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Rüstungsindustrie

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Die Rüstungsindustrie – in Deutschland auch offiziell Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI)[1] genannt – ist ein spezieller Wirtschaftszweig. Er besteht aus Instituten, Organisationen und Unternehmen, die militärische Erzeugnisse, Ausrüstung und Material (vgl. auch Wehrmaterial) für Streitkräfte herstellen.

Weitere bekanntgewordenen Bezeichnungen sind Wehrtechnikindustrie (kurz: Wehrindustrie) oder Heeresindustrie und im Ausland die englisch defense industry, englisch armaments industry. Der Fokus dieser Industrie liegt dabei primär auf konventionellen Waffensystemen. Für die wirtschaftlichen Zusammenhänge in dieser speziellen Industrie, siehe die Rüstungswirtschaft oder Militärökonomie.

Diese Industrie dient im Kern der Entwicklung- und Herstellung von Waffen im Rahmen der Wehrtechnik. Dies umfasst mobile und stationäre Waffensysteme sowie Munition für die staatliche Sicherheit und zur Landesverteidigung. Rüstung soll das militärische Potenzial eines Staats verstärken und wird auch als Aufrüstung bezeichnet. Sie unterliegt manchmal einer internationalen Rüstungskontrolle mit dem Ziel der Abrüstung (Rüstungsdynamik). Ein Teil dieser speziellen Verteidigungstechnologie findet sich auch in der Zivil- bzw. Privatwirtschaft wieder, beispielsweise in Form von Kommunikationstechnik, Sicherheitstechnik, Überwachungstechnik, Schutzausrüstung und vielem mehr. Wenn Rüstungsgüter für zivile und militärische Zwecke ausgelegt sind, spricht man auch von einer Dual-Use- oder Doppelnutzung, wobei auch zivile Unternehmen mitunter Technologie für militärische Zwecke bereitstellen. Dabei ist die Rüstungsindustrie aufgrund ihrer besonderen Produkte eng mit der Politik (vgl. auch Sicherheitspolitik) verbunden. In diesem Zusammenhang spricht man deshalb vom militärisch-industriellen Komplex (MIK).

Beschaffung und Bereitstellung von Rüstungsgütern

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Einblick in den Scranton Army Ammunition Plant (SCAAP), eine Fabrik der US-Armee für Artilleriegeschosse in Scranton. Die Produktion wurde 2024 vom Präsidenten der Ukraine Wolodymyr Selenskyj besucht.

Rüstungsgüter werden hergestellt um die Landesverteidigung und nationale Sicherheit zu gewährleisten.

Beschaffung in Deutschland

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In Deutschland besteht seit der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und dem Erlangen ihrer Souveränität im Jahr 1955 ein partnerschaftliches Modell zwischen Staat und Industrie, da die Beschaffung der Ausrüstung durch eine entsprechende Politik erfolgt.[2]

Die Beschaffung ist die Grundlage des Rüstungswesen und der Auftrag zur Rüstung ergibt sich aus dem Grundgesetz (GG) im Kapitel VIII. Die Ausführung der Bundesgesetze und die Bundesverwaltung, dort:[3]

„Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.“

(1) Artikel 87a

und weiter:[4]

„Die Bundeswehrverwaltung wird mit eigenem Verwaltungsunterbau geführt und dient der unmittelbaren Deckung des Sachbedarfs der Streitkräfte und der Personalverwaltung.

(1) Art. 87b

Die Beschaffung von Rüstung erfolgte in Deutschland ehemals über das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, heute das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Die Finanzierung der Streitkräfte erfolgt über den Bundeshaushalt, vgl. auch Einzelplan 14, auch bekannt als Verteidigungshaushalt.[5] Die Einnahmen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Der Verteidigungsetat wird hingegen fast vollständig aus Steuermitteln finanziert.[2] Einzelne Rüstungsunternehmen sind allerdings auch börsennotiert.

Beschaffung in der Schweiz

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Internationale Beschaffung

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Die Beschaffung findet jedoch nicht nur auf nationaler Ebene, sondern weltweit statt. In diesem Kontext sei das US-amerikanische Rüstungsgüterprogramm Foreign Military Sales (FMS) erwähnt. Für die nukleare Abschreckung der NATO wird beispielsweise von Deutschland der F-35-Kampfjet beschafft, der als ein wichtiges Element des Bündnisses gilt. Ein anderes Beispiel sind deutsche U-Boote der Dolphin-Klasse, welche z. B. an Israel geliefert wurden.

Rüstungsgüter

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Im Folgenden werden einige Rüstungsgüter der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) aufgezählt.[6][7]

Kategorien von Rüstungsgütern
Kernrüstungsgüter Erweiterte Rüstungsgüter
Güter für Interdiktion und Wirkung: Güter für Prävention und Einsatzmanagement:
  • Einsatzbereitschaft (z. B. Analysesoftware)
  • Einsatzmobilität (z. B. Boote der Küstenwache)
  • Überwachung, Aufklärung, Alarmierung (z. B. Videoüberwachung)
  • Schutz (z. B. Körperschutz vor Feuer)
  • Führung, Kontrolle, Kommunikation (z. B. Navigationstechnik)
  • Schadensminimierung (z. B. Überschwemmungsbekämpfung)

Produziert werden Rüstungsgüter (im Auftrag der Bundesregierung) von etlichen privatwirtschaftlichen Unternehmen.[8] Es lassen sich keine vollständigen Zahlen und Namen von Firmen finden, die erkennen lassen, wer alles zur deutschen Rüstungsindustrie gehört.[6]

Atomare Rüstung

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Die „nukleare“ Rüstungsindustrie, auch umgangssprachlich Kernwaffenkomplex genannt, verantwortlich für Entwicklung, Herstellung und Entsorgung strategischer Waffen, besteht zu großen Teilen aus separaten Institutionen und Organisationen eines jeweiligen Kernwaffenstaates bzw. eines Landes im Besitz von Atomwaffen, unter der Leitung einer Dachorganisation, z. B. der National Nuclear Security Administration (NNSA) in den USA oder Rosatom in Russland.

