RB Leipzig (Frauenfußball)

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RB Leipzig Frauen
Logo von RB Leipzig am Trainingszentrum
Spielstätte Stadion am Bad in Markranstädt
Plätze 1.300
Cheftrainer Saban Uzun
Liga 2. Bundesliga
2021/22 3. Platz

Website rbleipzig.com

Heim
Auswärts

Die Frauenfußballabteilung von RB Leipzig besteht seit der Saison 2016/17. Die Mannschaft spielt seit 2020 in der 2. Frauen-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga[1] Platz S-U-N DFB-Pokal
2016/17 Landesliga Sachsen (IV) 1 23-1-0
2017/18 Regionalliga Nordost (III) 4 15-2-5
2018/19 Regionalliga Nordost 3 18-0-4
2019/20 Regionalliga Nordost 1 14-1-0 2. Runde
2020/21 2. Bundesliga Nord 3 8-2-6 Achtelfinale
2021/22 2. Bundesliga 3 17-2-7 2. Runde
2022/23 2. Bundesliga
grün unterlegt: Aufstiege

Zur Saison 2016/17 stieg RB Leipzig, zusätzlich zum bisherigen Engagement im Mädchenbereich, auch in den Frauenfußball ein. Nachdem anfangs eine Spielgemeinschaft mit dem Leipziger FC 07 angedacht gewesen war,[2] wurde bekannt, dass man stattdessen mit einem eigenständigen Team direkt in der viertklassigen Landesliga Sachsen antreten würde. Der Kader setzte sich zunächst aus 17 Spielerinnen des FFV Leipzig, fünf eigenen Nachwuchsspielerinnen und einer Sportlerin aus der Reserve des FF USV Jena zusammen. Bis spätesten 2021 sollte, so die Erwartung des Sächsischen Fußball-Verbandes, dessen Nachwuchsleistungszentrum RB Leipzig übernahm, die Bundesliga erreicht werden.[3]

Das erste Pflichtspiel bestritt die Mannschaft am 7. August 2016, als sie im Landespokal den SV Johannstadt 90 auswärts mit 7:0 besiegte.[4] Zehn Minuten vor Beginn des ersten Ligaspiels am 21. August 2016 erklärte der Bischofswerdaer FV 08, aus Protest gegen die Entscheidung des Verbandes nicht gegen RB Leipzig anzutreten.[5] Gemeinsam mit den Ligakontrahenten einigte sich der Verein darauf, bereits ausgetragene Spiele zu wiederholen und einige Auflagen zu erfüllen – darunter die Pflicht, eine gewisse Anzahl Jugendspielerinnen in der Startelf aufzuweisen. Später wurde das Team vom Pokalwettbewerb ausgeschlossen, da es dort als RB Leipzig angetreten war, nicht jedoch wie in der Auslosung bekundet als Spielgemeinschaft.[6] Die Saison beendete man schließlich ungeschlagen als Meister. Durch fehlende Anmeldungen zur Regionalliga und Rückzüge in dieser entfielen auch die eigentlich erforderlichen Relegationsspiele.[7]

Am ersten Spieltag der Regionalliga 2017/18 erfolgte mit dem 0:6 gegen den Magdeburger FFC die erste Pflichtspielniederlage.[8] Nach der Saison, die man schlussendlich auf Platz 4 beendet hatte, verließ Cheftrainer Sebastian Popp den Verein aus beruflichen Gründen.

Für die Saison 2018/19 verpflichtete man Katja Greulich, zuvor tätig beim Bundesligisten FF USV Jena, als neue Trainerin.[9] Die Spielzeit selbst verlief etwas besser, mit 18 Siegen bei 4 Niederlagen landete man am Ende auf Platz 3. Durch den Sieg im Sachsenpokal qualifizierte sich RB Leipzig erstmals für den folgenden DFB-Pokal.

Die Saison 2019/20 wurde nach 15 Spieltagen durch die Covid-19-Pandemie zunächst unter- und später per Beschluss eines außerordentlichen DFB-Bundestages abgebrochen. Da die ursprünglich vorgesehenen Relegationsspiele, mit denen die Aufsteiger zur 2. Bundesliga ermittelt werden sollten, ebenfalls entfielen, stand RB, das bis dahin ungeschlagen geblieben war und 14 der 15 Spiele gewinnen konnte, automatisch als direkter Aufsteiger fest.[10]

