RAL-Farbe

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Dieser Artikel behandelt den Farbkatalog RAL Classic, daneben gibt es auch noch die Kataloge RAL Design, RAL Effect und RAL Plastics.
RAL-Classic-Farbfächer

Als RAL-Farbe bezeichnet man normierte Farben, die die RAL gGmbH (eine Tochter des RAL-Instituts) erstellt und verwaltet.

Dabei handelt es sich um eine Reihe von weltweit eingesetzten Farbsystemen und Farbkatalogen, die jeweils eine Palette von normierten Farben umfassen (digital und gedruckt). Jeder Farbe ist eine eindeutige Nummer zugeordnet. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Farbe von Anstrichen und Lacken präzise kommunizieren, ohne dass ein Farbmuster übergeben werden muss.

RAL Classic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am bekanntesten ist die Farbsammlung der RAL-Nummern, die das RAL-Institut unter dem Namen RAL Classic vertreibt. Es ist eine Farbtabelle, die erstmals 1927 von der Vorgänger-Organisation Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen erstellt wurde. Die Farbsammlung beinhaltet 213 Farbtöne auf Basis wasserlöslicher Lacke und wird von vielen Herstellern für Produkte und Marken genutzt, um die Farbkommunikation zu erleichtern und einen über lange Zeit gleichbleibenden Farbeindruck zu gewährleisten.

Jeder Farbe des Farbkatalogs ist eine vierstellige Farbnummer zugeordnet. Diese Normung geht auf eine Tabelle von 40 Farben zurück, die 1927 vom Reichsausschuß für Lieferbedingungen (RAL) erstellt wurde. Der Zweck der Normung besteht darin, dass Kunde und Lieferant nur eine RAL-Nummer austauschen müssen und kein Farbmuster auf definiertem Material.

Damit ein weiterer Farbton in den Katalog aufgenommen wird, müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Zum einen muss der Farbton zeitlos sein und einem übergeordneten öffentlichen Interesse unterliegen. Weiterhin muss der Farbton umweltfreundlich und witterungsbeständig herstellbar sein, eine hohe Deckkraft haben und es muss ein sichtbarer Unterschied zu vorhandenen Farben gegeben sein.[1] Meistens wurden neue Farbtöne deutscher Großunternehmen hinzugefügt, so kamen beispielsweise 1992 die Farben der Telekom: „Telemagenta“, „Telegrau 1“ und „Telegrau 2“ hinzu.

Um 1940 wurden die RAL-Farben auf das vierstellige System umgestellt, wie es bislang gebräuchlich ist. Tarnfarben des Heeres erkannte man bis 1944 stets durch eine „7“ oder „8“ an erster Stelle.

Die Farbmuster sind in zwei Darbietungen ausgeführt:

  • Farbregister RAL 840-HR mit matter Oberfläche
  • Farbregister RAL 841-GL mit glänzender Oberfläche.

RAL Design System[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RAL-Design-Farbfächer (1625 Farben)

Das RAL-Design-System wurde 1993 eingeführt. Es umfasst 1625 genormte Farben, die mit Koordinaten im CIELab-Farbenraum beschrieben werden. Der Aufbau des RAL-Design-Farbsystems folgt dem 1976 von der Commission International d'Eclairage (CIE) festgelegten international verwendeten Lab-Farbmaßsystem. Im Gegensatz zur Farbsammlung RAL Classic sind die Farben hier nach Buntton (H, Hue), Helligkeit (L, Lightness) und Buntheit (C, Chroma) systematisch geordnet.

RAL Effect[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RAL-Effect-Fächer mit 490 Farben

Der Farbkatalog RAL Effect wird seit April 2007 vertrieben. Er umfasst mit 420 Uni- und 70 Metallic-Farbtönen deutlich mehr Farben als der traditionelle Farbkatalog der RAL-Farben, berücksichtigt jedoch ebenfalls ökologische Aspekte. Die Mustersammlung wird zum einen auf der Grundlage von wasserbasierten Lacken hergestellt, zum anderen wurden keine schwermetallhaltigen Pigmente wie etwa Bleichromat oder Cadmiumsulfid zur Formulierung verwendet.