Besuch des israelischen Präsidenten Isaac Herzog mit Führungskräften des in Nordisrael ansässigen Rüstungsunternehmens Rafael Advanced Defense Systems. Ihm wurden verschiedene Waffensysteme gezeigt, darunter Iron Dome. (2022)

„Der Markt für Rüstungsgüter unterscheidet sich von anderen Märkten vor allem dadurch, daß in den meisten Industrieländern der Staat Monopsonist auf diesem Markt ist; allenfalls kommt es vor, daß ausländische Nachfrager – meist wiederum Regierungen – zugelassen sind.“[9]

Um die Nachfrageseite der Rüstungsindustrie zu betrachten, muss zwischen dem deutschen Staat und den „restlichen“ Nachfragern unterschieden werden. Dabei schließen sich die Bezeichnungen Monopson, also Nachfrage-Monopol und ein Auftreten auf dem Weltmarkt nicht zwingend aus. Denn durch das Kriegswaffenkontrollgesetz könnte die Öffentliche Hand generell als alleiniger Nachfrager am Markt auftreten, da dieses vorgibt, welche Rüstungsgüter hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden dürfen. Dennoch hat auch der Staat ein Interesse daran, dass diese Güter – unter bestimmten Voraussetzungen – weltweit verkauft werden. Es besteht demnach eine gegenseitige Abhängigkeit. Beispielsweise durch die Sicherung mehrerer zehntausend Arbeitsplätze, das Erhalten von Know-how bei der Entwicklung und Produktion und den Verkauf jener Güter.[6]

Alle Unternehmen die Rüstungsgüter produzieren, sind marktwirtschaftlich organisiert. Trotzdem muss die Angebotsseite des Rüstungsmarktes mit einigen Besonderheiten leben. Je nachdem, wie diversifiziert die Produktpalette des Unternehmens ist, sind diese mehr oder weniger vom Staat abhängig – da nur dieser einen Auftrag über Rüstungsgüter ausschreiben darf (siehe: Bereitstellung von Rüstungsgüter).[10] Stellt ein Unternehmen ausschließlich Rüstungsgüter für den militärischen Einsatz her, so ist die Auftragslage des Unternehmens stark abhängig von der jeweiligen Regierung; ob diese viel oder wenig Steuergeld für Rüstungsgüter ausgeben möchte.

Es gibt Gesetze und Regularien, die klar definieren, in welchem Handlungsfeld sich die Rüstungsindustrie bewegen darf. So besagt das Kriegswaffenkontrollgesetz, dass bestimmte Waffen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in den Verkehr gebracht werden dürfen.[11] Außerdem gibt es seitens der Regierung Maßnahmen um Korruption zu verhindern, deutsche Rüstungsexporte zu regulieren oder zur Kontrolle, falls ehemalige Beamte in die Rüstungsindustrie wechseln möchten.[10]

Herstellung von Panzerfahrzeugen bei Rheinmetall für die NS-Kriegsrüstung

Die Rüstungsindustrie entwickelte sich im Laufe der Industrialisierung in Westeuropa im 19. Jahrhundert stetig weiter. Am Anfang standen einzelne Betriebe, traditionell meist in staatlicher Regie, die Feuerwaffen produzierten. Allmählich entwickelten sich große und sehr vielseitige private Großbetriebe wie zum Beispiel Rheinmetall und Krupp in Deutschland, Schneider in Frankreich, Škoda in Österreich-Ungarn, Bethlehem Steel in den Vereinigten Staaten. Neben der Produktion von Handfeuerwaffen gewann die Herstellung von Geschützmaterial immer mehr an Bedeutung.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 zeigte sich die Bedeutung moderner Waffen: Die stählernen Hinterlader-Geschütze von Alfred Krupp erwiesen sich als ausschlaggebende Artillerie. Sie konnten über 4 km weit schießen (mehr als das Doppelte der bis dahin möglichen Reichweite). Das damals neueste dieser Geschütze hieß C/64/67; es hatte zahlreiche Vorteile. Speziell bei der Schlacht bei Sedan zeigte sich, dass eine hohe Kadenz (bis zu zehn Schuss pro Minute) zusammen mit einer großen Reichweite bei guter Trefferleistung eine verheerende Wirkung erzeugte. Die Franzosen hatten Vorteile bei Reichweite und Kadenz mit dem neuen Chassepot-Gewehr und dem Mitrailleuse-Maschinengewehr. Ersteres war dem preußischen Hinterlader-Zündnadelgewehr überlegen.

Die Erfindung und Weiterentwicklung der Brisanzgranate um 1890 brachte große Umwälzungen in der Kriegsführung:

  • Klassische Festungsanlagen mit Wällen aus Mauerwerk und Erde konnten den neuen Granaten nicht widerstehen. Die Forts (teilweise erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut, z. B. die französische Barrière de fer) wurden aufgrund dieser Brisanzgranatenkrise teils mit Beton verstärkt; sie verloren ihre Bedeutung spätestens gegen Ende des Ersten Weltkriegs praktisch vollständig. So hatte beispielsweise die französische Festung Maubeuge bereits einen Monat nach Kriegsbeginn kapitulieren müssen, nachdem sie während einer zweiwöchigen Belagerung von der deutschen Artillerie mit Brisanzgranaten zusammengeschossen worden war.
  • Brisanzgranaten konnten auf kurze bis mittlere Gefechtsentfernungen an den ungepanzerten Teilen von Kriegsschiffen große Zerstörungen erzielen.

Die Aufrüstung der kaiserlichen Marine vor dem Ersten Weltkrieg sicherte in Deutschland den aufstrebenden Unternehmen Aufträge und unterstützte den Ausbau ihrer Kapazitäten. 1898 beschloss der Reichstag ein neues Flottengesetz, welches den weiteren Ausbau festlegte. Der Marinebedarf war vor 1914 der technologisch und innovativ am weitesten vorangetriebene Rüstungssektor.

Nach dem Ersten Weltkrieg, der als enormer Schrittmacher für neue Rüstungszweige (Luftfahrtindustrie, Kraftfahrzeugindustrie, Panzer, Chemische Waffen) gewirkt hatte, wurden der Rüstungsindustrie Deutschlands im Versailler Vertrag enge Grenzen gesetzt. Die Waffenproduktion wurde international überwacht und der Waffenexport vollständig verboten. Das NS-Regime bescherte ihr mit seiner Aufrüstung der Wehrmacht und seiner Kriegspolitik ein enormes Wachstum. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rüstungsindustrie 1945 im Rahmen der Demilitarisierung Deutschlands aufgelöst.

In der Bundesrepublik Deutschland erlebte sie im Rahmen von Westintegration und Wiederbewaffnung in der Mitte der 1950er Jahre einen Neubeginn. Des Weiteren trat Westdeutschland im Jahr 1955 der NATO bei, indem der Nordatlantikvertrag unterzeichnet wurde. Der Kalte Krieg dominierte die nukleare Aufrüstung von Ende 1945 bis ca. 1990. Seit 1945 sind diverse Nationen in Konflikte und Kriege involviert, beispielsweise dem Koreakrieg, die konventionelle Rüstungsgüter voraussetzen.

Rüstungsindustrien

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Frauen bei der Arbeit in einem britischen Rüstungsbetrieb (1915)

Deutsche Rüstungsindustrie

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Nach einer Untersuchung des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schätzte man im Jahr 2002/2003 die deutsche Wehrindustrie wie folgt:[12]

  • Rund 200 Firmen, die sich mit Wehrtechnik befassen bzw. diese produzieren.
  • Davon sind etwa die Hälfte auf Wehrtechnik fokussiert, die andere Hälfte auf Dual-Use-Güter.
  • Rund 80.000 Beschäftigte, davon die Hälfte in wehrtechnisch-orientierten Firmen, die andere Hälfte in Dual-Use oder Zulieferern.
  • Umsatz: ca. 15.520 Mio. € (inkl. Export).

