R.J.Kirsch

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R. J. Kirsch (* 1959 in Kirchen/Sieg) ist ein deutscher Maler und Konzeptkünstler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirsch studierte Malerei an den Kölner Werkschulen bei Franz Dank. Durch die Begegnung mit dem amerikanischen Fluxuskünstler Al Hansen entstand Anfang der 1990er Jahre eine intensive Auseinandersetzung mit der Aktions- und Performancekunst. 1991 gründete er das Kunstmagazin „Der Stillstand“[1], als dessen Herausgeber er bis heute wirkt. Zwischen 1994 und 1998 verfolgte er eine regelmäßige Teilnahme an Projekten der ASA-European, insbesondere „Die Gabe“.[2] Als freier Kurator organisierte und konzipierte er Performanceveranstaltungen wie „100 Performances im Urania Theater 1995“[3] oder „Graz Performances 2003“[4]. R.J.Kirsch ist Mitglied der Kölner Performance-Organisation PAERSCHE.[5]

Kirsch lebt und arbeitet in Köln.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirschs malerische Arbeit entwickelt sich als permanenter Aneignungsprozess vorgefundener Bildwelten. Aus den Fragmenten medialer Bilderströme, im Falle seiner bereits in den neunziger Jahren entstehenden Schattenskulpturen[6] aus tatsächlichen Bruchstücken, entsteht ein eigener künstlerischer Kosmos aus wissenschaftlichen und technischen Abbildungen, Satellitenbildern, Phantomzeichnungen.

In „Rhythmus der Statistik“[7], einer Serie mit Unfallszenen von Flugzeugen, Schiffen oder Eisenbahnen, an der Kirsch seit 2002 arbeitet, erfasst diese Inszenierung den beschleunigten Gegenstand. Die Aneinanderreihung dieser zumeist kleinformatigen Arbeiten erzeugt ein Panorama des Scheiterns hochtechnisierter Fortbewegungsmittel. Die Übersetzung kinetischer Verformungen in einen malerischen Duktus macht die außer Kontrolle geratenen Bewegungsenergien sichtbar.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 PHANTOM, Museum Albstadt, Katalog
  • 1999 Goethe-Institut, Brüssel/Evere, Belgien
  • 2001 Sammlung SK Köln
  • 2003 The Merry Waitingroom, opening event, Kulturhauptstadt Graz
  • 2003 Zu Hause bleiben, Installation, Moltkerei-Werkstatt, Köln
  • 2004 Status Quo, Galerie Murata&friends, Berlin
  • 2004 Temporary Bell Tone Laboratory, Pilotprojekt Gropiusstadt, Berlin
  • 2004 Mit den Füßen zuerst, Galerie v.d. Milwe, Aachen
  • 2005 cars and races, Galerie Foert/Garanin, Berlin
  • 2006 Rhythmus der Statistik, Galerie Rachel Haferkamp, Köln
  • 2006 Rhythmus der Statistik, Abel Neue Kunst, Berlin
  • 2007 Gropius Stories, Galerie im Körnerpark, Berlin
  • 2008 Im Konjunktiv der Dinge, Galerie Jürgen Kalthoff, Essen
  • 2008 Passagen, Galerie Abel Neue Kunst, Berlin
  • 2008 Still Life Pieces, Art Galerie 7, Köln
  • 2009 Reanimation, Galerie Jürgen Kalthoff, Essen
  • 2010 Leerlauf, zus. mit Max Scholz, Bellevuesaal Wiesbaden
  • 2011 Hot Spot Berlin, Georg-Kolbe-Museum Berlin, Katalog
  • 2012 Das verortete Verlangen, Feuerwache Friedrichshain, Berlin
  • 2012 Abstracts, Art Galerie 7, Köln
  • 2013 Subversion und Abgrund, Spor Klübü, Berlin
  • 2013 Der Maler im Dunkel, Kunstverein Viernheim, Katalog
  • 2013 OSTRALE – Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste, Katalog
  • 2014 phantoms, Kunstverein Bayreuth/Kunstmuseum Bayreuth
  • 2014 Watercolors, Artgalerie7, Köln
  • 2015 MOTO PARK, Kunstverein Eisenturm Mainz
  • 2017 „Glanz und Gloria“|Künstler der Galerie, Art Galerie 7, Köln

Auszeichnungen und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Otzenrath Stipendium, Hausmuseum Otzenrath

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Der Stillstand"
  2. "Die Gabe"
  3. 100 Performances im Urania Theater 1995
  4. Graz Performances 2003
  5. PAERSCHE
  6. PHANTOM lichtbar, Clemens Ottnad, MA
  7. Peter Gerlach: Rhythmus der Statistik. 2006.