RAL Plastics[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die RAL-Plastics-Box mit 100 Farbmustern aus PP

Im Oktober 2010 wurde mit RAL Plastics eine separate Farbsammlung für Kunststoffe eingeführt. Sie umfasst die 100 am häufigsten nachgefragten Farben aus dem RAL Classic Farbfächer und soll sukzessive weiter ausgebaut werden. Die Farbmuster bestehen aus DIN A6-großen Polypropylenplatten, die drei unterschiedliche Oberflächenstrukturen und drei Abstufungen der Plattendicke aufweisen.

RAL Farben-Software[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Software (RAL Digital) stellt die Farbkataloge digital zur Verfügung. Und in regelmäßigen Abständen veröffentlicht die RAL gGmbH das Farbtrendbuch RAL Colour Feeling und ist Herausgeber der Bücher „Das Farbwörterbuch“, „Farben der Gesundheit“ und „Farben der Hotels“.

Farbtabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farbtabelle nach RAL Classic, in der Standardsortierung nach Farbgruppen, wie sie die führende Stelle markiert (1000er = Gelbtöne, 2000er = Orangetöne, 3000er = Rottöne)

  • Viele RAL-Farben sind auf Monitoren und Druckern auf Grund der unterschiedlichen Gerätefarbräume nicht einheitlich darstellbar und nur durch Näherungen angegeben.
  • Der verwendete RRGGBB-Farbcode (sRGB) wird angezeigt, wenn der Mauszeiger auf das Feld „Farbmuster“ geführt wird. [Anm. 1]
  • Die geräteunabhängigen CIE L*a*b* Farbwerte werden angegeben (mit Glanz, D65, 10°).[Anm. 2]
  • In der vierten Spalte sind ausgewählte allgemein bekannte Nutzungen der jeweiligen RAL-Farbe genannt, deren Kenntnis beim Nutzer eine Farbvorstellung ergeben kann.

Gelb und Beige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 1000 Grünbeige 76,02 −0,37 27,64 1932 bis 1939/1940: RAL 20 h[3]
RAL 1001 Beige 74,99 05,10 24,64 1932 bis 1939/1940: RAL 20 m[3]
RAL 1002 Sandgelb 73,45 06,83 33,80 1932 bis 1939/1940: RAL 15 h[3]
RAL 1003 Signalgelb 75,99 18,80 72,93 zusammen mit Signalrot Rohrleitungskennzeichnung für Gasleitungen; DIN 4844 Sicherheitskennzeichnung für Warnung, Vorsicht oder Hinweis. Unter dieser Nummer war ursprünglich RAL 1023 gelistet.[4]
RAL 1004 Goldgelb 71,42 15,28 69,28
RAL 1005 Honiggelb 63,45 13,38 74,69 1932 bis 1939/1940: RAL 22 a[3]
RAL 1006 Maisgelb 68,20 21,13 65,98 1932 bis 1939/1940: RAL 23[3]
RAL 1007 Narzissengelb 68,38 25,44 67,13 1932 bis 1939/1940: RAL 27[3]
RAL 1011 Braunbeige 59,92 11,35 29,17
RAL 1012 Zitronengelb 75,04 04,64 61,31
RAL 1013 Perlweiß 87,15 00,27 10,43 „Elektroweiß“, die ursprüngliche Standardfarbe für Elektroinstallation (Lichtschalter, Steckdosen, Kabelkanäle)
RAL 1014 Elfenbein 81,22 02,47 22,88 Farbe vieler Fahrzeuge im Katastrophenschutz
RAL 1015 Hellelfenbein 86,40 02,06 15,48 in Westdeutschland seit 1971 für Taxis vorgeschrieben, in einigen Bundesländern wieder aufgehoben
RAL 1016 Schwefelgelb 88,37 −9,78 71,30 Eurogelb, teilweise Farbe von Rettungsdienstfahrzeugen
RAL 1017 Safrangelb 76,32 19,37 51,02
RAL 1018 Zinkgelb 83,35 03,46 75,83
RAL 1019 Graubeige 62,62 04,31 12,94
RAL 1020 Olivgelb 61,98 00,39 23,18
RAL 1021 Rapsgelb 78,88 10,03 82,04 vormals Cadmiumgelb; Farbe der Österreichischen Post; der Deutschen Bundespost 1972–1980; bis 2007 Kennzeichnungsfarbe für Gasleitungen; Fahrzeuge des ADAC
RAL 1023 Verkehrsgelb 79,07 10,46 80,50 Diese Farbe war bei ihrer Einführung 1939/1940 unter der Nummer 1003 gelistet.[4]
RAL 1024 Ockergelb 64,26 08,49 41,49
RAL 1026 Leuchtgelb 95,36 −21,56 120,18
RAL 1027 Currygelb 58,15 05,83 47,68
RAL 1028 Melonengelb 74,97 29,64 79,69 Unternehmensfarbe der Lufthansa seit 1979; „Gold“ der Flagge Deutschlands;[5]
RAL 1032 Ginstergelb 72,32 12,16 66,97 Farbe der Deutschen Bundespost seit 1980, ab 1998 der Deutschen Post AG
RAL 1033 Dahliengelb 71,74 27,78 71,68
RAL 1034 Pastellgelb 72,73 21,40 45,09
RAL 1035 Perlbeige 54,79 00,35 11,86
RAL 1036 Perlgold 48,95 04,77 26,69
RAL 1037 Sonnengelb 70,28 26,19 64,79

