ Grube den Konzern und wurde Geschäftsführer bei der Stuttgarter Häussler-Gruppe, kehrte jedoch auf Bitten Jürgen Schrempps bereits nach wenigen Monaten wieder zu DaimlerChrysler zurück. 2000 erhielt er den Posten des Senior Vice President Konzernentwicklung bei DaimlerChrysler. 2001 wurde er Vorstandsmitglied für Konzernentwicklung bei DaimlerChrysler AG bzw. heute Daimler AG. In dieser Funktion war er auch für das China-Geschäft verantwortlich, ab 1. Oktober 2005 für die neu zusammengeführte Region Nordostasien[11].

Frühere Mandate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grube war Mitglied in folgenden Aufsichtsräten bzw. Führungsorganen: Chairman des Board of Directors von DaimlerChrysler China Limited, Beijing; Stellvertretender Vorsitzender des Board of Directors der Beijing Benz DaimlerChrysler Automotive (BBDC-A); Mitglied des Board of Directors von McLaren Group Ltd; im Aufsichtsrat von DaimlerChrysler Financial Services AG; im Beraterausschuss des DaimlerChrysler-Flottenmanagements; im Beraterausschuss der DaimlerChrysler Luftfahrt; im Aufsichtsrat der Hamburger Port Authority Anstalt des öffentlichen Rechts (HPA) – bis 30. Juni 2009; im Aufsichtsrat der Chrysler LLC und Chairman im Board of Directors der EADS BV, Amsterdam.

Tätigkeits- und Verantwortungsbereiche bei Daimler und EADS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grube war Vertrauter von Jürgen Schrempp und mit diesem Vertreter der heute stark kritisierten und wieder beendeten „Welt-AG“ bei Daimler. Er hat den Zusammenschluss mit Chrysler vorbereitet, betrieben und verteidigt. Es wurde allgemein erwartet, dass er wegen dieser Vergangenheit mit Schrempp ebenfalls den Konzern verlässt; dies war jedoch nicht der Fall: Er führte als Verantwortlicher für die Konzernentwicklung die Trennungen von Mitsubishi, Hyundai und Chrysler durch.

Vorstandsvorsitz der Deutschen Bahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Hartmut Mehdorn am 30. März 2009 im Zuge der „Datenaffäre“ bei der Deutschen Bahn AG seinen Rücktritt von seinem Amt als deren Vorstandsvorsitzender angeboten hatte, gehörte Grube zum Personenkreis der möglichen Nachfolger. Mehdorn hatte Grube nach eigenen Angaben frühzeitig Bundeskanzlerin Angela Merkel als seinen Nachfolger empfohlen[12].

Nachdem sich im Vorfeld Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier auf Grube als möglichen Kandidaten für die Nachfolge Mehdorns geeinigt hatten,[1] gab das Bundesverkehrsministerium 2. April 2009 bekannt, dass Verkehrsminister Tiefensee dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG Rüdiger Grube als neuen Vorstandsvorsitzenden vorschlagen werde.[13] Am 25. April 2009 ernannte der Aufsichtsrat ihn mit Wirkung zum 1. Mai 2009 zum Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG.[2] Er übernahm dabei die Vertragsbedingungen Hartmut Mehdorns.[14] Sein Vertrag lief zunächst bis Frühjahr 2014.[15]

Grube legte nach Auffassung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages einen „gelungenen Start“ hin. Bei seinem Antrittsbesuch habe sich Grube, so der FDP-Verkehrspolitiker Horst Friedrich, im Namen der Bahn für die schlechten Beziehungen zum Verkehrsausschuss in den letzten Jahren entschuldigt.[16] Als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens stand Grube nach eigenen Angaben der geplanten Kapitalprivatisierung aufgeschlossen-skeptisch gegenüber. Er wollte die Beziehung zu den Arbeitnehmervertretern verbessern und die gegen seinen Vorgänger erhobenen Datenschutzvorwürfe „bedingungslos aufklären“.[1]