Zum Abgleich: Man schätzt, dass im Jahr 1989 ca. 400.000 Menschen in West- und Ostdeutschland in der Wehrtechnik beschäftigt waren, davon waren 950.000 Angehörige der Streitkräfte (zivil und militärisch). Im Jahr 2005 reduzierte sich diese Zahl auf ca. 80.000 Beschäftigte und 370.000 Angehörige der Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland. Dies entsprach einem Rückgang von schätzungsweise 900.000 Arbeitsplätzen.

Diese Kennzahlen decken sich grob mit anderen Quellen: Im deutschen Rüstungssektor[13] sank die Zahl der Beschäftigten von etwa 250.000 (1984)[14] auf dann 290.000 (1990) und weiter bis auf 80.000 im Jahr 2002.[15]

Im Jahr 2025 zählt der BDSV rund 135.700 direkt Beschäftigte und 273.400 „direkt und indirekt“ Beschäftigte.[16] Der Umsatz, bzw. die sogenannte Bruttowertschöpfung, lag bei 12,2 Mrd. Euro direkt und 16,2 Mrd. Euro direkt und durch „Verflechtungen“ in der Gesamtwirtschaft. (Für die Kosten des Militärs, siehe dort.)

Im Zuge des eskalierten russisch-ukrainischen Kriegs und der sogenannten „Zeitenwende“ kommt es seit ca. 2022, auch als Reaktion auf die verstärkte Aufrüstung Russlands, in Deutschland, Europa und weltweit zu ähnlichen Bestrebungen.[17][18]

In Deutschland wird die Rüstungsindustrie auch Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) genannt.[19] Sie wird von wenigen großen Unternehmen – allen voran Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann – angeführt. Lediglich etwa die Hälfte der 350 deutschen Rüstungsfirmen ist laut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in der Eigentümerschaft unabhängig von den großen Unternehmen.[20]

Tabelle der größten Rüstungskonzerne

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Bis zum Jahr 2017 verzichtete das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), welches sich mit Abrüstung und Rüstungskontrolle beschäftigt, aufgrund mangelnder Daten darauf, Zahlen zu chinesischen Rüstungsfirmen zu publizieren. Erst in der Publikation des Jahres 2020 ordnete das Institut die chinesischen Unternehmen für das Jahr 2018 in die fünfzig weltgrößten Rüstungsfirmen ein.[21][22]

Außerhalb der SIPRI-Datenerhebung gibt es zahlreiche Unternehmen, die einen bestimmten Anteil ihrer Leistungen in den Bereichen Sicherheits- bzw. Wehrtechnik erbringen, als Zulieferer agieren oder Anteile an Wehrtechnik in anderen Industrien, wie z. B. dem Schiffsbau oder der Raumfahrt, halten. Des Weiteren gibt es staatseigene oder regierungsnahe Betriebe, Institutionen oder Organisationen, die spezielle Entwicklungs- und Produktionsaufgaben im Waffenbereich übernehmen. Ein Beispiel ist das ehemalige Redstone Arsenal. Außerdem kam es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in den Jahrzehnten zu einer Vielzahl von Veränderungen durch Übernahmen, Konsolidierungen oder Verkäufe in dieser Industrie. Einige ehemalige Unternehmen sind heute Teil der großen Rüstungskonzerne, die als Erstausrüster (OEM) agieren, wie z. B. Raytheon.

Die 15 größten Rüstungsunternehmen der Welt + 5 deutsche Rüstungsunternehmen im Jahr 2024[23][24][25][26][27]
Unternehmen Land Rang Umsatz
Rüstungsgeschäft
Umsatz
gesamt
Anteil
Rüstungs-
geschäft
Be-
schäf-
tigte
2024 2023 2022 2021 2020 2019 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2024 2024 2024
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 64,7 60,8 59,3 60,3 58,2 54,0 71,0 91 % 114.000
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten (a)  43,6 40,7 39,6 41,8 36,8 39,0 (b) 80,7 54 % 195.000
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 37,9 35,6 32,3 29,9 30,4 29,7 41,0 92 % 88.000
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 33,8 29,8 26,9 26,0 24,0 22,5 35,4 95 % 89.600
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 33,6 30,2 28,3 26,4 25,8 24,9 47,7 70 % 102.900
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 30,6 31,1 29,3 33,4 32,1 34,1 66,5 46 % 141.500
Rostec RusslandRussland 10  27,1 21,7 16,8 38,9 70 % 450.000
AVIC China Volksrepublik 20,3 20,9 20,6 20,1 17,0 17,2 81,3 25 % 418.000
CETC China Volksrepublik 10  11  10  18,9 16,1 15,1 15,0 14,6 15,5 55,2 34 % 177.443
L3Harris Technologies Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 10  11  12  13  10  10  16,2 14,8 12,6 13,4 14,2 14,1 21,3 76 % 47.000
China Volksrepublik 11  14,0 20,6 22,1 21,6 17,9 16,0 61,6 23 % 230.000
ItalienItalien 12  13  13  12  13  14  13,8 12,4 12,5 13,9 11,2 11,3 19,2 72 % 50.500
Airbus Europa 13  12  14  15  11  13  13,4 12,9 12,1 10,9 12,0 11,3 74,9 18 % 157.000
CSSC China Volksrepublik 14  15  16  14  12,3 11,5 11,8 14,5 49,6 25 % 148.000
Thales FrankreichFrankreich 15  16  17  16  14  16  11,8 10,4 9,4 9,8 9,1 9,6 22,3 53 % 8.900
HII Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 16  17  18  17  15  17  10,3 9,3 8,8 8,6 8,2 7,9 11,5 89 % 43.000
CASC China Volksrepublik 17  14  10,2 12,4 19,6 19,1 16,9 41,2 30 % 170.000
Leidos Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 18  19  19  18  16  18  9,4 8,7 8,2 8,0 7,3 7,3 16,7 56 % 43.000
Amentum Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 19  21  20  25  41  8,3 6,5 6,6 5,0 3,1 13,9 60 % 50000
DeutschlandDeutschland 20  26  28  31  27  32  8,2 5,48 4,55 4,45 4,24 4,03 10,6 78 % 28.500
DeutschlandDeutschland FrankreichFrankreich 42  45  44  44  4,1 3,34 3,2 3,03 2,6 (b) 2,7 (b) 4,1 100 % 10.000
ThyssenKrupp DeutschlandDeutschland 61  66  62  55  55  56  2,3 1,99 1,93 2,39 1,99 2,07 37,9 6 % 98.000
Hensoldt DeutschlandDeutschland 62  73  69  69  78  86  2,2 1,85 1,66 1,61 1,27 1,18 2,4 93 % 9.000
Diehl DeutschlandDeutschland 67  83  93  99  2,1 1,35 0,95 0,87 5,1 42 % 18.700
Umsätze in Mrd. US-Dollar, Stand 2024 - (a) = Fusion Raytheon u. United Technologies Corporation - (b) = Addition Umsätze

Rüstungsexporte und -importe

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Die größten Waffenlieferanten der Welt sind die Vereinigten Staaten von Amerika, gefolgt von Russland, Deutschland, Frankreich, China und Großbritannien. All diese Länder besitzen hochentwickelte Rüstungsbetriebe und stehen im gegenseitigen Konkurrenzkampf bei der Entwicklung neuer und wirkungsvollerer Waffensysteme.