Orange[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 2000 Gelborange 58,20 37,30 68,68 1932 bis 1939/1940: RAL 25[3]
RAL 2001 Rotorange 49,41 39,79 35,29 1932 bis 1939/1940: RAL 6[3]
RAL 2002 Blutorange 47,74 47,87 33,73
RAL 2003 Pastellorange 66,02 41,22 52,36
RAL 2004 Reinorange 56,89 50,34 49,81 Fahrzeuge des ABC- und Fernmeldedienstes im erweiterten Katastrophenschutz in Deutschland
RAL 2005 Leuchtorange 72,27 87,78 82,31
RAL 2007 Leuchthell­orange 76,86 47,87 97,63
RAL 2008 Hellrotorange 61,99 44,64 51,72
RAL 2009 Verkehrs­orange 55,83 47,79 48,83
RAL 2010 Signalorange 55,39 40,10 42,42
RAL 2011 Tieforange 59,24 40,86 64,50 Straßenbetriebsfahrzeuge (Straßen-/Autobahnmeisterei) in Deutschland (umgangssprachlich Kommunalorange)
RAL 2012 Lachsorange 57,75 40,28 30,66
RAL 2013 Perlorange 40,73 32,14 34,92

Rot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 3000 Feuerrot 42,40 43,24 25,00 1932 bis 1939/1940: RAL 7[3]. Signalfarbe für Verbot, Halt und Notaus (DIN 4844); Farbe von Feuerwehrfahrzeugen in diversen deutschen Bundesländern
RAL 3001 Signalrot 40,19 41,21 21,60 Verbotszeichen (DIN 5381), Brandschutzzeichen (DIN 5381)
RAL 3002 Karminrot 34,46 48,83 31,87
RAL 3003 Rubinrot 35,59 35,87 15,75 1932 bis 1939/1940: RAL 9.[3] Rot der Krankenwagen
RAL 3004 Purpurrot 33,05 25,61 09,02 1932 bis 1939/1940: RAL 47[3]
RAL 3005 Weinrot 30,96 18,46 05,76 1932 bis 1939/1940: RAL 10[3]
RAL 3007 Schwarzrot 28,34 08,14 02,22 1932 bis 1939/1940: RAL 40[3]
RAL 3009 Oxidrot 29,27 24,59 16,51
RAL 3011 Braunrot 34,52 28,66 13,44
RAL 3012 Beigerot 63,81 20,79 20,45
RAL 3013 Tomatenrot 40,70 36,67 21,37
RAL 3014 Altrosa 60,17 32,49 12,58
RAL 3015 Hellrosa 71,23 21,59 04,98
RAL 3016 Korallenrot 44,70 37,92 23,96
RAL 3017 Rosé 54,24 44,26 16,87
RAL 3018 Erdbeerrot 50,77 49,15 19,86
RAL 3020 Verkehrsrot 44,66 52,03 32,26 Verkehrsschilder, Veterinärwesen, Lokomotiven der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB); ab 1996 Lokomotiven und Wagen der Deutschen Bahn AG; Rot der Flagge Deutschlands; Farbe von Feuerwehrfahrzeugen (nach DIN14502-3:2015-12)
RAL 3022 Lachsrot 56,06 38,90 29,70
RAL 3024 Leuchtrot 51,32 82,52 71,62 Farbe vieler Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge; Signallackierung von Seenotkreuzern und -rettungsbooten der DGzRS
RAL 3026 Leuchthellrot 54,38 86,26 76,07 Farbe vieler Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge (bei Folierung da RAL 3024 nicht möglich ist)
RAL 3027 Himbeerrot 43,07 46,96 15,81
RAL 3028 Reinrot 48,80 54,42 33,08 in der Schifffahrt zur Verkehrssicherung (Schifffahrtszeichen)
RAL 3031 Orientrot 39,39 47,09 24,71 ehemalige Farbe des Zierstreifens der ICE- und IC-Wagen der Deutschen Bahn
RAL 3032 Perlrubinrot 26,88 41,34 19,40
RAL 3033 Perlrosa 44,29 45,11 28,62