Der Aufsichtsrat des Unternehmens erweiterte am 9. Dezember 2009 Grubes Kompetenzen. Ihm fielen demnach die bisherigen Funktionen Wirtschaft und Politik, Verkehrspolitik und Regulierung sowie Konzernbevollmächtigte der Länder zu.[17]

Während der ersten Monaten als Bahnchef wurde unter anderem der gesamten übrigen Konzernvorstand (mit einer Ausnahme) ausgetauscht und die Führung der S-Bahn Berlin suspendiert. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Hartmut Mehdorn gilt Grube als diplomatisch.[18] Laut einem Pressebericht hatte Grube ein sehr gutes Verhältnis zu Peter Ramsauer (Bundesverkehrsminister im Kabinett Merkel II).[19]

Am 12. Dezember 2012 bestellte der Aufsichtsrat Grube mit Wirkung zum 1. Januar 2013 vorzeitig für fünf weitere Jahre zum Vorstandsmitglied und ernannte ihn erneut zum Vorstandsvorsitzenden. Gleichzeitig wurde sein vorheriger Vertrag aufgehoben.[20] Als Vorstandsvorsitzender erhielt Grube im Geschäftsjahr 2012 eine Vergütung von 2,661 Millionen Euro, darunter 900.000 Euro Festgehalt.[20] Grubes Gehalt sollte zu Beginn seines zweiten Fünf-Jahres-Vertrags steigen. Nachdem es im März 2014 zu Diskussionen um die Angemessenheit seines Gehaltes gekommen war, verzichtete Grube nach eigenen Angaben auf diese Erhöhung.[21]

Nach eigenen Angaben von 2012 und 2016[7] erhält er täglich zwischen 1000 und 3000 Zuschriften mit Lob oder Tadel. Er ziehe täglich acht bis zehn Schreiben[7] heraus und rufe die Autoren persönlich an.[22] Laut eigenen Angaben (2011) spricht er täglich mit zwei bis drei Kunden selbst.[23] Laut eigenen Angaben von 2015 erhalte er an normalen Tagen 1000 an ihn gerichtete E-Mails. Davon beantworte er fünf bis acht selbst.[24]

In Grubes Amtszeit fallen unter anderem Stellwerksproblem am Hauptbahnhof Mainz, die Liberalisierung des Fernbusverkehrs, steigende Kosten- und Zeitplanüberschreitungen bei Stuttgart 21 und eine Krise bei DB Cargo.[25] Grube habe eigene Ziele vielfach nicht erreicht, beispielsweise die Senkung der Verschuldung auf 10 Milliarden Euro (inzwischen fast 18 Milliarden Euro) oder die Steigerung des Umsatzes bis 2020 auf 70 Milliarden Euro.[26]

Zum 15. Jahrestag des Zugunglücks von Eschede bat Grube die Opfer und ihre Angehörigen für das entstandene menschliche Leid im Namen der Bahn um Entschuldigung.[27]