Waffenlieferanten

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Einige Kennzahlen zu Waffenlieferungen in der folgenden Tabelle entstammen der SIPRI-Datenbank für Waffenlieferung und sind gerundet in Milliarden US-Dollar.[28] Sie summieren Informationen zu allen Lieferungen konventioneller Großwaffen von 1950 bis zum letzten vollständigen Kalenderjahr bis einschließlich 2024. Für die aktuellsten Kennzahlen siehe die SIPRI Arms Transfers Database.[29] Die Tabelle ist auf Fünfjahresabschnitte gekürzt. Die genauen Details zur Datenerhebung und -darstellung durch SIPRI, z. B. der eigens definierte Trendindikatorwert (TIV), sind den Quellen und Methoden zu entnehmen.[30]

SIPRI Waffenlieferungen von 2000 bis 2024
Land 2000 2005 2010 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 7,591 6,758 8,169 9,743 9,426 11,409 9,255 10,534 10,024 10,960 15,351 11,102 13,512
Russland Russland 4,546 5,227 5,993 5,751 6,676 6,356 6,871 5,100 3,523 2,402 2,510 1,329 1,339
Deutschland Deutschland 1,619 2,081 2,725 1,815 2,509 1,841 1,085 0,950 1,163 0,813 1,489 2,472 2,049
Frankreich Frankreich 1,116 1,842 0,911 2,252 2,185 2,319 1,897 3,738 2,384 3,836 3,123 2,150 2,272
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich 1,638 1,069 1,101 1,183 1,344 1,105 0,682 0,886 0,662 0,679 1,711 1,320 0,756
China Volksrepublik Volksrepublik China 0,302 0,281 1,459 1,819 2,449 1,624 1,365 1,604 0,635 1,358 2,280 2,982 1,131
Italien Italien 0,204 0,825 0,524 0,671 0,620 0,704 0,534 0,372 0,809 1,650 1,711 1,364 1,379
Israel Israel 0,387 0,509 0,647 0,570 1,236 1,193 1,147 0,392 0,380 0,711 1,050 1,281 1,026
Ukraine Ukraine 0,270 0,291 0,470 0,303 0,461 0,384 0,318 0,168 0,122 0,181 0,102 0,029 0,023
Niederlande Niederlande 0,284 0,625 0,381 0,469 0,487 1,070 0,468 0,304 0,462 0,357 0,324 0,250 0,392
Schweden Schweden 0,375 0,537 0,664 0,181 0,255 0,079 0,139 0,125 0,266 0,239 0,083 0,375 0,381
Spanien Spanien 0,046 0,108 0,277 0,982 0,481 0,820 0,705 0,318 1,010 0,676 1,018 0,921 0,639
Schweiz Schweiz 0,174 0,247 0,238 0,490 0,220 0,175 0,243 0,218 0,145 0,105 0,176 0,063 0,033
Korea Sud Südkorea 0,010 0,109 0,177 0,092 0,435 0,700 1,047 0,680 0,772 0,510 0,220 0,631 0,964
Turkei Türkei 0,020 0,025 0,070 0,225 0,243 0,177 0,248 0,274 0,265 0,482 0,589 0,699 0,332
Angaben in Milliarden US-Dollar

Der Export und auch Import von Waffen ist von Land zu Land sehr unterschiedlich und lässt sich teils durch eine Verlagerung der Produktion ins Ausland umgehen. In Deutschland wird der Export durch das Außenwirtschaftsgesetz und Kriegswaffenkontrollgesetz reglementiert. Die Erlaubnis zum Export wird von dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagenden Nationalen Sicherheitsrat der Bundesregierung erteilt. Es gibt kein parlamentarisches Kontrollgremium und Waffenexporte benötigen auch keine Zustimmung des Bundestages. Die erfolgten Exporte werden einmal im Jahr im Rüstungsexportbericht veröffentlicht.[31]

Die fünf größten Waffenexportländer und ihre Hauptabnehmer 2020 bis 2024
Waffenlieferanten Anteil am
weltweiten
Waffenexport
Hauptabnehmer (Anteil am Exportvolumen des Lieferanten)
1. 2. 3.
Vereinigte Staaten 43 % Saudi-Arabien (12 %) Ukraine (9 %) Japan (9 %)
Frankreich 10 % Indien (28 %) Katar (10 %) Griechenland (8 %)
Russland 8 % Indien (38 %) Volksrepublik China (17 %) Kasachstan (11 %)
China 6 % Pakistan (63 %) Serbien (7 %) Thailand (5 %)
Deutschland 6 % Ukraine (19 %) Ägypten (11 %) Israel (11 %)
Daten aus dem Zeitraum 2020–2024[32]
Käufer (Import) und Verkäufer (Export) von Waffen nach Schätzungen der SIPRI Datenbank von 2015 bis 2024
Rang Land oder Staat (Käufer) % Hauptlieferaten in (%) (Verkäufer)
1 Saudi Arabien 9,1
  1. USA (72)
  2. GB (8.8)
  3. Frankreich (F) (6.0)
  4. Spanien (ES) (4.2)
  5. Kanada (2.2)
  6. Deutschland (D) (1.5)
2 Indien 8,7
  1. Russland (RF) (46)
  2. F(22)
  3. Israel (IL) (14)
  4. USA (9.9)
  5. GB (2.6)
  6. Südkorea (ROK) (1.7)
3 Katar 4,9
  1. USA (48)
  2. F (19)
  3. Italien (14)
  4. GB (11)
  5. Deutschland (3.8)
  6. Türkei (TR) (2.4)
4 Ägypten 4,5 F (30), RF (26), D (16)
5 Ukraine (UA) 4,4 USA (45), D (12), Polen (11)
6 Australien 4,1 USA (73), ES (19), F (2.2)
7 Pakistan 3,7 PRC (78), TR (3.6), Niederlande (3.4)
8 VR China (PRC) 3,4 RF (74), F (11), UA (8.4)
9 Republik Korea (Südkorea; ROK) 3,0 USA (70), D (20), F (5.3)
10 Emirate (UAE) 3,0 USA (55), F (14), TR (5.7)
11 Japan 2,9 USA (96), GB (2.2), Schweden (0.5)
12 Algerien 2,8 RF (63), PRC (15), D (12)
13 Vereinigte Staaten 2,5 GB (18), F (13), NL (12), D (12), IL (10)
14 Vereinigtes Königreich (GB) 2,1 USA (78), ROK (8.8), IL (4.9), D (2.7), ES (2.0)
... ... ... ...
Andere 43
Total 100