In der Saison 2020/21 trat RB in der Nord-Staffel der 2. Bundesliga an (wegen der anhaltenden Covid-19-Pandemie war die Abstiegsregelung ausgesetzt und die 2. Liga wegen nun 19 teilnehmender Mannschaften geteilt worden) und belegte am Ende Platz drei. Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft das Achtelfinale, wo sie nach einer 0:4-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt ausschied.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heimspielstätte der RB-Frauen wechselte in der Vergangenheit. Seit der Saison 2020/21 werden die Heimspiele im Stadion am Bad in Markranstädt ausgetragen.[11] Die weiblichen Nachwuchsmannschaften von RB Leipzig tragen ihre Heimspiele auf der Sportanlage Gontardweg im Leipziger Nordosten aus, wo sich auch das Leistungszentrum der Frauen befindet.[12]

Personal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland Saban Uzun Trainer
Deutschland Marius Nowoisky Co-Trainer
Deutschland Niko Sternberg Torwarttrainer

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 1. Februar 2022[13]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Deutschland Gina Schüller
12 Schweiz Elvira Herzog
25 Deutschland Eve Böttcher
02 Deutschland Frederike Kempe
03 Deutschland Johanna Kaiser
04 Deutschland Anika Metzner
05 Deutschland Josefine Schaller
09 Danemark Louise Ringsing
20 Deutschland Victoria Krug
22 Danemark Christina Beck
24 Deutschland Fatma Sakar
33 Deutschland Zoè Werner
06 Deutschland Lea Mauly
07 Slowenien Korina Janež
08 Deutschland Gianna Rackow
11 Deutschland Barbara Brecht
16 Deutschland Lea Sophie Misch
19 Deutschland Jenny Hipp
26 Deutschland Luca Graf
29 Deutschland Larissa Schreiber
21 Deutschland Vanessa Fudalla
23 Deutschland Kyra Spitzner
27 Deutschland Marlene Müller
30 Montenegro Medina Dešić
32 Deutschland Mia Werner

Transfers 2022/23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

[14]

Zugänge Abgänge
Sommerpause
Danemark Christina Beck Brøndby IF
Deutschland Luca Graf 1. FFC Turbine Potsdam
Schweiz Elvira Herzog 1. FC Köln
Slowenien Korina Janež ŽNK Radomlje
Deutschland Fatma Sakar SC Sand
Deutschland Stella Busse SC Sand
Deutschland Madlen Frank Karriereende
Deutschland Franziska Gaus St. Gallen
Deutschland Sara Schaller VfL Wolfsburg II
Deutschland Carina Schlüter SKN St. Pölten
OsterreichÖsterreich Yvonne Weilharter FK Austria Wien
Deutschland SpanienSpanien Maria Cristina Lange Turbine Potsdam

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Website der Frauenfußballabteilung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FuPa.net - Saisonhistorie
  2. Staffeleinteilung Frauen 2016/17. (Nicht mehr online verfügbar.) Sächsischer Fußball-Verband, archiviert vom Original am 26. August 2016; abgerufen am 26. August 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sfv-online.de
  3. Von wegen reine Männersache. In: kreuzer-leipzig.de. 2. August 2016, abgerufen am 10. August 2016.
  4. Premiere für RB Leipzig Frauenteam! In: dierotenbullen.com. 8. August 2016, abgerufen am 10. August 2016.
  5. n-tv Nachrichtenfernsehen: Red Bull plant nächsten Coup: RB Leipzig und der Zorn einer Liga. In: n-tv.de. 26. August 2016, abgerufen am 26. August 2016.
  6. http://www.mz-web.de/sport/fussball/rb-leipzig/protest-im-frauen-fussball-siege-annulliert---rb-leipzig-muss-spiele-wiederholen-24707416
  7. Teilnehmer für Frauen-Regionalliga stehen fest - Meister steigt nicht auf. In: rblive.de. 27. Juni 2017, abgerufen am 23. Juni 2019.
  8. Spielbericht Hinspiel Magdeburg. In: dierotenbullen.com. 4. September 2017, abgerufen am 23. Juni 2019.
  9. Vierter Neuzugang: RB-Frauen bekommen eine Trainerin. In: rblive.de. 14. Juni 2018, abgerufen am 14. Juni 2018.
  10. https://www.dfb.de/news/detail/saisonabbruch-in-2-frauen-und-b-juniorinnen-bundesliga-215801/?no_cache=1&cHash=39e0ea7a91333c94eea036830c240615
  11. Die Roten Bullen, 1. Mannschaft Frauen. Abgerufen am 3. März 2021.
  12. Gontardweg. In: dierotenbullen.com. Abgerufen am 23. Juni 2019.
  13. https://rbleipzig.com/de/rbl-teams/frauen-maedchen/teams/frauen/
  14. https://rbleipzig.com/de/news/2021-2022/rbl-frauen-personalupdate-zur-saison-2022-23/
  15. https://www.fupa.net/cup/landespokal-sachsen/history