Rüstorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rüstorf
Wappen von Rüstorf
Rüstorf (Österreich)
Rüstorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 13,63 km²
Koordinaten: 48° 3′ N, 13° 48′ OKoordinaten: 48° 2′ 42″ N, 13° 47′ 33″ O
Höhe: 387 m ü. A.
Einwohner: 2.110 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 155 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4690
Vorwahl: 07673
Gemeindekennziffer: 4 17 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rüstorf 1
4690 Schwanenstadt
Website: www.ruestorf.at
Politik
Bürgermeisterin: Pauline Sterrer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
12
8
5
12 
Von 25 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Rüstorf im Bezirk Vöcklabruck
Ampflwang im Hausruckwald Attersee am Attersee Attnang-Puchheim Atzbach Aurach am Hongar Berg im Attergau Desselbrunn Fornach Frankenburg am Hausruck Frankenmarkt Gampern Innerschwand am Mondsee Lenzing Manning Mondsee Neukirchen an der Vöckla Niederthalheim Nußdorf am Attersee Oberhofen am Irrsee Oberndorf bei Schwanenstadt Oberwang Ottnang am Hausruck Pfaffing Pilsbach Pitzenberg Pöndorf Puchkirchen am Trattberg Pühret Redleiten Redlham Regau Rüstorf Rutzenham Schlatt Schörfling am Attersee Schwanenstadt Seewalchen am Attersee St. Georgen im Attergau St. Lorenz Steinbach am Attersee Straß im Attergau Tiefgraben Timelkam Ungenach Unterach am Attersee Vöcklabruck Vöcklamarkt Weißenkirchen im Attergau Weyregg am Attersee Wolfsegg am Hausruck Zell am Moos Zell am Pettenfirst OberösterreichLage der Gemeinde Rüstorf im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Pfarrkirche: Innenansicht Richtung Altar

Rüstorf ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 2110 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rüstorf liegt auf 387 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,1 km, von West nach Ost 5,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 13,6 km². 31,6 % der Fläche sind bewaldet, 55,1 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind: Buchleiten, Ebersäuln, Eglau, Glatzing, Hart, Hof, Johannisthal, Kaufing, Kreut, Mitterberg, Mitterbergholz, Mühlwang, Neudorf, Pfaffenberg, Roith, Rüstorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.900 Einwohner, 2001 dann 1.988 Einwohner.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Schräg geteilt; oben in Rot ein silbernes Schaufelrad, unten in Silber drei die Teilungslinie berührende, grüne Stufen, darin eine silberne Margerite mit grünen Staubblättern. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Rot.

Das 1979 verliehene Gemeindewappen symbolisiert die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde. Das Schaufelrad steht für die Ende des 19. Jahrhunderts angesiedelte Industrie und insbesondere für die Nutzung der Wasserkraft durch die Elektrizitätswerke an der Ager, die Margerite verweist auf die Landwirtschaft. Die drei Stufen stehen für die zur Ager hin abfallenden Geländeterrassen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Schloss Mitterberg

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Die Gemeinde war bis Ende 2004 Teil des Gerichtsbezirks Schwanenstadt und wurde per 1. Jänner 2005 Teil des Gerichtsbezirks Vöcklabruck.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat insgesamt 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 ÖVP, 8 FPÖ und 5 SPÖ.

Bürgermeister
  • seit 2003 Pauline Sterrer (ÖVP)[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rüstorf
  • Pfarrkirche Rüstorf: Der Sakralbau, der heiligen Maria geweiht, ist eine zweischiffige spätgotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert, wobei jedoch die Kapelle, der Chor und das Nordtor aus dem hochgotischen 14. Jahrhundert stammen. Der barocke Hochaltar mit den Apostelfiguren wurde um 1730 aufgestellt. Der rechte Seitenaltar, ein Antoniusaltar, wurde um 1751 gebaut, der linke, ein Annaaltar, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.[3] Bis 1784 war Rüstorf eine Filialkirche von Schwanenstadt und wurde im Zuge der Josephinischen Reformen eine eigenständige Pfarre.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rüstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (5. Nachtrag 1977–1979). In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 3/4, 1980, S. 133–134 (PDF; 2,5 MB)
  2. Gemeinde Rüstorf: Gemeindevorstand (abgerufen am 22. November 2015)
  3. Gemeinde Rüstorf: Röm.-Kath. Pfarrkirche Rüstorf; abgerufen am 10. Nov. 2010
  4. Kirchenzeitung der Diözese Linz; Ausgabe 2001/06