Zu beachten ist, dass es keine weltweit gültigen Standards zur Erfassung und Veröffentlichung von Rüstungsexporten gibt. Das SIPRI-Institut beschreibt z. B. Deutschland für den Zeitraum von 2003 bis 2008 als drittgrößten Rüstungsexporteur der Welt, mit einem Marktanteil von 10 Prozent (nach den Vereinigten Staaten und Russland). Demgegenüber sieht eine Studie des International Institute for Strategic Studies (IISS) Deutschland für 2006 mit deutlichem Abstand hinter Großbritannien auf Platz 4. Der deutsche Weltmarktanteil lag nach dieser Studie für 2006 bei 3,7 Prozent (zum Vergleich: Vereinigte Staaten 51,9 Prozent, Russland 21,5 Prozent, Vereinigtes Königreich 12,2 Prozent).[33]

Kleine und leichte Waffen

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Zu den Rüstungsgütern zählen unter anderem Kleinwaffen und leichte Waffen, international mit Small Arms and Light Weapons (SALW) abgekürzt. Eine detaillierte Aufstellung der Waffenexporte, die nur Schusswaffen beinhalten, zu denen auch zivile Jagd- und Sportgewehre, sowie Kurzwaffen zählen, findet man hier:

Insbesondere die deutschen Ausfuhren an europäische Abnehmer stiegen an: Im Vergleich zum Fünfjahres-Zeitraum von 1998 bis 2003 nahmen sie laut SIPRI um 123 Prozent zu.[35]

Siehe auch die Entwicklungen unten.

In der Vergangenheit nahmen Rüstungsindustrielle mehrfach Einfluss auf das politische Geschehen, um Bedingungen für ihren Wirtschaftszweig zu verbessern. Dabei kam es auch zu illegalen Schmiergeldzahlungen von Rüstungslobbyisten. Bekannte Beispiele sind der Waffenhändler Karlheinz Schreiber sowie der ehemalige Staatssekretär und Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Ludwig-Holger Pfahls.

Die effiziente Bereitstellung von Rüstungsgütern ist problematisch, da diese immer auch ein sogenanntes Marktversagen hervorrufen; aufgrund von Informationsasymmetrien und externen Effekten.[36] In einem Gutachten aus dem Jahr 2024 haben Wissenschaftler die Beschaffungsstruktur und -dynamik untersucht.[37]

Militärisch-industrieller Komplex

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Als es nach dem Ersten Weltkrieg zu einer Welle der Empörung über die Rüstungsindustrie kam, die vom Krieg profitiert und ihn mit herbei geführt habe, legte ein Ausschuss des Völkerbundes für Rüstungsbegrenzung 1921 einen Bericht vor, nach dem die Rüstungsfirmen über die Kontrolle von Zeitungen im In- und Ausland die Öffentliche Meinung beeinflusst und Kriegspsychosen erzeugt haben, Staatsbeamte im Inland und Ausland bestochen haben, mit falschen Berichten über Militärprogramme zu Rüstungsausgaben angestachelt haben, sowie internationale Rüstungskartelle und Konzerne gebildet haben um das Wettrüsten anzuheizen und die Preise für Rüstungsgüter zu erhöhen. Allerdings lag dem Bericht keine wirkliche Untersuchung zu Grunde. Ein bemerkenswertes und wiederholt zitiertes Memorandum der britischen Admiralität aus dem Jahr 1919 sprach von einer „heimliche[n] Verschwörung gegen den Frieden“ durch internationale Rüstungskartelle.[38]

Albert Einstein war der Auffassung, dass „jene mächtigen Gruppen der Industrie, die an der Produktion von Waffen beteiligt sind, in allen Ländern einer friedlichen Regelung der internationalen Streitfragen entgegenwirken“ und das diese auch als „böse treibende Kraft hinter dem Nationalismus, der sich überall breitmacht“ steckt.[39]

In seiner Abschiedsrede als Präsident vom 17. Januar 1961 warnte Dwight D. Eisenhower eindringlich vor den Gefahren, die ein einflussreicher, von ihm erstmals so bezeichneter „militärisch-industrieller Komplex“ für die USA in Zukunft mit sich bringen würde:

„Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss – beabsichtigt oder unbeabsichtigt – durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potenzial für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.“

Dwight D. Eisenhower (1961)[40]

Kostenkontrolle

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Unter ökonomischen Gesichtspunkten lassen sich die Kostenprobleme im Zusammenhang mit Rüstung zumeist damit erklären, dass es sich bei der Auftragsvergabe um öffentliche Ausschreibungen handelt. Der wirtschaftlich günstigste Bieter bekommt den Zuschlag vom Staat und darf die Rüstungsgüter produzieren. Durch enorme Informationsasymmetrien gegenüber den jeweiligen Rüstungsfirmen kann der Staat schwerlich nachprüfen – und wenn, nur mit hohen Transaktionskosten – ob die veranschlagten Kosten bzw. Kostensteigerungen ihre Legitimität haben und nicht möglicherweise von dem jeweiligen Unternehmen getragen werden müssten.[41]

Bei einer kleinen Anfrage (Kostensteigerung bei Großwaffensystemen, hier speziell wegen des Schützenpanzers Puma) an den Bundestag war die Antwort der Regierung: „Vertragsstrafen sind im Beschaffungsvertrag nicht vereinbart, da sie im Zuge der Vertragsverhandlungen aufgrund der Monopolstellung des Auftragnehmers nicht durchsetzbar waren.“[42] Errechneter Stückpreis: 6,5 Millionen Euro, tatsächlicher Stückpreis: 9,9 Millionen Euro.[42]

Eines der wohl längsten und teuersten Rüstungsprojekte ist das Kampfflugzeug Euro Hawk. Die Idee einer Aufklärungsdrohne für die Bundeswehr entstand im Jahr 2000. Beteiligt daran waren der amerikanische Rüstungskonzern Northrop Grumman und der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, heute Airbus. Anscheinend gab es frühe Hinweise darauf, dass die Drohne bei Weitem nicht die geforderten Standards für eine Zulassung besaß. Trotzdem wurden weiterhin Steuergelder für das Projekt verwendet und weitere Testflüge angeordnet. Der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat erst 2013 beschlossen, das Drohnenprojekt stillzulegen, da es nicht absehbar war, eine Zulassung für den deutschen Luftraum zu bekommen. Bis dahin hat das Ganze den deutschen Steuerzahler etwa 600 Millionen Euro gekostet, ohne dass er einen Nutzen davon gehabt hätte.[43][44]

Rüstungskonversion

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In den Reihen der Friedensbewegung, der Friedensforschung und auch der Gewerkschaften werden seit den 1980er Jahren Konzepte entwickelt, wie der Übergang von militärischer zu ziviler Produktion gestaltet werden kann (Rüstungskonversion). Diese Konzepte werden oft nicht umgesetzt, es ist teilweise eher der gegenläufige Trend zu beobachten.

