Rüdiger König

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Rüdiger König (* 8. April 1957 in Bonn) ist ein deutscher Diplomat. Seit 2015 ist er Abteilungsleiter der Abteilung Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt.[1] Von August 2010 bis September 2013 war er Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kabul, Afghanistan und danach Leiter des Krisenreaktionszentrums im Auswärtigen Amt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur (1977) studierte König Politikwissenschaften, Staats- und Völkerrecht, sowie Soziologie an der Universität Bonn und schloss sein Studium mit dem Magister ab.

Am 1. April 1986 trat König in den Auswärtigen Dienst ein. 1989 folgte seine erste Auslandsverwendung an der Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York. Nachdem er von 1992 bis 1996 als Referent in der Abteilung Vereinte Nationen wieder im Auswärtigen Amt in Bonn tätig gewesen war, arbeitet er von 1997 bis 1999 als Referent für Afghanistan an der deutschen Botschaft in Islamabad, Pakistan. Von 1999 bis 2002 war König stellvertretender Referatsleiter in der Abteilung Vereinte Nationen im Auswärtigen Amt und gehörte 2001 der deutschen Delegation auf der Petersberg-Konferenz zu Afghanistan an. Von 2002 bis 2004 leitete er das Büro von Bundespräsident Johannes Rau in Berlin; in gleicher Funktion war er für Rau nach dessen Ausscheiden aus dem Amt noch bis 2006 tätig. Anschließend wirkte er bis 2008 als Leiter der Politischen Abteilung der Ständigen Vertretung bei der NATO in Brüssel. Danach übernahm König die Leitung des Sonderstabs Afghanistan-Pakistan im Auswärtigen Amt.

Seit August 2010 bis September 2013 war er als Nachfolger von Werner Hans Lauk Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kabul. Am 12. August 2013 wurde ihm vom afghanischen Außenminister Zalmay Rassoul der Mir Masjidi Khan Orden verliehen.[2] Nachfolger als Botschafter in Afghanistan wurde daraufhin Martin Jäger, der zuvor als Leiter des Bereichs Global External Affairs and Public Policy Cheflobbyist des Autokonzerns Daimler war.

Nach Beendigung seiner Tätigkeit in Afghanistan übernahm er eine Tätigkeit im Auswärtigen Amt als Beauftragter für die Vereinten Nationen und Menschenrechte.[3] Er hielt auch Vorträge über seine Arbeit in Afghanistan an der Technischen Universität Berlin.[4]

König ist verheiratet und hat ein Kind.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angaben auf der Seite des Auswärtigen Amtes, abgerufen am 26. Januar 2018
  2. Botschafter Rüdiger König erhält den Mir Masjidi Khan Orden (Homepage der Botschaft Kabul, Seitenaufruf am 20. Mai 2014)
  3. Deutschland als Vorreiter in der Klimapolitik? Bonner UN-Gespräch zum Tag der Vereinten Nationen (Veranstaltungsbericht der DGVN, 20. Oktober 2013)
  4. Wissen aus Deutschland – Strategien für den Wiederaufbau Afghanistans (Presseinformation der TU Berlin, 13. September 2013)