Grubes am 31. Dezember 2017 auslaufender Vertrag sollte auf der Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2017 verlängert werden.[28] Laut einem Pressebericht habe Grube einflussreiche Politiker beinahe im Wochentakt von dieser Verlängerung überzeugen wollen. Im Übrigen sollte Ronald Pofalla Grube in zwei bis drei Jahren nachfolgen.[29] Pofalla habe sich bei der Bundesregierung für Grubes Vertragsverlängerung eingesetzt, dafür solle Grube Pofalla als seinen Nachfolger aufbauen.[30] Pofalla gilt, ab 2019/2020, als wahrscheinlicher Nachfolger Grubes und als dessen Favorit.[31] Am 27. Januar 2017 beschloss der Personalausschuss des Aufsichtsrates, Grubes Vertrag um drei Jahre, bis Ende 2020, zu verlängern. In vorangegangenen Diskussionen hatte Grube bereits auf eine Gehaltserhöhung und eine Abfindung für den Fall eines vorzeitigen Ausscheidens verzichtet.[32] Wenige Tage vor der Sitzung habe Bundesverkehrsminister Dobrindt Grube telefonisch informiert, die Vertragsverlängerung sei gesichert.[33] In der Aufsichtsratssitzung am 30. Januar 2017 sollte die Vertragsverlängerung um drei Jahre beschlossen werden.[34] Jürgen Großmann fragte, ob eine solche Vertragsverlängerung angesichts von Grubes Alter (65 Jahre) gerechtfertigt sei. Nachdem sich weitere Vertreter der Anteilseignerseite des Aufsichtsrat dieser Position anschlossen, betonte die Arbeitnehmerseite, dass sie einer Vertragsverlängerung nicht zustimmen werde, sofern sich die Anteilseignerseite nicht einig sei. Daraufhin hätten auch die Regierungsvertreter nur noch zwei Jahre Vertragsverlängerung in Aussicht gestelt.[35] Auf der Anteilseignerseite fehlte Brigitte Zypries mit Verweis auf ihr neues Ministeramt.[34] Einige Aufsichtsräte hätten sich von den vorausgegangenen politischen Absprachen zur Vertragsverlängerungen übergangen gefühlt, zumal die Beschlussvorlage erst am Wochenende vor der Sitzung verschickt worden sei. Daneben sei die Aufsichtsratssitzung schlecht vorbereitet und schlecht moderiert gewesen, weshalb eine längere Diskussion über die im Vorfeld bereits diskutierte Entscheidung entstanden sei. Grube trat daraufhin zurück.[33] Der Aufsichtsrat entsprach einstimmig der Bitte Grubes, mit sofortiger Wirkung seine Bestellung zum DB-Vorstandsvorsitzenden aufzuheben und seinen laufenden Vertrag durch eine Auflösungsvereinbarung zu beenden.[36] Den Vorstandsvorsitz übernahm kommissarisch der Finanzvorstand Richard Lutz.[3] Lutz wurde am 22. März 2017 zum Nachfolger Grubes zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.[37]

Grube kündigte an, nach einer einhunderttägigen Bedenkzeit eine Entscheidung über seine berufliche Zukunft zu fällen.[38] Im Februar 2017 wurde die Rüdiger Grube International Business Leadership GmbH ins Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen mit Sitz in Hamburg soll zukünftig Mittelständler beraten.[39]

Aufsichtsratsmandate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grube war Vorsitzender des Aufsichtsrats der DB Netz AG sowie Aufsichtsratsmitglied der Deutsche Eisenbahn Versicherung Lebensversicherungsverein a. G. und der DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a. G. Er ist darüber hinaus jeweils in den Beiräten von Allianz SE und der Deutschen Bank AG-Geschäftsregion Stuttgart. [20]

Einen ihm Ende 2012 angebotenen Posten im Verwaltungsrat von EADS lehnte er ab.[40]

Ende März 2017 wurde bekannt, dass Grube ab Juni 2017 den Aufsichtsratsvorsitz der Hamburger Hafen und Logistik übernehmen soll.[39]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grube hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe,[41] eine Tochter[42]. Am 8. August 2015 heiratete er in zweiter Ehe die Fernsehköchin Cornelia Poletto. Der damalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier war Trauzeuge.[43]

Grube lebte um 2012 in Gechingen in der Nähe von Stuttgart (Stand: 2012).[41] Er lebte zu dieser Zeit in Scheidung und war mit Poletto liiert.[44][45] Sie hatten sich in einer Talkshow kennengelernt.[46]

Grube gehört keiner Partei an und gilt als der SPD nahestehend.[1]

Seit Juni 2009 ist er Mitglied im Vorstand der Stiftung Lesen.[47] Grube wurde zum 1. Januar 2011, für die Jahre 2011 und 2012, in das Präsidium des BDI berufen.[48] Er ist Schirmherr von Off Road Kids. Seit 2013 ist er Mitglied im Kuratorium der Deutschen Nationalstiftung.