Technische Probleme

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Unter anderem steht die Rüstungsindustrie immer wieder aufgrund mangelnder Funktionsfähigkeit von Waffen – wie bei dem Sturmgewehr G36 von Heckler & Koch – oder Verzögerungen von Lieferungen in der Kritik.

Geschäfte mit Waffen (Waffenexport)

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Wie problematisch ein Waffenexport sein kann, wurde zum Beispiel in den folgenden Fällen bewusst:

  • im Falklandkrieg (1982) kämpfte das argentinische Militär mit zahlreichen Waffen gegen das Vereinigte Königreich, die von westlichen Ländern an Argentinien verkauft worden waren. Die argentinische Luftwaffe besaß
    • Mirage-III-Jagdflugzeuge, Mirage-5-Jagdbomber,
    • alte (aber immer noch sehr leistungsfähige) Douglas-A-4-Jagdbomber und
    • veraltete English-Electric-Canberra-Bomber,[45] außerdem
    • zwei zu Betankungsflugzeugen umgebaute Lockheed C-130
    • Vier damals hochmoderne Exocet-Luft-Schiff-Raketen standen bei Kriegsbeginn nach argentinischen Angaben zur Verfügung.
    • Die Marineflieger besaßen fünf Dassault Super Étendards; diese waren für Luftbetankung ausgerüstet. 14 Flugzeuge waren bestellt, bis zum Ausbruch des Krieges waren fünf geliefert, wovon eines infolge eines Embargos als Ersatzteilspender am Boden bleiben musste.[46]
    • die Marine besaß unter anderem drei moderne französische d’Estienne d’Orves-Korvetten mit Exocet-Flugkörpern und zwei moderne, in der Bundesrepublik Deutschland hergestellte Küstenunterseeboote der U-Boot-Klasse 209.
  • Im Krieg in Afghanistan wurden die US-Amerikaner und ihre Verbündeten oft mit Waffen bekämpft, die sie selbst nach dem Einmarsch der Sowjets in Afghanistan (1979) den Mujaheddin und anderen Rebellengruppen (damals auch „Freiheitskämpfer“ genannt) geliefert hatten.
  • Der Internationale Militäreinsatz in Libyen 2011 richtet sich gegen die libyschen Streitkräfte. Diesen verkauften westliche Unternehmen bzw. Regierungen jahrelang Waffen.[47]
  • Ein von der Bundesregierung 2011 geplanter Export von 200 Leopard-Panzern nach Saudi-Arabien erregte viel öffentliche Kritik, weil Saudi-Arabien im benachbarten Bahrain kurz zuvor mit Panzern an der Unterdrückung von Demonstrationen teilgenommen hatte (siehe Proteste in Bahrain 2011).

Im Zuge des Kriegs gegen den Terror seit 2001 (vgl. die Terroranschläge am 11. September 2001) expandierte die westliche und weltweite Rüstungsindustrie. So stieg der Jahresdurchschnitt des internationalen Handels mit schweren konventionellen Waffen in den Jahren 2005 bis 2009 um 22 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt für die Jahre 2000–2004.[48] Manche Unternehmen, die militärische und zivile Produkte herstellen, verkaufen den zivilen Unternehmensteil (z. B. hat BAE Systems seine Anteile an Airbus 2006 verkauft), um den militärischen Anteil zu erhöhen.

Chinas Rüstungsindustrie wächst seit Beginn der 2000er Jahre und holt technologisch auf. China feierte im Januar 2011 den ersten „offiziellen“ Testflug eines Tarnkappenbombers (J-20). Die J-20 hat Ähnlichkeit mit der russischen MiG 1.44 (die nie in Serie ging) und den Raptor-Flugzeugen der US-Armee.[49] China exportiert immer mehr Waffen und macht der russischen Rüstungsindustrie immer mehr Konkurrenz. Dabei hat der aufstrebende Exporteur China einige Vorteile gegenüber Russland. Beide Länder haben vor allem Schwellenländer, die nach mehr militärpolitischer Unabhängigkeit vom Westen streben, als Absatzmarkt für ihre Waffen im Visier.[50] Auch andere Nationen rüsten auf, darunter Nordkorea, das sich an der Sŏn’gun-Doktrin orientiert.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 und der sogenannten „Zeitenwende“ kommt es in Deutschland, Europa und weltweit zu Aufrüstungsbestrebungen.[17]