Violett[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 4001 Rotlila 49,10 17,35 −12,85
RAL 4002 Rotviolett 41,91 30,05 05,67
RAL 4003 Erikaviolett 54,25 44,66 −5,02
RAL 4004 Bordeauxviolett 32,22 24,83 00,06
RAL 4005 Blaulila 50,92 15,38 −23,06
RAL 4006 Verkehrspurpur 42,38 39,48 −14,94
RAL 4007 Purpurviolett 30,05 13,16 −5,10
RAL 4008 Signalviolett 40,76 32,53 −20,56
RAL 4009 Pastellviolett 60,59 10,38 −2,88
RAL 4010 Telemagenta 50,39 48,95 −4,24 Farbmarke der Deutschen Telekom
RAL 4011 Perlviolett 47,92 18,89 −20,83
RAL 4012 Perlbrombeer 46,33 07,27 −11,94

Blau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 5000 Violettblau 32,59 −1,28 −21,69
RAL 5001 Grünblau 35,43 −7,52 −16,65 1932 bis 1939/1940: RAL 32[3]
RAL 5002 Ultramarinblau 33,11 08,43 −35,40 1932 bis 1939/1940: RAL 32 h.[3] Signalfarbe für Hinweise, Schutzpflicht (DIN 4844); Technisches Hilfswerk
RAL 5003 Saphirblau 30,53 −0,37 −16,68 Farbe der Elektro- und Dieseltriebwagen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) bis etwa 1980 (gemeinsam mit RAL 1014 „Elfenbein“)
RAL 5004 Schwarzblau 26,56 −0,19 −4,07 1932 bis 1939/1940: RAL 33.[3] Deutsche Polizei: Einsatzanzüge, Mattfarbe für Geräte und Ausrüstung
RAL 5005 Signalblau 32,45 −6,68 −37,20 Gebotszeichen, Hinweiszeichen (DIN 5381)
RAL 5007 Brillantblau 46,37 −6,24 −21,71
RAL 5008 Graublau 32,00 −2,09 −6,07
RAL 5009 Azurblau 41,22 −9,56 −18,34
RAL 5010 Enzianblau 36,57 −5,81 −28,94 Signalfarbe für (unterrichtendes) Gebot (DIN 4844); Firmenfarbe der Lufthansa 1955–1962
RAL 5011 Stahlblau 16,97 −1,20 −13,15 Farbe vieler deutscher Polizeiuniformen, Mattfarbe für Helme
RAL 5012 Lichtblau 55,62 −13,84 −30,72
RAL 5013 Kobaltblau 29,81 01,67 −17,20
RAL 5014 Taubenblau 53,79 −2,64 −15,59
RAL 5015 Himmelblau 51,13 −12,69 −34,21
RAL 5017 Verkehrsblau 34,82 −13,49 −36,36 deutsche Polizei: bei Fahrzeuglackierung mit Silber und Weiß
RAL 5018 Türkisblau 55,13 −27,27 −8,47
RAL 5019 Capriblau 41,18 −9,97 −25,87
RAL 5020 Ozeanblau 32,30 −13,01 −9,39
RAL 5021 Wasserblau 47,15 −29,26 −9,32
RAL 5022 Nachtblau 19,87 10,63 −28,48 Blau im Logo der Lufthansa
RAL 5023 Fernblau 47,64 −2,96 −21,18
RAL 5024 Pastellblau 60,50 −9,53 −17,38
RAL 5025 Perlenzian 35,93 −11,81 −16,28
RAL 5026 Perlnachtblau 16,00 07,84 −29,10