Im August 2010 unterzeichnete er als einer von 40 prominenten Unterzeichnern den Energiepolitischen Appell.

Er gehörte einer mehr als 30-köpfigen Kommission des Bundesverkehrsministeriums an, die bis Herbst 2014 Wege aufzeigen sollte, Infrastruktur-Großprojekte im Termin- und Kostenrahmen zu realisieren.[49]

2012 erhielt er den Fahrgastpreis des Fahrgastverbandes Pro Bahn für die „Wiederentdeckung des Brot und Butter-Geschäfts bei der Deutschen Bahn AG“.[50]

Nach eigenen Angaben sei ihm als Kind kein Abitur zugetraut worden. Dies habe bei ihm zu besonderen Anstrengungen geführt.[7][9] Nach eigenen Angaben (Sommer 2012) plant er den Aufbau einer Stiftung, die Hauptschülern eine Ausbildung oder ein Studium finanzieren soll. Dabei soll ein Finanzierungskreislauf entstehen, indem Geförderte, wenn sie später über ein hohes Einkommen verfügen, Geld an die Stiftung zurückzahlen (Stand: Juli 2012).[9] Diese Stiftung existiert inzwischen.[8]

Grube ist Vorstandsmitglied im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.[8]

Nach eigenen Angaben läuft er jeden Morgen etwa eine Stunde (zehn Kilometer[51]), am Wochenende mitunter Halbmarathons.[23] Einen Marathon sei er in 3 Stunden und 26 Minuten gelaufen.[51] Er geht nach eigenen Angaben regelmäßig segeln.[52] Er braucht nach eigenen Angaben nur vier Stunden Schlaf pro Nacht.[53]

2012 wurde Grube die Ehrensenatorwürde der Universität Stuttgart „in Anerkennung seines 20 Jahre währenden persönlichen Engagements sowie der großzügigen Förderung des Ingenieurnachwuchses und der Forschung an der Universität Stuttgart“ verliehen.[54] Im November 2012 wurde er mit der Goldenen Victoria für Integration ausgezeichnet.[55] Im Mai 2016 erhielt er den „Stern der Sicherheit“, die Bayerische Staatsmedaille für Innere Sicherheit.[56]