Fachartikel und Berichte

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  • Anne Hessing Cahn: Have Arms, Will Sell: Quantity is up and so is the quality. In: Bulletin of the Atomic Scientists. Band 31, Nr. 4, April 1975, S. 10–12, doi:10.1080/00963402.1975.11458223 (englisch).
  • Heiko Borchert, Ralph Thiele: Rüstungsindustrie im Umbruch: Schrumpfende Heimmärkte und aggressive Schwellenländer erfordern rüstungspolitischen Gestaltungswillen. In: Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik. Band 7, Nr. 3, August 2014, S. 365–387, doi:10.1007/s12399-014-0419-7.
  • Frank Sauer: Globalisierung in den Bereichen Rüstungsindustrie und Militärtechnik: Transformationen und Probleme. In: Tilman Mayer, Robert Meyer, Lazaros Miliopoulos, H. Peter Ohly, Erich Weede (Hrsg.): Globalisierung im Fokus von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17821-9, S. 155–169, doi:10.1007/978-3-531-93334-4_9.
  • Ethan Ilzetzki: Guns and Growth: The Economic Consequences of Defense Buildups (= Kiel Report). Kiel Institute for the World Economy, Kiel, Germany 2025 (englisch, ifw-kiel.de).
  • T. Krebs, P. Kaczmarczyk: Wirtschaftliche Auswirkungen von Militärausgaben in Deutschland. Lehrstuhl für Makroökonomik und Wirtschaftspolitik, Mannheim 2025 (uni-mannheim.de [PDF]).
  • James F. Brownlee: The Defense We Can Afford. In: Walter F. Hahn, John C. Neff (Hrsg.): American Strategy for the Nuclear Age. Anchor Books (Doubleday), Garden City, New York 1960, S. 389 ff. (englisch, archive.org).
  • XXIII. Verteidigungsplanung - Rüstung - Finanzierung. In: Emil Obermann (Hrsg.): Verteidigung. Ein Handbuch. Stuttgarter Verlagskontur, Stuttgart 1970.
  • Charles J. Hitch: Decision-Making for Defense (= Gaither Memorial Lectures in systems science). University of California Press, Berkeley, CA 1970, ISBN 0-520-00563-5 (englisch, archive.org).
  • Michael Kidron: Rüstung und wirtschaftliches Wachstum: Ein Essay über den westlichen Kapitalismus nach 1945 (= edition suhrkamp. Band 464). Suhrkamp Verlag, 1971.
  • Dieter Senghaas: III Die Konfiguration des amerikanischen Rüstungskomplexes. In: Rüstung und Militarismus (= edition suhrkamp. Band 498). 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1972.
  • Anthony Sampson: The Arms Bazaar. The Companies, the Dealers, the Bribes from Vickers to Lockheed. Coronet Books (Hodder and Stoughton), London 1977, ISBN 0-340-22594-7 (englisch, archive.org).
  • Anthony Sampson: Die Waffenhändler: von Krupp bis Lockheed ; die Geschichte eines tödlichen Geschäfts. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1977, ISBN 3-498-06118-6 (englisch: The Arms Bazaar. Übersetzt von Margaret Carroux).
  • Ulrich Albrecht, Peter Lock, Herbert Wulf: Arbeitsplätze durch Rüstung? Warnung vor falschen Hoffnungen (= rororo rororo-aktuell. Band 4266). Rowohlt-Taschenbuch-Verl, Reinbek bei Hamburg 1981, ISBN 3-499-14266-X.
  • Michael Geyer: Deutsche Rüstungspolitik 1860-1980 (= Neue historische Bibliothek. edition suhrkamp). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-518-11246-5.
  • William J. Weida, Frank L. Gertcher: The Political Economy of National Defense. Westview Press, Boulder, CO 1987, ISBN 0-8133-0432-6 (englisch, archive.org).
  • Heinz-Josef Bontrup, Norbert Zdrowomyslaw: Die deutsche Rüstungsindustrie: vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik; ein Handbuch (= Distel-Hefte. Band 15). Distel-Verl, Heilbronn 1988, ISBN 3-923208-18-9.
  • Wilhelm Muehlon, Wolfgang Benz: Ein Fremder im eigenen Land: Erinnerungen und Tagebuchaufzeichnungen eines Krupp-Direktors 1908-1914. Donat, Bremen 1989, ISBN 3-924444-44-7.
  • Alex Mintz: The Political Economy of Military Spending in the United States. Taylor and Francis, Hoboken 2002, ISBN 0-415-07595-5 (englisch, archive.org).
  • Dieter Hanel: Die Bundeswehr und die deutsche Rüstungsindustrie. Bernard & Graefe, Bonn 2003, ISBN 3-7637-6238-8.
  • Gerhard Hubatschek (Hrsg.): Bundeswehr: 50 Jahre Wehrtechnik und Ausrüstung. Report Verlag, Bonn 2005, ISBN 3-932385-20-9.
  • Hartmut Küchle: Die deutsche Heeresindustrie in Europa: Perspektiven internationaler Kooperationen und industriepolitischer Nachholbedarf (= Edition der Hans-Böckler-Stiftung Europa und Globalisierung. Band 200). Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-86593-080-4 (boeckler.de).
  • Rudolf Jaun, David Rieder, Schweizerische Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaften (Hrsg.): Schweizer Rüstung. Politik, Beschaffungen und Industrie im 20. Jahrhundert (= Serie Ares. Band 1). hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden 2013, ISBN 978-3-03919-279-3.
Commons: Rüstungsindustrie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Rüstungsindustrie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Neue Sicherheits- und Verteidigungsindustriestrategie für die Zeitenwende. Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), 14. November 2025, abgerufen am 17. November 2025.
  2. a b Theodor Benecke, Günther Schöner (Hrsg.): Wehrtechnik für die Verteidigung: Bundeswehr u. Industrie - 25 Jahre Partner für d. Frieden (1956–1981). Bernard und Graefe, Koblenz 1984, ISBN 3-7637-5266-8, 1. Politische, militärische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ihr Einfluß auf die Rüstung der Bundesrepublik Deutschland.
  3. Art 87a GG - Einzelnorm. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  4. Art 87b GG - Einzelnorm. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  5. Verteidigungshaushalt. BMVg, 26. November 2025, abgerufen am 30. November 2025.
  6. a b c S. Schubert, J. Knippel: Quantifizierung der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie für den deutschen Wirtschaftsstandort. (PDF) WifOR-Institut, 2012, abgerufen am 20. April 2017.
  7. Carlos Martí Sempere: The European Security Industry: A Research Agenda. Hrsg.: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung. Economics of Security Working Paper No. 29. Berlin 2010 (econstor.eu [PDF; 4,1 MB; abgerufen am 3. Mai 2020]).
  8. Ein Überblick über die Rüstungsindustrie in Deutschland. In: Robotergesetze.com. 24. April 2020, abgerufen am 21. November 2025.
  9. H. Glismann, E. Horn: Rüstung und Wohlfahrt: Theoretische und strukturelle Besonderheiten des Rüstungsmarktes. (PDF) In: Nr. 517. Kiel Institute for the World Economy (IfW), 1992, abgerufen am 19. April 2017.
  10. a b H. Heidenkamp: Deutsche Rüstungspolitik. Hrsg.: WIFIS – Wissenschaftliches Forum für Internationale Sicherheit e. V. Band 50. Verlag Barbara Budrich, Opladen / Berlin / Toronto 2015, ISBN 978-3-8474-0180-3.
  11. Ausführungsgesetz zu Artikel 26 Abs. 2 des Grundgesetzes.
  12. Karsten Lepper: Bedeutung und Leistungen der wehrtechnischen Industrie. In: Gerhard Hubatschek (Hrsg.): Bundeswehr: 50 Jahre Wehrtechnik und Ausrüstung. Report Verlag, Bonn 2005, ISBN 3-932385-20-9.