Grün[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 6000 Patinagrün 44,53 −23,65 05,32 Signalfarbe für Rettung, Gefahrlosigkeit (DIN 4844)
RAL 6001 Smaragdgrün 43,86 −23,57 18,31
RAL 6002 Laubgrün 39,87 −19,39 16,95 1932 bis 1939/1940: RAL 27.[3] Signalfarbe für Erste Hilfe und Notausgang (DIN 4844)
RAL 6003 Olivgrün 39,25 −4,36 10,17 Komponente des Buntfarbenanstrichs für Kraftfahrzeuge und Geschütze des deutschen Heeres ab Februar 1943 (Grundfarbe Dunkelgelb mit Flecken RAL 6003 und RAL 8017), auch mit NVA-Farbton Chlorbunagrün SM (2425 TGL 21196) vergleichbar.[6]
RAL 6004 Blaugrün 33,40 -13,17 −3,07 1932 bis 1939/1940: RAL 31[3]
RAL 6005 Moosgrün 24,44 −20,57 04,67 1932 bis 1939/1940: RAL 26[3] Schriftfarbe für informierende Schilder
RAL 6006 Grauoliv 33,04 −1,11 04,17 1932 bis 1939/1940: RAL 3[3]
RAL 6007 Flaschengrün 30,42 −3,85 04,77 1932 bis 1939/1940: RAL 28[3]
RAL 6008 Braungrün 29,82 −0,67 04,34
RAL 6009 Tannengrün 29,81 −5,74 03,12 1932 bis 1939/1940: RAL 30.[3] Farbe von Polizei (bis 1975) und Feuerwehren (ab November 1938 bis ca. 1946)
RAL 6010 Grasgrün 42,99 −22,87 26,09
RAL 6011 Resedagrün 53,24 −11,61 14,48 Grundanstrich vieler Maschinen (DIN 1844)
RAL 6012 Schwarzgrün 31,94 −4,36 −0,46 bis 1994 für geschlossene Verbände des Bundesgrenzschutzes
RAL 6013 Schilfgrün 52,30 −2,08 14,26
RAL 6014 Gelboliv 33,84 00,46 06,15 Bis 1984 allgemein für Fahrzeuge und Geräte der deutschen Bundeswehr. Durch Nichtbeachten der Metamerie erschien die Farbe bis rund 1970 oft bräunlicher. 6014 alt
RAL 6015 Schwarzoliv 25,48 −1,59 04,15
RAL 6016 Türkisgrün 42,92 −32,22 06,72
RAL 6017 Maigrün 52,33 −23,24 26,15
RAL 6018 Gelbgrün 59,83 −32,96 37,72
RAL 6019 Weißgrün 81,42 −12,57 13,50
RAL 6020 Chromoxidgrün 26,34 −8,37 10
RAL 6021 Blassgrün 63,69 −11,28 14,13
RAL 6022 Braunoliv 30,43 00,54 05,62
RAL 6024 Verkehrsgrün 51,81 −38,02 15,50 DIN 6171 Aufsichtfarben für Verkehrszeichen; Farbe der Grünen Tonne
RAL 6025 Farngrün 47,45 −13,45 21,37
RAL 6026 Opalgrün 34,35 −36,57 00,83
RAL 6027 Lichtgrün 72,80 −19,82 −3,62
RAL 6028 Kieferngrün 38,15 −12,86 03,82
RAL 6029 Minzgrün 44,18 −39,06 15,73 Bundesgrenzschutz von 1994 bis 2005 (Verbände) und Einzeldienst (seit Gründung), viele Polizeien der Länder
RAL 6032 Signalgrün 50,67 −33,25 14,76 Rettungszeichen (DIN 5381)
RAL 6033 Minttürkis 51,93 −22,93 −2,33
RAL 6034 Pastelltürkis 69,16 −15,95 −5,10
RAL 6035 Perlgrün 29,14 −29,19 16,35
RAL 6036 Perlopalgrün 33,97 −29,04 00,68
RAL 6037 Reingrün 53,49 −46,77 34,32 in der Schifffahrt zur Verkehrssicherung (Schifffahrtszeichen)
RAL 6038 Leuchtgrün 62,31 −84,29 57,55 in der Schifffahrt zur Verkehrssicherung (Schifffahrtszeichen)