Er teilte 2013 mit, er habe wegen Stuttgart 21 Morddrohungen erhalten.[6] 2016 sagte Grube nach Angaben des Spiegels, er „hätte Stuttgart 21 nicht gemacht“, zumindest „nicht unter diesen Bedingungen“. Dies sei seine bis dato deutlichste Distanzierung von dem Projekt gewesen.[57] Wenig später relativierte er seine Aussagen.[58]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rüdiger Grube – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Der neue Zugchef. In: Stern, Heft 18/2009, S. 106–111.
  2. a b Deutsche Bahn AG: Rüdiger Grube neuer DB-Vorstandsvorsitzender. Presseinformation vom 25. April 2009.
  3. a b Sven Böll: Rüdiger Grube tritt zurück. Abgerufen am 30. Januar 2017.
  4. «Sei Beispiel und Vorbild». In: mobil. September 2010, S. 6–14.
  5. a b c d e f g h i „Irgendwie schaffe ich das“ In: Handelsblatt. Nr. 234, 2./3. Dezember 2011, ISSN 0017-7296, S. 70–72.
  6. a b c Susanne Mathes: Vom Bauernbuben zum Bahn-Chef. In: Stuttgarter Nachrichten. / Ausgabe Kornwestheim, Ludwigsburg. Nr. 241, 17. Oktober 2013, S. 41 (ähnliche Version online).
  7. a b c d e f Irene Jung: Was Bahnchef Rüdiger Grube mit Joachim Löw gemein hat. In: Hamburger Abendblatt. Nr. 165, 16. Juli 2016, ZDB-ID 40002-6, S. 19.
  8. a b c Kilian Kirchgeßner: „Das war für mich mehr als ein Lottogewinn“. In: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. (Hrsg.): Carta 2020. 2016, ZDB-ID 2844892-3, S. 18–22 (Beilage zu Die Zeit 4/2016).
  9. a b c d e D. Kuhr, T. Ochsner: „Mein Porsche war mir peinlich“. In: Süddeutsche Zeitung. 6. Juli 2012, S. 26.
  10. Neben der Spur. In: Die Zeit. Nr. 5, 27. Januar 2011.
  11. „Chrysler hat in China großes Potential“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 217, 17. September 2005, S. 20 (online)
  12. Katja Kraus: Macht. Geschichten von Erfolg und Scheitern. 1. Auflage. Fischer, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-10-038504-8, S. 129.
  13. Tiefensee schlägt Grube als neuen Bahn-Chef vor, Pressemitteilung von Reuters Deutschland vom 2. April 2009 (abgerufen am 2. April 2009).
  14. Jetzt sind Sie am Zug, Herr Grube. In: Bild am Sonntag, 31. Mai 2009.
  15. Silke Kersting: Belohnung für den Bahn-Chef. In: Handelsblatt. Nr. 232, 2012, ISSN 0017-7296, S. 47.
  16. Neue Kollegen gesucht. In: Süddeutsche Zeitung. 7. Mai 2009, S. 18.
  17. Deutsche Bahn AG: DB-Aufsichtsrat: Grünes Licht für das Projekt Stuttgart 21 / Richard Lutz als neuen Finanzvorstand bestellt. Presseinformation vom 9. Dezember 2009.
  18. Christian Siedenbiedel: Der eiserne Vollstrecker. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 3. Januar 2010, S. 32.
  19. Nikolaus Doll: Rüdiger Grube bleibt weitere fünf Jahre Bahnchef. In: Welt online, 28. November 2012.
  20. a b c Deutsche Bahn AG (Hrsg.): Geschäftsbericht 2012. 2012, ZDB-ID 2117244-4, S. 30, 35, 37, 42 (online [PDF]).
  21. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Rüdiger Grube zu Spekulationen über eine angebliche Erhöhung seines Grundgehaltes. Presseinformation vom 25. März 2014.
  22. Bernd Jentsch: Thüringer Firmen bekommen Millionenaufträge von der Bahn. In: Thüringer Allgemeine. 5. Juli 2012.
  23. a b „Ich will kein Volksheld sein“. In: Welt am Sonntag. 23. Januar 2011.
  24. Hermann Neu: Lieber treiben als Getriebener sein. In: Esslinger Zeitung. 9. Mai 2015, ZDB-ID 125919-2, S. 3.
  25. Christian Schlesiger: Pünktlich Bahn frei für Grubes Nachfolger! In: Wirtschaftswoche. Nr. 25, 17. Juni 2016, ISSN 0042-8582, S. 8 (Kurzfassung online).
  26. Sven Böll: Erzieherische Maßnahme. In: Der Spiegel. Nr. 50, 2016, ISSN 0038-7452, S. 86.
  27. Deutsche Bahn entschuldigt sich für Zugunglück. In: Süddeutsche.de. 3. Juni 2013, abgerufen am 21. Januar 2014.
