RAND Corporation

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Die RAND Corporation („Research ANd Development“, deutsch: Forschung und Entwicklung) ist eine Denkfabrik in den USA, die nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet wurde, um die Streitkräfte der USA zu beraten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Mai 1948 wurde aus dem Project RAND mit Unterstützung der Ford Foundation die Non-Profit-Organisation RAND Corporation.[1] RAND-Experten spielten eine Rolle im Koreakrieg und der Propaganda des Kalten Krieges.[2] Seitdem ist diese Organisation stark gewachsen und arbeitet mittlerweile auch mit anderen staatlichen, aber auch wirtschaftlichen Institutionen zusammen.

Die Denkfabrik hat heute in ihren Standorten in Santa Monica (Zentrale), Arlington, Pittsburgh, New York City (Bildungsrat), Cambridge (Europazentrale) und Doha 1600 Beschäftigte. In Doha (Katar) ansässig ist das RAND-Qatar Policy Institute.[3] Weiterer neuer Standort ist Boston, Massachusetts.

Derzeit (Stand November 2014) ist Michael D. Rich Präsident und Geschäftsführer (CEO) der RAND Corporation.[4]

Zu den von RAND bearbeiteten Themen gehörten in den letzten Jahren unter anderem die wachsende Fettleibigkeit der Amerikaner, zukünftige Anforderungen für den militärischen Flugzeugbau, das Problem des Drogenmissbrauchs an amerikanischen High Schools oder Schutzmöglichkeiten gegen terroristische Angriffe.

Bekannte Mitarbeiter von RAND[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alex Abella: Soldiers of Reason: The RAND Corporation and the Rise of the American Empire. Harcourt Brace & Co., 2008, ISBN 978-0-15-101081-3[5].
  • Thomas Brandstetter, Claus Pias, Sebastian Vehlken: Think-Tank-Denken. Zur Epistemologie der Beratung. In: Thomas Brandstetter, Claus Pias, Sebastian Vehlen (Hrsg.): Think Tanks. Die Beratung der Gesellschaft. Diaphanes, Berlin / Zürich 2010, ISBN 978-3-03734-086-8 (Inhaltsverzeichnis; Inhaltstext).

Hochschulschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bruce Lee Raymond Smith: The RAND Corporation: Wissenschaftliche Politik-Beratung in den USA (= Wissenschaftstheorie, Wissenschaftspolitik, Wissenschaftsplanung, Band 18; Originaltitel: The RAND Corporation, übersetzt von Rüdiger von Bandemer), Bertelsmann-Universitätsverlag, Düsseldorf 1971, ISBN 3-571-09163-9 (Dissertation Harvard Universität, Cambridge, MA 1964, 96 Seiten, 23 cm).
  • Martin Gehlen: Politikberatung in den USA: der Einfluss von think tanks auf die amerikanische Sozialpolitik (= Nordamerikastudien, Band 24), Campus, Frankfurt am Main / New York, NY 2005, ISBN 978-3-593-37728-5 (Dissertation Universität Erfurt 2004, 390 Seiten mit graphischen Darstellungen, 21 cm).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: RAND Corporation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. EUROPA ARCHIV. 1968/1, Folge 11, S. 412–414;
  2. Ron Robin: The Making of the Cold War Enemy. Culture and Politics in the Military-Intellectual Complex, Princeton University Press, Princeton, N.J. / Oxford 2001, ISBN 0-691-11455-2.
  3. RAND-Qatar Policy Institute website
  4. Website der RAND Corporation, Organization and Divisions of the RAND Corporation: http://www.rand.org/about/organization.html
  5. Rezension: Chalmers Johnson: America's university of imperialism. In: Asia Times Online. 3. Mai 2008

Koordinaten: 34° 0′ 34″ N, 118° 29′ 26″ W