Grau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 7000 Fehgrau 58,32 −3,14 −4,71 Überwasser-Tarnfarbe der Deutschen Marine
RAL 7001 Silbergrau 63,81 −2,22 −4,05
RAL 7002 Olivgrau 54,51 −0,09 10,69 1932 bis 1939/1940: RAL 1 m[3]
RAL 7003 Moosgrau 52,32 −1,18 06,92 1932 bis 1939/1940: RAL 1 r[3]
RAL 7004 Signalgrau 63,83 00,19 −0,44
RAL 7005 Mausgrau 50,00 −1,55 00,82
RAL 7006 Beigegrau 48,53 02,15 07,57
RAL 7008 Khakigrau 45,91 03,34 17,92 ursprüngliche Bezeichnung: Graugrün
RAL 7009 Grüngrau 43,19 −2,43 03,87 1932 bis 1939/1940: RAL 2[3]
RAL 7010 Zeltgrau 38,44 −2,33 02,59 Deutsche Bundespost, Fahrzeuge des Fernmeldebaudienstes bis in die 1970er Jahre
RAL 7011 Eisengrau 41,52 −1,68 −2,72
RAL 7012 Basaltgrau 44,34 −1,77 −1,71
RAL 7013 Braungrau 39,21 00,59 06,33 Farbe des Österreichischen Bundesheers; Bundeswehr-Textilfarbe „steingrau-oliv“, im Volksmund „NATO-Oliv“, ehemaliger Moleskin-Kampfanzug[7]
RAL 7015 Schiefergrau 40,50 −0,25 −3,40
RAL 7016 Anthrazitgrau 25,93 −1,85 −3,40 1932 bis 1939/1940: RAL 4.[3] Anwender: Reichswehr, Wehrmacht, Reichsmarine, Kriegsmarine
RAL 7021 Schwarzgrau 30,65 −0,43 −1,22 1932 bis 1939/1940: RAL 46.[3] Anwender: Deutsches Rotes Kreuz, Reichswehr, Wehrmacht
RAL 7022 Umbragrau 37,75 −0,07 02,23
RAL 7023 Betongrau 55,60 −1,45 04,52
RAL 7024 Graphitgrau 36,97 −0,13  -3,32
RAL 7026 Granitgrau 27,43 −4,01  -3,11
RAL 7030 Steingrau 61,31 −0,26 04,53
RAL 7031 Blaugrau 47,83 −2,96 −4,01 als Grundanstrich für Maschinen (DIN 1843)
RAL 7032 Kieselgrau 73,39 −0,93 08,09 Standardfarbe des Telefons FeTAp 611 der Deutschen Bundespost
RAL 7033 Zementgrau 56,78 −3,36 06,32
RAL 7034 Gelbgrau 56,86 00,03 14,83
RAL 7035 Lichtgrau 81,29 −1,24 00,79 ICE und Fernverkehrswagen der Deutschen Bahn
RAL 7036 Platingrau 63,49 01,27 00,78
RAL 7037 Staubgrau 55,30 −0,46 00,22
RAL 7038 Achatgrau 72,97 −1,50 02,97
RAL 7039 Quarzgrau 43,50 00,37 05,56
RAL 7040 Fenstergrau 66,63 −1,17 −2,82
RAL 7042 Verkehrsgrau A 62,58 −1,51 −0,21
RAL 7043 Verkehrsgrau B 40,23 −1,28 00,00
RAL 7044 Seidengrau 74,66 −0,04 05,08
RAL 7045 Telegrau 1 60,35 −1,43 −1,84 1992 für die Deutsche Bundespost (Telekom) eingeführt
RAL 7046 Telegrau 2 57,75 −1,60 −3,00
RAL 7047 Telegrau 4 81,43 00,01 00,10
RAL 7048 Perlmausgrau 54,55 −0,45 07,59