  28. DB-Aufsichtsrat stellt personelle Weichen für die Zukunft. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 14. Dezember 2016, abgerufen am 19. Dezember 2016 (deutsch).
  29. Michael Machatschke: Leichtgewicht gesucht. In: Manager Magazin. 23. September 2016, ISSN 0047-5726, S. 24.
  30. Marc Felix Serrao: Der Kronprinz. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Nr. 3, 23. Januar 2017, S. 30.
  31. Pofallas Weg an die Spitze der Bahn ist bereitet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 289, 10. Dezember 2016, ISSN 0174-4909, S. 19.
  32. Nicht mehr am Zug, FAZ.net 30. Januar 2017.
  33. a b Kerstin Bund, Claas Tatje: Kleiner Fehler, großer Schock. In: Die Zeit. Nr. 6, 2. Februar 2017, ISSN 0044-2070, S. 20.
  34. a b Nicht mehr am Zug, FAZ.net 30. Januar 2017.
  35. Daniel Delhaes, Dieter Fockenbrock: Politpoker um Chefposten. In: Handelsblatt. Nr. 23, 1. Februar 2017, ISSN 0017-7296, S. 16.
  36. Dr. Grube verlässt die Deutsche Bahn. In: deutschebahn.com. Deutsche bahn AG, 30. Januar 2017, abgerufen am 30. Januar 2017.
  37. Dr. Richard Lutz neuer Vorstandsvorsitzender. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 22. März 2017, abgerufen am 24. März 2017.
  38. Nikolaus Doll: Zurückbleiben, BITTE! In: Welt am Sonntag. Nr. 6, 5. Februar 2017, ZDB-ID 1123516-0, S. 36 (Kurzfassung online).
  39. a b Maximilian Plück: Personalkarussell in der Bahnbranche. In: Neuss-Grevenbroicher Zeitung. 23. März 2017, S. 9.
  40. Daniela Kuhr: Der schnelle Herr Grube. In: Süddeutsche Zeitung. 11. Januar 2013, ISSN 0174-4917, S. 16.
  41. a b WORK! LIFE! BALANCE! In: mobil. Februar 2012, S. 46–51.
  42. Die nächste WM können Sie im Zug gucken. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Nr. 25, 22. Juni 2014 (unter ähnlichem Titel online).
  43. Poletto und Grube haben „Ja“ gesagt. welt.de, 9. August 2015.
  44. Bahn-Chef im Liebesglück mit TV-Köchin. 31. Mai 2012, abgerufen am 28. Juni 2015.
  45. Interview: Linsensuppe à la Poletto. In: Südwest Presse. 16. Dezember 2014, ZDB-ID 1360527-6, S. 15.
  46. Carsten Herz, Claudia Panster: Die Liga der Promi-Paare. In: Handelsblatt. Nr. 21, 30. Januar 2013, ISSN 0017-7296, S. 46.
  47. Deutsche Bahn AG: DB-Vorstandsvorsitzender Grube engagiert sich im Vorstand der Stiftung Lesen. Presseinformation vom 25. Juni 2009.
  48. Deutsche Bahn AG (Hrsg.): BDI beruft Dr. Rüdiger Grube ins Präsidium. Presseinformation vom 1. Dezember 2010.
  49. Daniel Delhaes: „Es gibt kein Wunschkonzert“. In: Handelsblatt. Nr. 73, 16. April 2013, ISSN 0017-7296, S. 8 f.
  50. „Fahrgastpreise 2012“.
  51. a b Im Trainingslager mit ... Rüdiger Grube (64). In: Manager Magazin. Nr. 11, November 2015, ISSN 0047-5726, S. 160.
  52. Lieber Treiber als Getriebener. In: Südwest Presse. 17. Dezember 2014, ZDB-ID 1360527-6, S. 9 (online).
  53. Kerstin Schwenn: Der zurückhaltende Fahrdienstleiter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 104, 6. Mai 2015, ISSN 0174-4909, S. 20 (unter anderem Titel online).
  54. Universität Stuttgart (Hrsg.): Jahresfeier 2012 der Universität Stuttgart: Universitätsgremien bedauern Notwendigkeit der Absage. Presseinformation Nr. 077 vom 8. November 2012.
  55. Frank Dopheide: Der nette Herr Grube. In: Handelsblatt. Nr. 5, 8. Januar 2013, ISSN 0017-7296, S. 16.
  56. DB-Chef Grube mit Bayerischer Staatsmedaille „Stern der Sicherheit“ ausgezeichnet. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn AG, 9. Mai 2016, abgerufen am 16. Mai 2016 (deutsch).
  57. "Ich hätte Stuttgart 21 nicht gemacht", spiegel.de, 25. November 2016.
  58. Wir machen hier nicht Jugend forscht, Interview in der Stuttgarter Zeitung vom 10. Dezember 2016.