  13. Überblick über die deutsche Rüstungsindustrie. Abgerufen am 22. November 2025.
  14. Theodor Benecke, Günther Schöner (Hrsg.): Wehrtechnik für die Verteidigung: Bundeswehr u. Industrie - 25 Jahre Partner für d. Frieden (1956–1981). Bernard und Graefe, Koblenz 1984, ISBN 3-7637-5266-8, 1. Politische, militärische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ihr Einfluß auf die Rüstung der Bundesrepublik Deutschland.
  15. Michael Dauer, manager magazin: Thomas Diehl: Deutsche Rüstungsindustrie vor dem Rohrkrepierer? 5. Juli 2002, abgerufen am 5. Dezember 2025.
  16. Die Industrie. BDSV, 2025, abgerufen am 5. Dezember 2025.
  17. a b Sofie Donges: SIPRI-Bericht: Rasanter Anstieg der Rüstungsausgaben. Tagesschau, 28. April 2025, abgerufen am 22. November 2025.
  18. Jana Sinram: Weltweite Rüstungsumsätze erreichen laut SIPRI-Bericht Rekordhoch. Tagesschau, 1. Dezember 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  19. Tätigkeitsfelder. In: bdsv.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juli 2017; abgerufen am 28. April 2017.
  20. Martin Hesse, Gerald Traufetter: Ukraine-Krieg: Die deutsche Rüstungsindustrie ist bedingt lieferbereit. In: Der Spiegel. 21. April 2022 (spiegel.de [abgerufen am 21. April 2022]).
  21. China ist zweitgrösster Waffenproduzent der Welt. In: Tagesanzeiger. 27. Januar 2020, abgerufen am 22. November 2025.
  22. tagesschau.de: China ist laut SIPRI-Forschern zweitgrößter Waffenproduzent. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. September 2020; abgerufen am 22. November 2025 (deutsch).
  23. Alexandra Marksteiner Dr Lucie Béraud-Sudreau Dr Nan Tian Dr Diego Lopes da Silva Alexandra Kuimova: THE SIPRI TOP 100 ARMS-PRODUCING AND MILITARY SERVICES COMPANIES, 2020. (PDF) In: Sipri.org. Dezember 2021, abgerufen am 28. November 2025 (englisch).
  24. Dr Lucie Béraud-Sudreau Xiao Liang Dr Diego Lopes da Silva Dr Nan Tian Lorenzo Scarazzato: THE SIPRI TOP 100 ARMS PRODUCING AND MILITARY SERVICES COMPANIES, 2021. (PDF) In: Sipri.org. Dezember 2022, abgerufen am 28. November 2025 (englisch).
  25. Xiao Liang Lorenzo Scarazzato Dr Lucie Béraud Sudreau Dr Nan Tian Dr Diego Lopes da Silva Yeoun Choi Eero Kristjan Sild: THE SIPRI TOP 100 ARMS PRODUCING AND MILITARY SERVICES COMPANIES, 2022. (PDF) In: Sipri.org. Dezember 2023, abgerufen am 28. November 2025 (englisch).
  26. Lorenzo Scarazzato Dr Nan Tian Dr Diego Lopes da Silva Xiao Liang Katarina Djokic: THE SIPRI TOP 100 ARMS PRODUCING AND MILITARY SERVICES COMPANIES, 2023. (PDF) In: Sipri.org. Dezember 2024, abgerufen am 28. November 2025 (englisch).
  27. Lorenzo Scarazzato, Dr Nan Tian, Dr Diego Lopes da Silva, Xiao Liang, Zubaida Karim and Jade Guiberteau Ricard: The SIPRI Top 100 arms-producing and military services companies in the world, 2024. (PDF) In: sipri.org. Dezember 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025 (englisch).
  28. Arms transfer database. Abgerufen am 28. November 2025.
  29. SIPRI Arms Transfers Database | SIPRI. Abgerufen am 22. November 2025 (englisch).
  30. Sources and methods | SIPRI. SIPRI, abgerufen am 22. November 2025 (englisch).
  31. Alexander Heinrich: Sand im Getriebe. In: Das Parlament, 2011, Ausgabe 28–30.
  32. Dr Mathew George, Katarina Djokic, Zain Hussain, Pieter D. Wezeman and Siemon T. Wezeman: TRENDS IN INTERNATIONAL ARMS TRANSFERS, 2024. (PDF) In: Sipri.org. März 2025, abgerufen am 30. November 2025 (englisch).
  33. Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für konventionelle Rüstungsgüter im Jahre 2007. (Memento vom 20. Dezember 2008 im Internet Archive; PDF; 1,4 MB) Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, S. 43 f.
  34. a b Small Arms Survey Report 2009. (Memento vom 13. November 2011 im Internet Archive; PDF; 141 kB) smallarmssurvey.org (englisch).
  35. Deutschland steigert Waffenverkäufe um 70 Prozent. (Memento vom 30. April 2009 im Internet Archive) Tagesschau (ARD), über SIPRI.
  36. Lothar Wildmann: Einführung in die Volkswirtschaftslehre, Mikroökonomie und Wettbewerbspolitik: Module der Volkswirtschaftslehre Band I. OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG, 2014, ISBN 978-3-11-037361-5, doi:10.1524/9783110376265 (degruyter.com [abgerufen am 22. November 2025]).
  37. Markus C. Kerber, Naghmeh Reza: Die Reform der Rüstungsbeschaffung. In: Wirtschaftsdienst. Band 104, Nr. 3, 1. März 2024, ISSN 1613-978X, S. 200–204, doi:10.2478/wd-2024-0054 (sciendo.com [abgerufen am 22. November 2025]).
  38. Anthony Sampson: Die Waffenhändler. Von Krupp bis Lockheed. Die Geschichte eines tödlichen Geschäfts. Reinbek bei Hamburg 1977, 68 ff.
  39. Albert Einstein: Mein Weltbild. München 2022, S. 57 und 66 f.
  40. Jürgen Heideking, Christof Mauch: Geschichte der USA. Hrsg.: A. Francke. 6. Auflage. UTB, ISBN 978-3-8252-1938-3, S. 274.In the councils of government, we must guard against the acquisition of unwarranted influence, whether sought or unsought, by the military-industrial complex. The potential for the disastrous rise of misplaced power exists and will persist. We must never let the weight of this combination endanger our liberties or democratic processes. We should take nothing for granted. Only an alert and knowledgeable citizenry can compel the proper meshing of huge industrial and military machinery of our defense with our peaceful methods and goals, so that security and liberty may prosper together.
  41. U. Lenz: Kostensteigerungen bei öffentlichen Aufträgen: Am Beispiel der Rüstungsgüter. Springer-Verlag, Wiesbaden 1990, ISBN 3-8244-0064-2, S. 3.
  42. a b Kostensteigerung bei Großwaffensystemen. (PDF) In: 18/650. Deutsche Bundesregierung, 24. Februar 2014, abgerufen am 8. Juni 2017.
  43. Marco Seliger: Euro Hawk wird nicht zugelassen. FAZ, 13. Mai 2013, abgerufen am 8. Juni 2017.
  44. Peter Maxwill: Skandaldrohne „Euro Hawk“ kostet weitere Millionen. In: Spiegel Online. 3. Juli 2015, abgerufen am 8. Juni 2017.
  45. James S. Corum: Argentine Airpower in the Falklands War: An Operational View. In: airpower.maxwell.af.mil (englisch).
  46. weitere Details im Artikel Falklandkrieg
  47. Süddeutsche, 9. Mai 2011, S. 7; nennt unter anderem Streubomben aus Spanien (Instalaza, Baujahr 2007), Panzer mit Ausrüstung aus Großbritannien, Raketen aus Frankreich (EADS) sowie italienische Hubschrauber (Agusta A109K).
  48. Deutsche Zusammenfassung des SIPRI Jahresbuch 2010. (PDF; 535 kB) Friedrich-Ebert-Stiftung, 1. Juli 2010, S. 14, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juli 2011; abgerufen am 26. Juni 2011.
  49. Testflug: Chinesen feiern Tarnkappen-Bomber mit Feuerwerk - WELT. Abgerufen am 22. November 2025.
  50. Sputnik: China bedrängt Russland auf dem Weltwaffenmarkt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2015; abgerufen am 22. November 2025.