Braun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 8000 Grünbraun 1932 bis 1939/1940: RAL 16.[3] Wurde ab 1941 als „Gelbbraun“ für das Deutsche Afrikakorps der Wehrmacht verwendet.
RAL 8001 Ockerbraun 47,08 18,95 39,87
RAL 8002 Signalbraun 41,88 14,45 13,31
RAL 8003 Lehmbraun 42,56 15,59 21,67 1932 bis 1939/1940: RAL 11.[3]
RAL 8004 Kupferbraun 43,78 22,83 20,22
RAL 8007 Rehbraun 38,99 12,62 17,08
RAL 8008 Olivbraun 35,15 13,22 28,50
RAL 8011 Nussbraun 33,98 10,04 10,97
RAL 8012 Rotbraun 34,39 17,06 10,17 1932 bis 1939/1940: RAL 13 a[3]
RAL 8014 Sepiabraun 31,99 04,77 07,71 1932 bis 1939/1940: RAL 18 g[3]
RAL 8015 Kastanienbraun 33,52 15,02 09,25
RAL 8016 Mahagonibraun 21,40 14,37 13,84
RAL 8017 Schokoladen­braun 30,60 05,99 04,34 1932 bis 1939/1940: RAL 19.[3] Militärische Namensbezeichnung bis 1945: Rotbraun
RAL 8019 Graubraun 31,46 02,12 01,10
RAL 8022 Schwarzbraun 25,08 01,18 00,67
RAL 8023 Orangebraun 49,37 24,91 30,25
RAL 8024 Beigebraun 38,04 14,14 20,82
RAL 8025 Blassbraun 44,00 07,95 11,73
RAL 8028 Terrabraun 34,19 05,72 08,58
RAL 8029 Perlkupfer 35,06 25,58 27,32

Weiß und Schwarz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] CIE L*a*b* Beschreibung, Beispiele
RAL 9001 Cremeweiß 90,40 00,66 06,64
RAL 9002 Grauweiß 85,07 −1,04 05,18 1932 bis 1939/1940: RAL 1.[3] Anwender: Deutsches Rotes Kreuz, Reichswehr, Wehrmacht, Reichsmarine, Kriegsmarine. Militärische Namensbezeichnung bis 1945: Grau
RAL 9003 Signalweiß 94,13 −0,55 00,81
RAL 9004 Signalschwarz 28,66 00,24 −0,66
RAL 9005 Tiefschwarz 25,33 00,13 −0,16 1932 bis 1939/1940: RAL 5.[3] Schwarz der Flagge Deutschlands
RAL 9006 Weißaluminium 67,77 −0,58 00,76 1932 bis 1939/1940: RAL 1 h.[3] Für das Rostschutzprogramm der Reichsbahn entwickelt, nicht für dekorative Zwecke empfohlen[8]
RAL 9007 Graualuminium 55,55 -0,06 02,14 Für das Rostschutzprogramm der Reichsbahn entwickelt, nicht für dekorative Zwecke empfohlen
RAL 9010 Reinweiß 94,57 −0,47 04,14
RAL 9011 Graphitschwarz 26,54 −0,05 −1,13
RAL 9016 Verkehrsweiß 95,26 −0,76 02,11
RAL 9017 Verkehrs­schwarz 27,25 00,44 00,51
RAL 9018 Papyrusweiß 81,34 −2,29 02,96
RAL 9022 Perlhellgrau 65,38 −0,43 00,34
RAL 9023 Perldunkelgrau 57,32 −0,31 −0,98

Weitere RAL-Farben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesonderte Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nummer Name Farbmuster[2] Beschreibung, Beispiele
RAL 9020 seidenmatt Weiß vergleiche RAL 9016 Verkehrsweiß, ausgeführter (matt) Farbton zu RAL 9001

Gelöschte Farben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farben, die aus dem RAL-Register gestrichen wurden
Nummer Name Farbmuster[2] Beschreibung, Beispiele
RAL 4000 Violett 1932 bis 1939/1940: RAL 35 m.[3] Laut Farbkarte 1939/40 für die Reichsbahn; z.B. Rheingold (Zug).
RAL 7018 Blaugrau 1932 bis 1939/1940: RAL 4 h.[3] wegen Verwechselungsgefahr mit der aktuellen Farbe „Blaugrau“ RAL 7031
RAL 7027 Grau auch „Grüngrau“ genannt; im März 1942 eingeführter Farbton
RAL 7028 Dunkelgelb um 1940 für den Anstrich von Traktoren und Geräten entwickelt; erst 1942 erhielt die Farbe eine RAL-Nummer und den Namen; ab 1944 für Fahrzeuge und Geräte.
- Dunkelgelb nach Muster nummernloser militärischer Farbton, Verwechslungsgefahr mit RAL 7028; Grundfarbe des Buntfarbenanstrichs für Fahrzeuge und Geschütze des deutschen Heeres ab Februar 1943 und früher.
RAL 8020 Gelbbraun auch „Braun“ genannt; für den Afrikafeldzug des Deutschen Afrikakorps entwickelt, mit dem ebenfalls neuen Farbton RAL 7027 als Ersatz für RAL 8000 und RAL 7008

Tarnfarben der Bundeswehr (RAL F9)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesondert geführte Sammlung RAL F9 enthält das 1984 eingeführte Dreifarb-Tarnsystem[9] der Bundeswehr (Bronzegrün, Lederbraun, Teerschwarz). 2003 wurden zusätzlich die Umtarnfarben zur Anpassung an Wüstenregionen eingeführt.

RAL F9
Nummer Name Farbmuster[2] Beschreibung, Beispiele
RAL 6031 Bronzegrün Tarnfarbe für Gerät und Fahrzeuge der Bundeswehr und Grundfarbe des Flecktarnanstrichs
RAL 8027 Lederbraun Flecktarnlackierung bei Fahrzeugen der Bundeswehr; Teerschwarz wird auch als Infrarot-reflektierende Farbe verwendet
RAL 9021 Teerschwarz
RAL 1039 Sandbeige Umtarnfarben der Bundeswehr für Wüsten- und Steppenregionen (geringere Aufheizung der Fahrzeuge); der Lack ist abwaschbar aber nach 10–21 Tagen Trocknung wetterfest
RAL 1040 Lehmbeige
RAL 6040 Helloliv
RAL 7050 Tarngrau
RAL 8031 Sandbraun

Waffenfarben der Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Waffenfarben der Bundeswehr sind zwar mit dem RAL-System verbunden, werden jedoch im Dienstgebrauch anders benannt.

Eisenbahnfarben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: RAL-Eisenbahnfarben

Viele Eisenbahngesellschaften geben bei der Gestaltung der Lokomotiven und Waggons die Farbgebung mit RAL-Nummern vor. Sie erreichen damit ein einheitliches Erscheinungsbild über Modellreihen und Typen hinweg.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die weiß umrahmten Farbmuster beziehen sich auf Effektfarben, also Farben, bei denen Effektpigmente zur Formulierung verwendet werden müssen, die also auf Monitoren nicht wiedergegeben werden.
  2. Die als CIEL*a*b*-Farbwerte aufgeführten Werte ergeben sich aus den aufgenommenen Farbwiedergaben der vorhergehenden Spalte und sind als unverbindliche Hilfe zu verstehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Denecke: Tarnanstriche des deutschen Heeres 1914 bis heute. Bernard & Graefe, Bonn 1999, ISBN 3-7637-5990-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: RAL-Farbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RAL-Farben.de: Fragen und Antworten zu RAL Classic
  2. a b c d e f g h i j k l Auf Grund der unterschiedlich eingestellten Wiedergabegeräte für diese Webseite kann diese Farbmusterdarstellung nur einen ungefähren Eindruck der RAL-Farben vermitteln.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak die Farbkarte B2 wurde ab Juni 1932 vom RAL herausgegeben
  4. a b die Farbkarte 840 R wurde ab 1939/1940 vom RAL herausgegeben
  5. bundestag.de: Beflaggung
  6. Militaerlacke.de: Farbmusterangaben (olivgruen2425tg)
  7. Daten.bwb.org 84550065.pdf S. 4
  8. Hinweis zu RAL 9006 und RAL 9007
  9. Johannes Denecke: Tarnanstriche des deutschen Heeres 1914 bis heute. Bernard & Graefe, Bonn 1999, ISBN 3-7637-5990-5, S. 89
Farb-Check-RGB.png

Die in diesem Artikel angezeigten Farben sind nicht farbverbindlich und können auf verschiedenen Monitoren unterschiedlich erscheinen.
Eine Möglichkeit, die Darstellung mit rein visuellen Mitteln näherungsweise zu kalibrieren, bietet das nebenstehende Testbild (nur wenn die Seite nicht gezoomt dargestellt wird):
Tritt auf einer oder mehreren der drei grauen Flächen ein Buchstabe („R“ für Rot, „G“ für Grün oder „B“ für Blau) stark hervor, sollte die Gammakorrektur des korrespondierenden Monitor-Farbkanals korrigiert werden. Das Bild ist auf einen Gammawert von 2,2 eingestellt, der gebräuchliche Wert bei TV-Geräten und Computern mit Windows oder OS X (ab Version 10.6)